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GIF-Suchmaschine Giphy will künftig an Werbung verdienen

GIFs, die animierten Bildchen, sagen mehr als tausend Worte und werden massenhaft über soziale Medien geteilt. Daraus will die beliebteste Suchmaschine für GIFs, Giphy, jetzt Kapital schlagen, erklärt PULS-Netzreporterin Anna Bühler im Audio.

Stand: 06.08.2017

Giphy will in Zukunft an Werbung Geld verdienen. Wie genau Reklame in der hippen App mit dem coolen Design untergebracht werden soll, ist noch nicht ganz klar. Doch es gibt erste Anzeichen, in welche Richtung es gehen könnte.

Datenbank und Suchmaschine für GIFs

Zum Thema Wut findet Giphy jede Menge GIFs - unter anderem mit Tom und Jerry.

Das Dateiformat GIF ist schon rund 30 Jahre alt. Zum großen Hype wurden die kleinen Bewegt-Bildchen aber erst durch Facebook und andere soziale Medien. Freudige Erleichterung erfüllte die Social-Media-Gemeinde, als unlängst auch Whatsapp endlich GIFs in seinen Chats zuließ. Seit vier Jahren gibt es Giphy - eine Art Datenbank und Suchmaschine für GIFs - das nun profitabel werden möchte.

Zu beinahe jedem beliebigen Suchbegriff findet Giphy das passende Bild, das genau genommen eigentlich ein kurzes Video ist. Von nur einer Sekunde bis schon mal einer halben Minute oder mehr kann die Spieldauer betragen. Sucht man zum Beispiel nach Anger, also englisch Zorn, dann spuckt Giphy unter anderem eine Szene aus Tom und Jerry aus, in der Kater Tom mit einer Bratpfanne hinter Maus Jerry her ist.

Werbung direkt im GIF geplant

GIFs zum Thema Auto gibt's schon eine Menge, bald möglicherweise auch mit Werbung.

Diese thematische Kategorisierung könnten sich nun Werbekunden zunutze machen: Interessiert sich zum Beispiel jemand für GIFs zum Thema Auto oder Strand, könnte er entsprechende Werbung präsentiert bekommen. Oder man sucht ein GIF, um seiner müden Stimmung Ausdruck zu verleihen und man erhält eine Werbung eines Kaffee-Anbieters.

In welcher Form die Werbung einmal daherkommen könnte, ist noch nicht klar. So könnte es bald gesponserte GIFs geben - also statt eines Banners in der App Werbung direkt im GIF. Giphy-Gründer Adam Leibsohn erklärte, dass man zum Beispiel mit Entertainment-Firmen bereits in Verhandlungen stehe, die möglicherweise mit GIFs für Filme, Serien oder Computerspiele werben könnten.

Besonders erfolgversprechend erscheint dabei die Aussicht, dass Werbe-GIFs - so sie denn auch tatsächlich lustig oder unterhaltsam sind - in sozialen Medien wie Messengern von den Nutzern dann tausend- oder millionenfach geteilt werden.


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