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Grüne fordern mehr Geld - CSU signalisiert Entgegenkommen Frauenberatungsstellen chronisch unterfinanziert

Frauenhäuser und Notrufe seien chronisch unterfinanziert, beklagen die Frauenberatungsstellen in Bayern. Die Grünen werfen der Staatsregierung Gleichgültigkeit vor - und fordern jetzt deutlich mehr Geld vom Freistaat.

Von: Nikolaus Neumaier

Stand: 13.06.2017

Frau sitzt auf einem Bett in einem Zimmer im Frauenhaus | Bild: picture-alliance/dpa

Im Moment bekämen viele betroffene Frauen und Kinder nicht die Beratung, die sie bräuchten, klagt die frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Verena Osgyan. Sie sprichts von einer Schande und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Staatsregierung: Sie schaue bei Gewalt gegen Frauen und Kinder weg. Es fehlte der politische Wille zu helfen.

Eineinhalb Vollzeitkräfte für 120.000 Einwohner

Sabine Böhm, Sprecherin der landesweiten Arbeitsgemeinschaft der Frauennotrufe, kann die schwierige Situation bestätigen: Nach Angaben der Traumafachberaterin in Nürnberg sind die meisten der 32 ambulanten Beratungsstellen nur mit einer halben bis eineinhalb Vollzeitkräften besetzt. Dabei bräuchte man für 120.000 Einwohner zweieinhalb ausgebildete Fachkräfte. Besonders dramatisch ist die Lage auf dem Land.

Unsichere Finanzierung

Manchmal müssen betroffene Frauen bis zu 100 Kilometer fahren, wenn sie Hilfe brauchen. Ein Hauptproblem ist die unsichere Finanzierung der Beratungsstellen. So muss häufig Geld von Geldgebern wie der Aktion Mensch oder der ARD Fernsehlotterie eingeworben werden. In der Praxis bedeutet das, dass die Beratung auf der Strecke bleibt, weil zu viel Zeit für die Verwaltung aufgebracht werden muss.

"Wir schicken keine Frau weg, aber theoretisch müssten wir das tun."

Sabine Böhm, Sprecherin der landesweiten Arbeitsgemeinschaft der Frauennotrufe

Nach Böhms Vorstellungen sollte nun die Staatsregierung mehr Geld locker machen, um die Beratung auszubauen.

4-5 Millionen gefordert

Die Grünen werden da konkreter. Sie fordern 4-5 Millionen Euro mehr pro Jahr, um Frauenhäuser und Beratungsstellen auszubauen:

"Wir haben weite Teile Bayerns gerade im ländlichen Raum, in denen entweder gar keine Beratungsstellen existieren oder so unterfinanziert sind, dass sie nur wenige Stunden in der Woche tätig werden können. Wir brauchen vor allem Mittel, um die Beratungsstellen vernünftig finanziell ausstatten zu können."

Verena Osgyan, frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag

CSU deutet Unterstützung an

In der CSU-Fraktion verwies man darauf, dass vor allem Kommunen und Kreise zuständig seien. Der Sozialexperte Joachim Unterländer signalisierte aber Bereitschaft, die finanziellen Mittel aufzustocken:

"Wenn die Einrichtungsträger, die kommunalen Spitzenverbände, das Sozialministerium einen Weg sehen, wie das gemacht werden soll, dann werden wir die entsprechenden Initiativen starten und unterstützen."

Joachim Unterländer (CSU), Vorsitzender des Sozialausschusses

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Berthold Sonnemann, Dienstag, 13.Juni, 21:28 Uhr

13. Die Gewalt geht von der Amtspolitik aus

Frauen, wie auch Männer, schützt man optimal nicht mit Geld, sondern indem man fremde Völker nicht wegen Erdöl chronisch bombardiert, denn dort leben auch Frauen und Männer. Krieg ist auch eine Art der Vergewaltigung. Man macht nicht aus niederen Beweggründen wie etwa aus automobiler Konsumsucht (die oft genug im Stau stecken bleibt) mittels Bomben und unerbetenen Militäreinmärschen fremde, zuvor wohlgesinnte Menschen wütend; es ist verbrecherisch, ihnen die Heimat zu zerstören und sie zu vertreiben. Ohne diese amtspolitischen Verbrechen gäbe es hierzulande weder reaktiven Bomben-Dschihadismus noch reaktiven Sexual-Dschihadismus.

  • Antwort von Leo Bronstein, Dienstag, 13.Juni, 23:18 Uhr

    @ Berthold Sonnemann
    >Frau ... dismus.<

    .
    D. Kopten in Ägypten haben weder irgendein Land bombardiert, noch e. Bündnis mit Ländern eingegangen, welche andere Länder bombardieren, noch haben die Kopten andere Länder wirtschaftlich ausgenutzt, ausgebeutet, ...

    ... und trotzdem werden ständig Kopten durch Moslems getötet.

    .
    Die Jesiden haben weder irgendein Land bombardiert, noch ein Bündnis mit Ländern eingegangen, welche andere Länder bombardiert, noch haben die Jesiden andere Länder wirtschaftlich ausgenutzt, ausgebeutet, ..

    ... u. trotzdem wurden und werden Jesiden von Moslems verfolgt, getötet und Jesidinnen als Sexsklavinen missbraucht.

    .
    Ägypterinnen haben kein Land ausgebeutet, versklavt, ausgenützt, haben nicht Kriege wegen Erdöl geführt, ...

    ... u. trotzdem wurden auf dem Tahir Platz in Kairo ca. hundert Frauen vergewaltigt.
    zeit(de), 03.07.13 >Fast 100 sexuelle Übergriffe am Tahrir-Platz<

    .
    Ihre Argumente, sind aus meiner Sicht, nur eins.
    Erbärmlich

  • Antwort von B. Hagen, Mittwoch, 14.Juni, 01:18 Uhr

    @ Leo Bronstein:
    Die Mohammdaner sind nach Jahrzehnten mörderischer westlicher Einmischung verbittert und überempfindlich; wer nicht klar auf ihrer Seite steht, könnte ein US-Agent oder US-Kollaborateur sein, wie etwa auch die BRD-Regierung oder manche NGO. In den USA werden täglich im Durchschnitt 3 Menschen pro Tag von der Polizei erschossen, also rund 900 Getötete pro Jahr. Ein solches Land sollte erst mal sich selber in Ordnung bringen, ehe es andere Länder in Unordnung bringt. Am Ende sind wegen politischer Wüstlinge oft Frauen die Leidtragenden, denn sie haben die Getöteten geboren.

  • Antwort von Truderinger, Mittwoch, 14.Juni, 11:12 Uhr

    Herr Sonnemann, das ist jetzt schon sehr komplexes Denken, das Sie den hier zahlreich vertretenen Problembürgern abverlangen. Die haben nämlich ein sehr schlichtes Weltbild: Deutscher Mann gut, alles andere schlecht! Siehe Leos Kommentar:-)

Wolfgang, Dienstag, 13.Juni, 21:06 Uhr

12. Ganz sachlich gefragt, wozu braucht es Frauenhäuser?

Ernthaft gefragt, ohne Emotionen, rein sachlich:

1. Ich glaube nicht daß die potentiellen "Kunden" alles Einzelkinder ohne Schwager, Schwägerin, frühere Bekannte, gute Arbeitskollegen usw. sind, niemanden haben um mal eine Woche unterzutauchen.

2. Es gibt immer noch die Jugendämter, auch auf Bezirksebene die verpflichtet sind bei "Gefahr im Verzug" unverzüglich auch in einem anderen Ort, Dorf, Stadt für eine kindergeeignete wohnung zu sorgen.

3. Es gibt die Option ( Beispiel ) als in Memmingen gefährdete Mutter mit Kindern eine Fahrkarte nach Markdrewitz, Arolsen oder Wernigerode zu kaufen, hinzufahren und mit der dortigen Sozialbehörde aufgrund Driglichkeit eine Unterkunft zugewiesen zu bekommen, samt Platz in der Schule für Kinder, Möbel usw.

Und in Memmingen erfährt keiner wo die Halbfamlie jetzt lebt.

Alles in der Annahme es gibt einen gewalttätigen rachsüchtigen Ex-Partner.

  • Antwort von Mann ohne Empathie , Dienstag, 13.Juni, 21:47 Uhr

    Wolfgang ganz sachlich gefragt, warum gibt es Männer die ihre Freuen verprügeln?
    Ganz sachlich gefragt, warum kommentieren sie immer wieder solche Beiträge, für die ihnen jegliches Gefühl und Wissen abgeht ?

  • Antwort von Katja, Dienstag, 13.Juni, 23:03 Uhr

    Ganz sachlich gefragt: Warum kehren misshandelte, drangsalierte Frauen, die bereits in Frauenhäusern in Sicherheit waren, zu ihren prügelnden Männern zurück?

  • Antwort von Leo Bronstein, Dienstag, 13.Juni, 23:23 Uhr

    @ Mann ohne Empathie
    >Wolfgang ganz sachlich gefragt, warum gibt es Männer die ihre Freuen verprügeln?<

    .
    Mann ohne Empathie ganz sachlich gefragt, warum sind ca. 50% der Frauen in Frauenhäuser Migrantinnen?
    .bmfsfj(de), >Bericht der Bundesregierung zur Situation der Frauenhäuser, Fachberatungsstellen und anderer Unterstützungsangebote für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder<

  • Antwort von Truderinger, Mittwoch, 14.Juni, 10:52 Uhr

    Leo, ich hätte eine Erklärung: Deutscher Versager heiratet ausländische Frau, weil die seiner Meinung nach weniger widerspenstig sind. Ausländische Frau wehrt sich zu seiner Überraschung doch. Deutscher Versager prügelt ausländische Frau.

  • Antwort von Frau mit Empathie , Mittwoch, 14.Juni, 11:52 Uhr

    @ Katja
    Diese Antwort würde Seiten füllen.
    Um das zu verstehen muss man wohl die Lebensgeschichte dieser Frauen kennen.
    Eines ist bestimmt nicht vorhanden, Selbstbewußtsein.
    Viele kommen selbst aus zerrütteten Familien, in der Gewalt vorherrschend war.
    Genauso wie geschlagene Kinder sich vornehmen, ihren Kindern das nie anzutun
    und dann kläglich scheitern. Da kann nur noch psychologische Hilfe und viel
    Beistand diesen Teufelskreis durchbrechen.

Rosl, Dienstag, 13.Juni, 19:06 Uhr

11. Frauenversteher Truderinger

... ist aus seiner Shisha-Bar nach Hause gekommen, die Anzahl der Kommentare beweist es. Da hat er wohl mal wieder etwas komisches geraucht.

  • Antwort von Truderinger, Dienstag, 13.Juni, 23:28 Uhr

    Röschen, in der Shisha-Bar fallen uns Gender-TürkInnen immer die besten Posts gegen Sie ein. Nafürlich ziehen wir uns davor eine Flasche Raki rein, solange die Scharia uns das erlaubt. Kommen Sie einfach vorbei. Wir sind lauter lebensfrohe MannInnen, FrauInnen und haben auch für RosInen einen freien Platz:-D

PS_ED, Dienstag, 13.Juni, 16:58 Uhr

10. Ganz einfach Herr Unterländer!

Sie sitzen in verantwortungsvoller position, treten Sie an ihre parteiführung heran, dass die Notfalls die gesetze ändert, dass sie mal eben die fehlenden million locker machen können!

Der Vorteil dfabei wäre Ihr parteikollege Herr Söder müsste dann weniger hinsichtlich des Länderfinanzausgleichs weinen!

Die Opposition wird ihnen bei der gesetzesänderung geren helfen!

Also worauf warten Sie?

Alexander, Dienstag, 13.Juni, 16:33 Uhr

9. Missbrauch

Es wäre einmal angebracht, auch die Gewalt, die Frauen gegen Männer und Kinder anwenden einmal näher zu beleuchten. Das Märchen von den bösen, prügelnden Männern und den armen, wehrlosen weiblichen Opfern ist bei näherer Betrachtung nicht immer haltbar. In Frauenhäusern und entsprechenden Beratungsstellen werden Frauen auch gerne mal zu Falschanzeigen motiviert, da jede betreute Frau zusätzliche finanzielle Zuwendungen zur Folge hat....

  • Antwort von Truderinger, Dienstag, 13.Juni, 18:34 Uhr

    Solche Fälle mag es geben, aber sie stehen in keinem Verhältnis zur Gewalt gegen Frauen! Eine Frau, die Ihren Schmarrn liest, bekommt vermutlich gerade Brechreiz! Und nicht nur die!

  • Antwort von Alexander, Dienstag, 13.Juni, 19:19 Uhr

    Liebe Trude Ringer! Nur weil Sie die Sonne mit einem Finger zudecken, ist sie deswegen aber noch nicht verschwunden. Dass ihre ideologische Verblendung sie taub gegenüber den Realitäten macht, weiß inzwischen das ganze Forum.

    Liebe Grüne ähhh Grüße

  • Antwort von Mutterprobleme, Dienstag, 13.Juni, 21:03 Uhr

    Alexander
    Immer wieder ihre Frauenverachtenden Kommentare. Für ihre Mutter können diese schwer misshandelten Frauen nichts. Suchen sie sich endlich einen Spezialisten.
    Das erspart uns solche Kommentare,

  • Antwort von Truderinger, Dienstag, 13.Juni, 23:12 Uhr

    Lassen Sie es sich von einem konservativen bayrischen MANN sagen: Man muss kein Grüner sein, um ihr Frauenbild widerlich zu finden!