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Nicht nur Steuerprobleme Fahrenschon zwischen den Sparkassen-Fronten

Nicht erst seit Bekanntwerden der Steuerhinterziehungs-Anschuldigung ist Sparkassenpräsident Fahrenschon in die Kritik geraten. Wieder ist es eine Landesbank, der er abwickeln muss, die Landesbank von Hamburg und Schleswig. Einige Sparkassenverbände kritisierten sein Krisenmanagement.

Von: Felix Lincke

Stand: 14.11.2017

Georg Fahrenschon  | Bild: picture-alliance/dpa/Rolf Vennenbernd

Wegen des Verkaufs oder Abwicklung der Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein HSH müssen die Sparkassen-Finanzgruppe und ihr Spitzenverband, der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), die Frage nach der Zukunft Georg Fahrenschons schnell lösen. Und eine monatelange Hängepartie um ihren Präsidenten können sie sich nicht leisten. Streit gab es um die HSH bereits viel. DSGV-Präsident Fahrenschon geriet dabei selbst in die Kritik und hatte große Schwierigkeiten beim Krisenmanagement. Das könnte auch ein Grund sein, warum einige Sparkassenverbände auf eine Ablösung von Fahrenschon drängen.

Die HSH ist als Marktführer für Schiffsfinanzierungen in eine schwere Schieflage geraten. Zurzeit geben private Interessenten Gebote für die HSH oder Teile der maroden Bank ab. Wenn eine Übernahme oder Privatisierung scheitert, fordert die EU-Kommission die Abwicklung.

HSH: Viele Sparkassenkunden könnte viel Geld verlieren

Die Sparkassen haben ihren Kunden für viele Milliarden Euro Anleihen der HSH verkauft, die dann wertlos werden könnten. Außerdem befinden sich Sparkassen und Landesbanken in einem Haftungsverbund, der bislang immer funktioniert hat. Um das Schlimmste zu verhindern, könnten die Sparkassen und Landesbanken bei der HSH also noch einmal gefordert sein.

Darüber gibt es viel Unmut in der Finanzgruppe; denn es ist nicht der erste Sanierungsfall in der Schifffahrtskrise. Ähnliche Probleme gab es bereits bei der NordLB und bei der Bremer Landesbank.


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