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Daten-Wolke Google drängt auf den deutschen Cloud-Markt

Aus den großen Cloud-Rechenzentren sind Daten jederzeit und von überall aus schnell verfügbar. Nun drängt mit Google ein weiterer Wettbewerber auf den deutschen Cloud-Markt. Bedenken bleiben beim Datenschutz.

Von: Florian Regensburger

Stand: 06.12.2017

3.000 IT-Experten und Wirtschaftsvertreter diskutieren heute bei Googles "Cloud Summit" in der Münchner Messe über die Möglichkeiten des Cloud-Computings: Unternehmens-IT, die man nicht mehr in der eigenen Firma betreibt, sondern in die Cloud auslagert.

Günstig und sicher - so das Versprechen

Es geht um automatische Datenverarbeitung und Anwendungen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz - für die Industrie 4.0, für das Internet der Dinge aber auch für ganz normale kleine und größere Unternehmen. Künftig können sie ihre IT-Systeme oder Teile davon auch in die Cloud von Google auslagern und dort günstig und sicher betreiben - so das Versprechen.

Guter Schutz vor Hackern inklusive

So laufen komplizierte Berechnungen auf leistungsstarken Computern, die die Unternehmen dann nicht mehr selbst vorhalten, sichern und warten müssen. Die Daten sind gut vor Hackern geschützt und dank Googles geballter Rechenzentrums-Power weltweit in Sekundenbruchteilen abrufbar. Die Unternehmen sparen Aufwand und Kosten für eine umfangreiche eigene IT.

Mit Google drängt ein weiterer US-Konzern auf den deutschen Cloud-Markt - neben Amazon und Microsoft, die dieses Feld bislang vor allem besetzen.

Google will für Kunden vor Gericht ziehen

Doch wie steht es um den Datenschutz, wenn wieder einmal ein US-Gericht die Herausgabe auch im Ausland gespeicherter Kundendaten verlangt? Google verspricht, hier im Ernstfall auch für seine Kunden vor Gericht zu ziehen. Wem das nicht reicht, dem stehen Cloud-Anbieter mit Sitz in Deutschland wie die Telekom oder Spacenet als Alternativen zur Verfügung.


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