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Mehr Plätze im A380 Airbus' Eleven

Schon seit Jahren gilt der Airbus A380 als Ladenhüter - zuletzt fanden sich gar keine Käufer mehr für das größte Passagierflugzeug der Welt. Doch nun hat der Konzern nun eine Neuauflage seines Flaggschiffs vorgestellt - und die soll deutlich effizienter sein. Nicht zuletzt, weil künftig enger bestuhlt wird. Von Stephan Lina

Von: Stephan Lina

Stand: 20.06.2017

Innenansicht eines Airbus A380 | Bild: picture-alliance/dpa

Wenn Fluggesellschaften für eine Reise im Airbus A380 werben, dann zeigen sie zumeist Luxus: Duschen bei Emirates, zimmerartige Kabinen mit Butler-Service bei Etihad. So viel Platz und Verwöhnservice gibt es allerdings nur für Passagiere der teuren Klassen. Economy-Reisende dagegen erleben den Superjumbo vor allem als Massen-Transporter.

Elfter Platz statt Stauraum

Künftig dürfte es noch enger werden. Airbus verspricht seinen Kunden deutlich mehr Effizienz. Das bedeutet in der Luftfahrt vor allem, dass die Fluggesellschaften den vorhandenen Raum optimal ausnutzen. Bisher sind in der Economy-Klasse im A380 zehn Passagiere pro Sitzreihe üblich. Nun wirbt Airbus damit, elf Plätze in jede Reihe quetschen zu können. Im Gegenzug sollen unter anderem Staufächer an den Seitenwänden verschwinden. Damit können Airlines ihre Auslastung auf einen Schlag deutlich steigern.

Auf den Trend, immer mehr Reisende in die Flieger zu schichten, setzt auch Boeing. Der US-Konzern hat eine verlängerte Version seines Bestsellers 737 angekündigt. Wesentliches Verkaufsargument ist hier ebenfalls, dass mehr Sitze in die Maschine passen.


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Jörg, Dienstag, 20.Juni, 19:12 Uhr

3. Mehr Plätze im A380

Das bedeutet alles enger, Knie auf Anschlag, mit einem Wort: Sardinen-Klasse

Der logische Matty, Dienstag, 20.Juni, 14:48 Uhr

2. Airbus Eleven

Anstelle der funktionierenden Airbus Modelle zu erweitern, sollte man bei Airbus erst mal dafür Sorgen, das der A 400 M (M wie Mängel) funktioniert.

Das Leihschwein, Dienstag, 20.Juni, 08:55 Uhr

1. Größenwahn und Fehlentscheidung auf Kosten der Steuerzahler

Die ganze Airbusindustrie wurde mit Milliarden Steuergelder subventioniert. Bleibt ein Geheimnis von EADS/Airbus/Regierungen wie viele Flugzeuge man verkaufen muss nur um die Subventionen wieder herein zu holen. Bei solch großen Geschäften, wo es um Milliardensummen geht rechnen Fluggesellschaften genau. Da zählt alles auch Schmiergelder die grundsätzlich in irgendeiner Form fließen. Nur den Minderverbrauch pro Passagier des Airbus bei voller Auslastung als Verkaufsargument vorzuschieben halte ich für nicht überzeugend eher schon günstige Finanzierungen. Fluggesellschaften rechnen Minderverbrauch gegen Rabatt, günstige Finanzierung, günstige Leasingraten, Kreditabsicherung durch den europäischen Steuerzahler, Wartungsarbeiten auf Kosten von Airbus gegen, und entscheiden dann. Airbus ist das beste Beispiel wie ineffizient Konzerne arbeiten, wenn unternehmerische Entscheidungen ausschließlich nach politischen Proporz entschieden werden.