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Der "Fair Finance Guide" gibt Auskunft Wie fair ist meine Bank?

Viele Kunden wollen mehr als ein kostenloses Girokonto, wenn sie sich für eine Bank entscheiden: Sie wollen wissen, was man dort mit ihrem Geld macht, wie verantwortungsvoll man damit umgeht. Doch die Geldinstitute halten sich bedeckt. Der "Fair Finance Guide" soll hier Abhilfe schaffen.

Von: Anja Keber

Stand: 15.11.2016

Pflanze sprießt zwischen Münzstapeln | Bild: picture-alliance/dpa

Das Schweigen der Banker muss ein Ende haben – fordert die Nicht-Regierungs-Organisation Facing Finance. Laut Forsa-Umfragen wollen 72 Prozent der Deutschen es genau wissen: Wie verwenden die Banken die Kundengelder? Wird auch in Rüstung, die Klimazerstörung in Steuerfluchtgeschäfte investiert? Antworten gibt der Fair Finance Guide, der zehn deutsche Banken auf soziale und ökologische Gesichtspunkte hin untersucht hat.

Wenig ethische Bedenken

Die Ergebnisse: Beim Thema Klimawandel bewegen sich die Banken kaum und schneiden recht schlecht ab. Beispiel Landesbank Baden-Württemberg: Hier gibt es keine Ausschlusskriterien in Bezug auf den klimaschädlichen Energieträger Kohle. Bei der Rüstungsindustrie zeigen Deutsche Bank und Postbank wenig Berührungsängste – das gibt Minuspunkte.

Bei einer ganzen Reihe der untersuchten Banken fehlt es zudem an ausreichenden Richtlinien, um Steuerflucht zu vermeiden, so etwa Commerzbank, Deutsche Bank, DZ-Bank, LBBW und HypoVereinsbank.

Positiv schneiden übrigens die GLS Bank und die Triodos Bank ab. Sie konnten mit über 90 Prozent die Bewertungskriterien für eine soziale und ökologische Bank erfüllen.


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