38

Firefox 57 Feuerfuchs verspricht Sicherheit

Der Firefox Nummer 57 für Windows, Mac und Linux steht im Netz. Ein Quantensprung in Sachen Geschwindigkeit sei er, brüsten sich die Entwickler von der Mozilla-Foundation, und haben ihm deshalb den Beinamen Quantum gegeben.

Von: Achim Killer

Stand: 17.11.2017

Firefox und Kokurrenten | Bild: picture-alliance/dpa

Er ist wirklich schneller geworden, der neue Feuerfuchs. Das liegt daran, dass er die vielen Prozessorkerne, die man mittlerweile im PC hat, gleichmäßig ausnutzt.

Browser nutzt viele Kerne

Auf jeden Prozessorkern packt der Firefox 57 einen sogenannten Prozess, also eine Rechenaufgabe. Das war bisher schon so. Aber jetzt haben die Programmierer des Firefox 57 die Prozesse noch einmal aufgeteilt – in so genannte Threats. „Wir setzen jetzt eine Technik ein, die sich Multithreading nennt“, sagt Mark Mayo von der Mozilla-Foundation, „dadurch können die Prozesse selbst auf mehrere Kerne verteilt werden.

Neue Sprache gegen Sicherheitsprobleme

Und sicherer ist er geworden, der neue Feuerfuchs. Eine eigene Programmiersprache hat Mozilla für ihn erfunden: RUST. Die verhindert sogenannte Pufferüberläufe, Buffer-overflows. Das bedeutet: Wenn ein schlampig programmiertes Stück Software im Internet mehr Daten bekommt, als es verarbeiten kann, dann schreibt es die irgendwohin im Arbeitsspeicher des Computers. Und Hacker mit sehr viel krimineller Energie – das ist dann schon die hohe Schule der Bösartigkeit – die sind in der Lage, die überzähligen Daten just so auszuwählen, dass sie wie ein Schadprogramm wirken. RUST nun, die Programmiersprache, in der der neue Feuerfuchs geschrieben ist, verhindert, dass überzählige Daten irgendwo rumstehen, wo sie nicht hingehören. Firefox-User sollten die neue Version installieren.


38

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Gunni, Freitag, 24.November, 13:48 Uhr

4. jetzt funktioniert mein FTP Server nicht mehr ...

Danke fürs Update. Mit der neuen Version Firefox Quantum funktionieren die Addons nicht mehr.
Brauche nun Ersatz für Fire FTP, was in der alten Version noch problemlos lief.

Schorsch, Samstag, 18.November, 17:13 Uhr

3. Für Profis so nicht brauchbar!

Die Stärke der Mozilla-Browser ist ihre Erweiterbarkeit mit Addons. Ich habe testweise die neue Version installiert und genau die Hälfte der installierten Erweiterungen wurde - ohne daß dies gemeldet wurde - abgeschaltet. Es ist frech, die (miese) Kompatibiliät nicht vor der Installation zu prüfen. Da es keine Downgrade-Funktion gibt, hilft nur, auf den FTP-Server der mozilla.org zu gehen, sich duch die Firefox-Verzeichnisse zu hangeln und den bisherigen FF 56.02 über FF 57 zu installieren. Das geht. Die automatischen Updates muß man dann abschalten (auf längere Zeit ist das schlecht). Als Addon-Nutzer sollte man deshalb Nägel mit Köpfen machen und diese Version 57 durch das »Extended Service Release« (ESR), ersetzen, das es auch auf dem Mozilla-FTP-Server gibt. ESR ist die stabile Version des Firefox und momentan noch auf Stand V52. Bis zum ESR-Versionssprung auf 57 gibt es dann auch alle Addons.
V 57 macht zudem auch einen parallel installierten portablen FF-ESR platt: Murks hoch 3

  • Antwort von Joachim F., Montag, 20.November, 07:39 Uhr

    Klugsch*ßer mag keiner!

  • Antwort von Olaf-Theris, Mittwoch, 22.November, 14:40 Uhr

    Schrecklich, wenn sich Profis nicht mehr zu helfen wissen. ;-)

InternetBrowser, Samstag, 18.November, 17:09 Uhr

2. Alternativer Browser für Deutschland

Wie kann es sein, dass man in einem Land wie der BRD die jedes Jahr mehr als 13 Milliarden Euro für Forschungseinrichtungen wie die Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer Institute, Helmholtz Gesellschaft usw. neben den 60 Milliarden Euro für Universitäten ausgibt, nur Internet Browser von amerikanischen Unternehmen oder eine Alternative wie den Firefox der Mozilla Stiftung zur Wahl hat.

Aber wie immer ist auf die Deutsche Telekom AG verlass, die schon 2 Millionen Downloads weltweit für Ihren Telekom Browser vorzuweisen hat, der auf dem Firefox basiert.

http://www.t-online.de/computer/browser/

  • Antwort von Jo, Samstag, 18.November, 19:58 Uhr

    Es gibt noch dutzende Alternativen.

  • Antwort von Internetstatistiken, Samstag, 18.November, 21:49 Uhr

    Es gibt keinen nennenswerten Internet Browser aus Deutschland.

    Entsprechend Internetstatistiken wie statista.de wird in Deutschland überwiegend Apple Safari, Google Chrome, Microsoft Internet Explorer und der Firefox Internet Browser genutzt.

Arnold, Samstag, 18.November, 14:36 Uhr

1. Firefox mit annähernd Lichtgeschwindigkeit unterwegs ;-)

Ist bereits in Betrieb und muss sagen, perfekt gelungen. Ultraschnell, selbst mit meinen oft tausend geöffneten Tabs.
Allerdings funktionieren alte Add-ons nicht mehr, z.B. No-Script. Die arbeiten aber bereits dran.

Die Info mit der eigenen Programmiersprache wusste ich noch nicht und die Widerstandsfähigkeit gegen Stapelüberlauf.
Sehr gut, trotzdem bleibt es bei der Mehrbrowserstrategie wie sie Mike Kuketz beschrieben hat.

  • Antwort von 187, Sonntag, 19.November, 17:15 Uhr

    Kann ihnen nur zustimmen!