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Hintergründe unklar Frau erschossen - Polizei-Dienstwaffe gilt als Tatwaffe

In Thüringen ist eine Frau erschossen worden - mit der Dienstwaffe eines Polizisten. Der Beamte arbeitete zuletzt in Bayern. Er wurde festgenommen.

Von: mdr Thüringen

Stand: 12.01.2018

Im thüringischen Bad Langensalza ist eine Frau mit einer Dienstpistole der Polizei erschossen worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mühlhausen steht der 22 Jahre alte Freund der Frau unter Verdacht, den Schuss abgefeuert zu haben. Er soll mit der Dienstwaffe eines Bekannten geschossen haben, der wie er aus Bad Langensalza stammt und als Beamter der Bundespolizei zuletzt am Flughafen München eingesetzt war.

Der tödliche Schuss fiel in der Nacht zum Freitag in der Wohnung des mutmaßlichen Schützen, wo sich alle drei aufhielten. Eine Polizeisprecherin hatte am Freitagmorgen mitgeteilt, die Polizei sei kurz nach Mitternacht über den Notruf informiert worden. Beamte hätten die Frau tot in einem Bett gefunden. Die beiden Männer waren erheblich alkoholisiert. Nach MDR-Informationen sollen Promillewerte von 1,8 und 2,4 gemessen worden sein - ob im Blut oder im Atem, ist offen. Beide Männer wurden festgenommen

Möglicherweise Unfall

Ob es sich um ein Tötungsdelikt handelt oder um ein Unglück, ist offen. Die beiden Männer sollen bei ihrer Vernehmung zunächst angegeben haben, mit der Dienstwaffe hantiert zu haben. Dabei habe sich ein Schuss gelöst und die Frau in den Oberkörper getroffen. Die Ermittler prüfen nun anhand der Spuren, ob diese Version stimmt. Außerdem werden die Männer weiter vernommen. Die Leiche der Frau sollte noch am Freitag obduziert werden.


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