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Zweite S-Bahn-Stammstrecke Grüne verlangen Ausbauplan zu Bahnprojekten

Die 2. S-Bahn-Stammstrecke in München ist beschlossene Sache. Allerdings könnten andere Bahn-Projekte in Bayern darunter leiden – ob das so ist, wollen die Grünen im Landtag mittels eines Dringlichkeitsantrages erfahren.

Von: Peter Kveton

Stand: 20.07.2017

S-Bahn München: Plan der zweiten Stammstrecke | Bild: picture-alliance/dpa

Die Grünen verlangen von der Staatsregierung einen Bericht, wie ein belastbarer Ausbauplan für die Münchner S-Bahn und die anderen Bahnprojekte in Bayern aussieht. Grünen-Verkehrsexperte Markus Ganserer glaubt, dass die 2. Stammstrecke in München auf Jahre hinaus Milliarden bindet:

"Wenn man dieses Milliardenloch zweite S-Bahn-Röhre in München stopfen möchte, dann fließt das gesamt vorhandene Fördergeld, das für den Ausbau des Schienennahverkehrs in Bayern zur Verfügung ist, in den Tunnel. Für andere Projekte ist - auf gut deutsch - kein Geld mehr da."

Markus Ganserer, Grüne

"Giftliste" mit aufgeschobenen Projekten

Entsprechende Hinweise haben auch die anderen Fraktionen im Landtag aufgeschreckt. SPD und Freie Wähler haben mit ähnlichen Anträgen nachgezogen. Die Freien Wähler verlangen einen jährlichen, ausführlichen Sachstandsbericht und die SPD spricht sogar von einer "Giftliste", die konkrete Projekte betreffen soll, die wegen der 2. Stammstrecke auf die lange Bank geschoben werden.

Auch die CSU ist auf den Zug aufgesprungen – sie fordert die Staatsregierung auf, das "Programm Bahnausbau Region München" vorzustellen. Der Verkehrsminister hatte es noch vor der Sommerpause vorstellen wollen.


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Wolfgang, Donnerstag, 20.Juli, 12:46 Uhr

4. Vergesst die kleinen aber effektiven Verbesserungen nicht.

1. Ich denke an die "Laimer Kurve", eine Verbindung der Rosenheimer Linie direkt zum containerbahnhof Riem, damit Züge von und zum Brenner oder salzburg nicht die S-Bahn nach Markt-Schwaben behindern. Das würde auch allen Containerzügen dort 30min Fahrzeit mindestens ersparen.

2. Regionalzughalt Poccistraße auf dem Südring, Übergang zur U-Bahn. 2 Bahnstiege reaktivieren oder etwas verlegen ist kein Milliardenprojekt

Etwas teurer aber zur Entlastung des Südring hilfreich, einen Wiederaufbau der Spange vom Nordring nach Feldkrichen. Die Trasse und Bruckenbauwerke sind noch komplett erhalten, dazu eine Entlastung von Johanniskirchen ergäbe das.

Aber auch anderswo in Bayern, zwischen Heilbronn und Würzburg fehlen immernoch ca. 3km Gleis welche nach dem Krieg demontiert wurde....

Nadine, Donnerstag, 20.Juli, 11:36 Uhr

3. Geld spielt doch keine Rolle

zumindest sagte dies neulich die Bundeskanzlerin. Geld sei in Hülle und Fülle vorhanden. Die Bundesregierung wüsste sogar nicht, wo sie es nur ausgeben könne. Im Grunde könnten da die Grünen doch ganz relaxt sein. Klar, die Steuerzahler zahlen sich dumm und die Diäten steigen und steigen - doch der Wähler hat es ja selbst in der Hand. Der Mehrheit scheint genau das zu gefallen. Die Umfragewerte für die Union und andere Finanzhaie sprechen da eine deutliche Sprache. Nebenei bemerkt hat die S8 (eine S-Bahn in München die bis zum Flughafen fährt) die Farbe Schwarz-Gelb. Warum wohl nur? 3. Startbahn? 3. Stammstrecke?

Zutzler, Donnerstag, 20.Juli, 09:48 Uhr

2. Die Grünen

Wer hat eigentlich diese Partei erfunden und warum gibts die überhaupt noch?

  • Antwort von Atom, Donnerstag, 20.Juli, 11:24 Uhr

    Verzichtbar, nur unüberlegte Ideen, Konzeptionslosigkeit, Realitätsverlust, untaugliche Tagespolitik, Orientierungslosigkeit, keine Beständigkeit u.a.m.

    Zweifelsohne hatten die Grünen Erfolge und es ist ihnen zu verdanken, daß ein Umweltbewusstsein geschaffen wurde. Özdemir ist für mich noch der sachlichste Politiker der Grünen.

    Den Rest gibt's auf Krankenschein ;-)

  • Antwort von Truderinger, Donnerstag, 20.Juli, 12:11 Uhr

    Ich würde mal schätzen, die gibt es noch, weil sie von ca. 8% gewählt werden.

Francesco, Donnerstag, 20.Juli, 08:13 Uhr

1. Der aufmerksame, interessierte Bürger....

...weiß längst, dass wir - und zwar seit langem schon - von unserem Ministerpräsidenten ausschließlich als Stimmvieh gesehen werden. Entsprechend scheinheilig (hinterfotzig..) ist seine "Politik". Ein sinnvolles, überzeugendes und vor allem finanzierbares Programm, welches sich an den wirklichen Bedürfnissen des Bürgers / Volks orientiert, fehlt - aus klar nachvollziehbaren Gründen - völlig. Anstatt dessen werden alle Themen angesprochen, die vermeintlich Wählerstimmen bringen. Allein die Ernsthaftigkeit hinsichtlich der realen Umsetzung nach der Wahl ist nicht erkennbar. Als Bestätigung reicht eine grobe Addition aller bisherigen Wahl-Versprechen, die man dann nur den zur Verfügung stehenden Mitteln gegenüberstellen muss. Eigentlich eine Aufgabe des Finanzministers. Ich jedenfalls finde diese Politik, gelinde gesagt, verlogen und die Verantwortlichen wissen das selbst auch......