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Herbstklausur der bayerischen Grünen Arbeitspapier zum ländlichen Raum

Am zweiten Tag ihrer Klausur beschäftigt sich die Grüne Landtagsfraktion mit einem Positionspapier zum ländlichen Raum. Klares Problem auf dem Land: die Anbindung an Ballungszentren, mangelnde Infrastruktur und der Rückgang von Bildungseinrichtungen.

Von: Peter Kveton

Stand: 15.09.2016

Aus Sicht der Grünen wird das Landleben erschwert, durch längere Arbeitswege, fehlende Lebensmittelgeschäfte, Ärzte und Bildungseinrichtungen. In einem entsprechenden Arbeitspapier fordern die Grünen unter anderem eine Mobilitätsgarantie auf dem Land, eine ausreichende, ortsnahe, medizinische Versorgung sowie Gemeinschaftsschulen, um eine weiterführende Bildung ortsnah sicher zu stellen.

Für eine bessere Nahversorgung mit Lebensmitteln soll eine strengere Regelung von Verkaufsflächen sorgen: Großen Einkaufsmärkten auf der grünen Wiese soll ein Riegel vorgeschoben werden. Außerdem wollen die Grünen Dorfläden unterstützen, die zusätzlich auch Bank- und Postdienste anbieten.

Die Landflucht der Jugendlichen

Viele Jugendliche in Bayern, die auf dem Land leben, wollen ihren Heimatort verlassen. Das hat eine Studie ergeben, die die bayerischen Grünen in Auftrag gegeben haben. Deshalb steht die Zukunft des ländlichen Raumes im Mittelpunkt der Herbstklausur. Die Klausur steht unter dem Motto "Gleiche Chancen – egal, wo du in Bayern lebst". Laut Fraktionschefin Margarete Bause wollen die Grünen Strategien entwickeln, wie die Landflucht eingedämmt werden kann.

Ohne Auto so gut wie aufgeschmissen

Neben Jobs und Einkaufsmöglichkeiten darf es auch nicht an Verkehrsmöglichkeiten fehlen. Daher denken die Grünen an eine Mobilitätsgarantie. Denn in vielen Orten verkehren kaum mehr Busse und Bahnen.


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