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Herbstklausur in Landshut Grüne wollen Pestizid-Einsatz halbieren

Die Grünen setzen sich für eine pestizidfreie Landwirtschaft in Bayern ein. Bis zum Jahr 2030 wollen sie den Einsatz von Pestiziden halbieren. Langfristig sollen sogenannte Pflanzenschutzmittel gar nicht mehr ausgebracht werden.

Von: Johannes Reichart und Claudia Steiner

Stand: 15.09.2017

Pressekonferenz der Grünen  | Bild: BR/Johannes Reichart

Bei ihrer dreitägigen Klausurtagung in Landshut setzte die Landtagsfraktion hierfür einen Vier-Punkte-Plan auf. Dieser beinhaltet unter anderem die Reduzierung des Einsatzes von chemisch-synthetischen Pestiziden sowie die Unterstützung des Ökolandbaus.

Außerdem wollen die Grünen mehr Zusammenarbeit und ein starkes Europa.

"Dazu gehört, dass die Daten und Informationen der Sicherheitsbehörden schneller, besser und zuverlässiger ausgetauscht werden. Wir brauchen aber zum Beispiel auch so etwas wie mehr grenzüberschreitende Ermittlungsteams, dass man da gemeinsam zusammenarbeitet, weil natürlich Kriminalität, internationaler Terrorismus nicht an den Grenzen halt macht."

Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Landtag, Katharina Schulze 

Schulze kritisierte die Aussagen der CSU zu Europa: anstatt einseitig Grenzkontrollen zu forcieren und den ungarischen Regierungschef Viktor Orban einzuladen, sollten sich die Christsozialen lieber für einen besseren Informationsaustausch innerhalb der EU und eine Stärkung von Europol einsetzen, so die Co-Fraktionsvorsitzende.

Investitionen in Glasfasernetze

Auch der Gast beim letzten Klausurtag, Reinhard Bütikofer von der Grünen-Fraktion im EU-Parlament, forderte deutsch-französische Initiativen, spätestens nach der Bundestagswahl. Es brauche deutlich mehr Investitionen, so Bütikofer, etwa im Bereich Glasfasernetze:

"Diese Investitionen konzentriert als Gemeinschaftsinvestitionen voranzutreiben, dafür fordern wir einen Zukunftsfonds in der EU, der aber jetzt nicht nur auf die Eurozone begrenzt ist, sondern auch andere Partner, die mitmachen wollen, miteinschließen kann."

Reinhard Bütikofer, Grünen-Fraktion im EU-Parlament


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Kommentare

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Dieter, Montag, 18.September, 17:21 Uhr

7. Grüne

Erst an der Agenda 2010
mitstricken und sich jetzt - laut Wahlplakat - gegen Kinderarmut einsetzen wollen. Mehr Scheinheiligkeit der "Theologin" Göring-Eckart geht nicht. Die Grünen stehen mit für Agenda 2010. Und damit für den umfangreichsten Sozialabbau in der Geschichte. Angefangen von Zweiklassenmedizin über Hartz4 bis zu den massivsten Rentenkürzungen die es je gab. Davon will kein Grüner mehr etwas wissen. Es wäre an der Zeit sich von den Grünen klar zu distanzieren. . Die Partei der vermeintlichen Bessermenschen" hat hoffentlich bald fertig.
M.f.G.

Helmut, Sonntag, 17.September, 21:29 Uhr

6. Umweltschonenede Landwirtschaft

Wird anscheinend nur von den Grünen gefordert. Meine volle Unterstützung dazu.
Man tut immer so, als wären die angewandten Pestizide ungefährlich für Mensch und Tier.
Aber regelmäßige Anwednung von Pestiziden reichert diese im Boden an.
Früher hatte man das selbe Problem mit DDT und Atrazin. Sind die heutigen Mittel besser ? Oder werden wir nur eingeschläfert, weil die industrielle Landwirtschaft dann nicht mit chinesischen Preisen mithalten kann ?
Und übrigens: Die Natur hat viele Tricks um ihre Kräuter auch für diese Mittel immun zu machen. Und was dann ? Wieder ein anderes Mittel, das von Bayer und Monsanto entwickelt wurde zum Wohle der Menschheit ?

Hans Holtz, Freitag, 15.September, 19:33 Uhr

5. Reine Wahlkampftaktik.

Wenn das auch nicht der schlechteste Vorsatz der Grünen ist zu ihren sonstigen Phrasen, wäre es mir lieber, die Grünen würden sich halbieren. Und uns somit zukünftig im Bundestag nie mehr auf die Nerven gehen können. Ach, wäre das wundervoll...

M, Freitag, 15.September, 14:58 Uhr

4. Richtig!

Die Grünen sind offensichtlich die einzige Partei, die verstanden hat, was uns Menschen mittelfristig ausrotten wird und die den Zeitpunkt hinausschieben will, wann das passiert!

Bauern vergiften in Europa systematisch Grund, Boden und Wasser! Und das um Ihren Profit zu mehren! Dieser Profit wird obendrein zu großen Teilen vom Steuerzahler über Subventionen finanziert! Und das bringt uns auch viele Flüchtlinge weltweit, weil deren Staaten nicht so hoch subventionieren können.

Dieselautos ohne ausgefeilte Reinigungstechnik töten heute schon an den belasteten Straßen! Leider ist das nur statistisch so und da können manche immer noch sagen, das trifft ja mich nicht!

Unser Braunkohleabbau verstärkt die Aussmasse der Hurrikane und zerstört Florida, Texas, und trifft vor allem die armen Leute in der Karibik!

Warum zum Teufel sind so viele Leute so unwillig diese einfachen Zusammenhänge Zu verstehen?

  • Antwort von ich, Freitag, 15.September, 15:33 Uhr

    Würden sie das dreifache für Lebensmittel ausgeben??? Lebensmittel müssen für die Menschen billig sein!!! Billige Produktion heißt hald Chemie einsetzen!!! Wie hat es in Rom früher geheißen:gebt ihnen Brot und Spiele und sie sind still. Spiele= Urlaub Autos usw.

  • Antwort von Xaver Haller, Freitag, 15.September, 16:13 Uhr

    @ ich: Und deswegen dürfen wir unsere ganze Umwelt vergiften? Der Atomstrom wurde uns auch einmal als billig und unverzichtbar von unseren Politikern verkauft. Atomstrom wird der teuerste Strom den man sich vorstellen kann. Milliardenkosten bis in alle Ewigkeit. Frau Merkel hat noch dafür gesorgt, dass Milliarden Entschädigung bezahlt werden muss.

  • Antwort von AS, Freitag, 15.September, 16:22 Uhr

    @ von ich: bitte nicht immer das Argument, dass ja Bio so teuer ist und es sich nicht jeder leisten kann. Gehen Sie Sie mal zu "Geiz ist geil" und Co und schauen Sie was heute permanent für neue Handys und sonstigen Elektroschrott ausgegeben wird. Meine Nachbarn beziehen Hartz 4 und leisten sich einen Hund und eingekauft wird dann das Billigzeugs vom Supermarkt!?! Kann ja jeder machen wie er will, aber für das, was ein Handy kostet (vielleicht alle 2/3 Jahre) kann ich mir schon viel qualitativ hochwertige Lebensmittel kaufen. Und dann konsumier ich auch das, was ich gekauft habe und schmeiße es dann hinterher nicht weg. Wir Deutschen schmeißen zig Kilos an Lebensmitteln jedes Jahr weg.
    Beim Benzin oder Diesel fragt auch keiner was es kostet, Hautpsache die Räder rollen......

  • Antwort von Michael D., Sonntag, 17.September, 15:11 Uhr

    M, die Bauern tun das natürlich mit voller Absicht. Und die Erde ist eine Scheibe... Wissen Sie, was Populismus ist? Genau das, was Sie hier verbreiten! Wenn das Essen so schädlich wäre, gäbe es nicht so viele sehr alte Leute in diesen Breiten. Denn da hätte dieses enorme Gift in den bösen Nahrungsmitteln längst viele Opfer gefordert. Dabei sind die Bestimmungen nirgends schärfer, als in unserem Land. Genau so, wie beim Diesel wird völlig unnötig Panik durch Grüne und Linke verbreitet. Woanders sind die Schadenswerte bedeutend höher, aber in Deutschland wird ständig das Massensterben beschworen!

  • Antwort von Wolfgang, Montag, 18.September, 09:16 Uhr

    @ M, alles richtig, aber die Konsequenz ist, auf der Erd ist eben langfristig ( nachhaltig ) nur Platz für 2 MRD Menschen, der Stand von 1935 etwa.

    Und 4 bis 5 Generationen mit nur ca. 1,5 Kindern je Frau im Durchschnitt machen das möglich, ohne Milliarden Menschen umzubringen.

    Siehe "Georgia Guidstones"!

    Grüne "Gutmenschen" wollen aber jedes Jahr 1 Mio zusätzliche Bewohner für Deutschland aus Afrika importieren. ( evtl. auch nur 500 000 )

Martina, Freitag, 15.September, 14:57 Uhr

3. Grüne sind sehr wichtig, weil sie reale Fakten direkt und ungeschönt ansprechen

@Dieter #2: Ihren Beitrag kann man ganz einfach so zusammenfassen: Wir wollen als Verbraucher unsere Bequemlichkeit beibehalten und keinen eigenen Beitrag zur Verbesserung der ökologischen Situation unseres Planeten leisten. Die Grünen sprechen eben reale Fakten und Wahrheiten aus, für die man sich von seiner Bequemlichkeit verabschieden müßte, um an diesen Realitäten etwas zu ändern und diese zu verbessern. Verbraucher wie sie, lieber Dieter haben daran aber kein Interesse nach dem Ego-Motto: Ist doch egal, in welchem Zustand wir unseren nachfolgenden Generationen den Planeten zerstörter und verdreckter hinterlassen - was schert mich die (Um-) Welt, ich fahre weiter meinen dreckigen Diesel....

  • Antwort von IH, Freitag, 15.September, 17:56 Uhr

    Ob Sie es mögen oder nicht, ich bin nicht bereit, für manche Sachen, die z.T. durch halb europa gekarrt wurden, aber "Bio" sind, also eine hübsche Verpackung mit hübschen Siegeln haben, das doppelte oder dreifache zu zahlen. Habe ich einen Bauern im Dorf, wo ich genau sehen kann, wie er wirtschaftet? Gerne. Da zahle ich auch 2 euro für den Liter Milch. Ansonsten bin ich ziemlich sicher, wenn wir nicht das maximale aus den Böden holen, können wir die wachsende Weltbevölkerung schlicht nicht ernähren. Momentan vllt schon, in Zukunft wohl eher nicht.

    Ansonsten ist es verdammt nochmal nicht der Diesel, der der Böse ist, sondern a) Übermotorisierung und b) unvernünftiges Fahrverhalten durch unnötige Kurzstrecken. eine Technik ist immer nur so schädlich wie ihr Anwender.