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Innovationsstandort Deutschland Luft nach oben

Deutschland ist als Innovations- und Forschungsstandort gut, aber noch nicht gut genug; so lässt sich das Gutachten der Expertenkommission zusammenfassen. Vor allem gelte es nun, neue und ehrgeizigere Ziele zu definieren.

Von: Janina Lückoff

Stand: 15.02.2017

Forschung und Entwicklung (Symbolbild) | Bild: picture-alliance/dpa

In den vergangenen zehn Jahren sei das deutsche Wissenschaftssystem durch Maßnahmen wie den Hochschulpakt, die Exzellenzinitiative und den Pakt für Forschung und Innovation gestärkt worden, loben die Experten der Kommission Forschung und Entwicklung; außerdem wurde das Drei-Prozent-Ziel erreicht: Für Forschung und Entwicklung werden also drei Prozent des Bruttoinlandproduktes ausgegeben.

Experten fordern nächsten Schritt

Nun seien ehrgeizigere Ziele notwendig, um Herausforderungen wie die Umsetzung der Klimaschutzziele oder den digitalen Wandel meistern zu können, so die Experten. So sollte Deutschland künftig 3,5-Prozent des Bruttoinlandproduktes aufwenden und die Fördermittel im Bereich Digitalisierung verdoppeln.

In zehn Jahren sollte Deutschland zu den führenden Nationen im Bereich der digitalen Infrastruktur gehören. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen müssten in den Fokus genommen werden, beispielsweise durch eine steuerliche Forschungsförderung - um eine „digitale Spaltung“ im Unternehmenssektor zu verhindern, mahnt die Kommission. Bundeskanzlerin Merkel hat die Vorschläge bei der Übergabe des Gutachtens begrüßt und bekräftigt: Man werde das Möglichste tun.


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