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Gianni Infantino neuer FIFA-Präsident "Ich will eine neue Ära einläuten"

Gianni Infantino ist neuer Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA. Der 45-Jährige Schweizer setzte sich beim außerordentlichen FIFA-Kongress in Zürich im zweiten Wahlgang gegen seine drei verbliebenen Gegenkandidaten durch.

Stand: 26.02.2016

Der bisherige Generalsekretär der Europäischen Fußball-Union (UEFA) beerbt damit den gesperrten Joseph S. Blatter (79), der 17 Jahre lang an der FIFA-Spitze gestanden hatte. Infantino setzte sich im zweiten Wahlgang mit 115 der abgegebenen Stimmen gegen Asiens Verbandschef Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (50/Bahrain), Prinz Ali bin Al Hussein (40/Jordanien) und Jérôme Champagne (57/Frankreich) durch.

Im ersten Wahlgang erreichte keiner der Kandidaten die nötige Zweidrittel-Mehrheit. Der Südafrikaner Tokyo Sexwale hatte als ursprünglich fünfter Bewerber seine Kandidatur in letzter Minute vor dem ersten Urnengang zurückgezogen.

DFB: "Froh und erleichtert"

DFB-Interimspräsident Rainer Koch

Der DFB-Interimspräsident Rainer Koch hat die Wahl von Gianni Infantino zum neuen Boss ausdrücklich begrüßt. "Wir sind froh und erleichtert, dass Gianni Infantino gewonnen hat und der europäische Fußball weiter starken Einfluss nehmen kann", sagte Koch. Zusammen mit dem Reformpaket mache das Mut und gebe Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

FIFA will Vertrauen zurück gewinnen

Vor der Wahl des neuen Präsidenten hatte der FIFA-Kongress heute Mittag ein umfangreiches Reformpaket verabschiedet. Es sieht unter anderem eine Machtbeschränkung für den Präsidenten und die Exekutivmitglieder vor. 197 von 207 Verbänden stimmten dafür. Infantino hat nach seiner Wahl zum FIFA-Präsidenten deshalb den Beginn einer neuen Zeitrechnung für den Fußball-Weltverband angekündigt.

"Ich will eine neue Ära bei der FIFA einläuten, bei der der Fußball wieder ins Zentrum rückt."

FIFA-Präsident Gianni Infantino

Mit der Reform will der Weltverband die politische von der ökonomischen Entscheidungsebene trennen. Zudem gilt für den FIFA-Präsidenten und die Mitglieder des neuen Rats, der das umstrittene Exekutivkomitee ablösen soll, eine Beschränkung auf drei Amtszeiten à vier Jahre. Sie müssen sich vor Amtsantritt einem externen Integritätscheck unterziehen, ihre Gehälter werden offengelegt.

"Wir müssen eine Botschaft an die Welt richten, eine Botschaft der Einheit", sagte zuvor Interimspräsident Issa Hayatou, der den gesperrten und scheidenden Amtsinhaber Joseph Blatter vertrat. Der Kameruner schwor die Landesverbände auf die notwendigen Umstrukturierungen ein.

Turbulentes Jahr für die FIFA

Die FIFA hat ein turbulentes Jahr hinter sich: Im Mai 2015 nimmt die Schweizer Polizei auf Drängen der amerikanischen Justiz mehrere hochrangige FIFA-Funktionäre fest und setzt damit den größten Skandal der FIFA seit ihrem Bestehen in Gang. Der Vorwurf der Ermittler: bei der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften nach Russland (2018) und Katar (2022) soll es Betrug, Geldwäsche und Erpressung gegeben haben.

Knapp ein Jahr später sind FIFA-Chef Blatter und UEFA-Chef Platini suspendiert, mehrere FIFA-Funktionäre in Haft und die FIFA verordnet sich umfangreiche Reformen. Durch die beschlossenen Reformen, wird Gianni Infantino einer anderen Organisation vorstehen, als sein Vorgänger Blatter.

Chronologie des FIFA-Skandals


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Lotte anonym, Donnerstag, 03.März, 18:11 Uhr

1. Asylgeschäft deutschland

Das für die 700.000. Mio Euro für arabische und Balkan Länder sowie die budesregierung von der gescheiterten Merkel Seehofer Politik das eigene Land zu Grunde geht gefällt weder Deutschland noch Ungarn Östereich Polen tscheslowakei und ist nicht akzeptabel das die auf unseren Kosten Leben . Die Grenzen zu Europa schließen . No go