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Neuer 50-Euro-Schein Fälscher haben es künftig schwerer

Heute präsentiert die Bundesbank-Filiale München den neuen 50-Euro-Schein, der am 4. April 2017 ausgegeben wird. Seine Einführung ist laut EZB die jüngste Maßnahme zur Steigerung der Fälschungssicherheit der Euro-Banknoten.

Von: Claudia Steiner

Stand: 20.03.2017

Der 50-Euro-Schein der zweiten Euro-Banknotenserie enthält ein neues und innovatives Sicherheitsmerkmal: das Porträt-Fenster. Dieses war erstmals auf dem 20-Euro-Schein der neuen Europa-Serie zu sehen. Betrachtet man den Geldschein gegen das Licht, so erscheint im durchsichtigen Fenster am oberen Ende des Hologramms ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa, das von beiden Seiten der Banknote zu erkennen ist. Das gleiche Porträt erscheint auch im Wasserzeichen.

"Smaragd-Zahl"

Auf der Vorderseite des Scheins befindet sich zudem die glänzende „Smaragd-Zahl“. Diese verändert beim Kippen der Banknote ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau. Außerdem bewegt sich ein Lichtbalken auf der Zahl auf und ab. Dank dieser Sicherheitsmerkmale lasse sich die Echtheit der neuen 50-Euro-Geldscheine nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ leicht überprüfen, so die EZB. Derzeit werden Faltblätter zur neuen Banknote an drei Millionen Verkaufsstellen im Euroraum verschickt, damit sie sich mit dem neuen Schein vertraut machen können.

Die neuen Sicherheitsmerkmale

Euro als stabile Währung wahren

Die Einführung neuer Banknoten sei Teil der fortlaufenden Bemühungen, den Euro als stabile Währung zu wahren, die von 338 Millionen Menschen im Euroraum tagtäglich genutzt wird. Die schrittweise Einführung der zweiten Generation von Euro-Banknoten mit neuen und verbesserten Sicherheitsmerkmalen unterstreiche außerdem, dass das Eurosystem an Bargeld als sicherem und effizientem Zahlungsmittel festhalte, hatte die EZB bereits zuvor betont.

50-Euro-Schein am häufigsten verwendet

Der 50-Euro-Schein wird übrigens am häufigsten verwendet: 45 Prozent des Euro-Banknotenumlaufs entfallen auf diese Stückelung. Die Zahl der im Umlauf befindlichen 50-Euro-Scheine übersteigt die Gesamtzahl der 5-Euro-, 10-Euro- und 20-Euro-Banknoten. 2002 wurde das Euro-Bargeld erstmals in Verkehr gegeben. Heute ist die Zahl der umlaufenden 50-Euro-Banknoten nahezu genauso hoch wie damals die Zahl aller umlaufenden Stückelungen zusammen.


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Kommentare

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Lutz Schnelle, Montag, 20.März, 11:14 Uhr

3. Falschmünzer

Mein Falschgeld - 50 Euro Scheine - habe ich von der Dame am Sparkassenschalter bekommen. Natürlich habe ich das nicht bemerkt. Erst als eine Verkäuferin aufschrie und die Polizei kam, war mir klar, was geschehen war.
Die Spurensicherung funktionierte natürlich nicht, obwohl Zeit und Ort der Abhebung nachgewiesen waren.
Später erzählte mir eine Dame in einem Geschäft, daß auch sie schon unter Verdacht stand mit Falschgeld. Sie hatte es aus dem Bankautomaten der Sparkasse gezogen.

Wir beide sind frei gesprochen worden vom Tatverdacht eines in Umlaufbringens. Aber das Geld war weg und die Sparkasse blieb unbehelligt.

Alles in allem ist die Methode genial, denn die Sparkasse ist to big to jail. da lohnte sich sogar eine hauseigene Druckerei.

B.Dieter, Montag, 20.März, 11:10 Uhr

2. Muster ohne Wert, der 50 € Schein.

Lohnt sich die Vorstellung von diesem neuem „Zettelgeld“ ohne reellen Wert überhaupt noch oder wäre es nicht besser gewesen lieber die Wahlen in Frankreich abzuwarten??
M.f.G.

Nicht Lustig, Montag, 20.März, 08:04 Uhr

1.

Euro als stabile Währung wahren .

Echt jetzt? Formal vielleicht, aber was ist mit den ganzen Risiken wie den Targetsalden und Anleihenaufkäufen, die den Euro und die EU künstlich am Leben halten.

Aber egal, vermutlich wird im Sommer 2017 auch dieser wie immer fälschungssichere Geldschein hervorragend kopiert worden sein und sich im Umlauf befinden.