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"Aus Verzweiflung FDP, AfD oder Merkel" Ex-AfD-Chefin Petry will mit "Blauen Partei" CSU-Wähler locken

Gut drei Wochen nach ihrem Austritt aus der AfD hat Frauke Petry die Gründung einer neuen Partei angekündigt. Mit "Die Blaue Partei" wirbt sie um enttäuschte Wähler aus dem konservativen Spektrum der CSU.

Stand: 13.10.2017

Ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry | Bild: dpa/picture-alliance/Sven Simon

Blau stehe für konservative, aber auch freiheitliche Politik in Deutschland und in Europa, sagte Petry in einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Außerdem habe die Farbe zuerst die CSU in Bayern populär gemacht. Daran gelte es bundesweit anzuknüpfen.

Mit dieser Äußerung gibt Petry schon einen Hinweis darauf, wen sie mit ihrer neuen "Blauen Partei" erreichen will: Konservative Wähler aus dem rechten Parteienspektrum.

Orientierung an der CDU der Achtzigerjahre

"Etwa jeder dritte Deutsche würde sich gern für ein vernünftiges konservatives Politikangebot entscheiden, viele davon haben am 24. September aus Verzweiflung FDP, AfD oder gar nochmal Merkel gewählt."

Frauke Petry

Dabei will sich Petry auch an der konservativen CDU der Achtzigerjahre orientieren - etwa mit einem "Bürgerforum 'Blaue Wende'". Zu ihrem Austritt aus der AfD sagte Petry, ihr Mandat - auch wenn es mit Parteimitteln errungen wurde - sei kein Eigentum der Partei. Es gehe vielmehr um Loyalität dem Wähler gegenüber.

Petry war einen Tag nach der Bundestagswahl aus der AfD-Bundestagsfraktion und später auch aus der Partei ausgetreten. Sie gehört dem Bundestag als fraktionslose Abgeordnete an.


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Martin, Freitag, 13.Oktober, 14:50 Uhr

12.

Ganz egal, ob das was wird mit dieser Blauen Partei (der Name ist furchtbar) - ich persönlich würde einer Petry, die sich mit ihrem (seit langer Zeit im Geheimen geplanten) absichtlich öffentlichkeitswirksam produzierten Abgang aus der vorherigen Partei (unter Mitnahme der Mitgliedsdaten) derart kaltschnäuzig, arglistig und unfair benommen hat, nicht weiter trauen als ich einen Amboss werfen kann.
Wer garantiert denn, dass sie ein derartiges Verhalten in der neuen Partei nicht genauso an den Tag legt, wenn ihr irgendwas nicht passt? Dazu noch einen Herrn Pretzel, der bereits in der Vergangenheit durch unloyales Verhalten gegenüber Parteimitgliedern aufgefallen ist... Nein, das wäre keine Partei für mich mit diesen beiden "Chefs".

  • Antwort von Erich , Freitag, 13.Oktober, 15:06 Uhr

    Das wird ein Rohrkrepierer. Ich verstehe nicht, was diese Frau reitet. Die macht ihre Arbeit der letzten Jahre kaputt. Schade darum. Hätte soe sich lieber mal Lukes Weg angesehen. Wer meint in einer AfD diktatorische Verhaltensweisen einführen zu müssen, wird an der Basisdemokratie scheitern. Die gilt auch für die aktuelle sowie alle folgenden Führungspolitiker

Uwe, Freitag, 13.Oktober, 14:36 Uhr

11.

Meine Güte, blau steht ganz allgemein für Vertrauen. Daher hat die CSU, ARAL, BMW etc blau in ihrem Logo. Auch an der Farbe des Hosenanzugs Merkels oder dem Kleid der Queen ist sehr gut abzulesen, um was es an dem Tag geht. Blau, wenn man Vertrauen wecken will, rot, wenn man kämpferisch ist (AfD, SPD) usw. Oder die Oberhemden von Bankern - immer blau. Ein alter Hut, den jeder Psychologe und jeder Werbefachmann kennt. Also entweder will Frau Petry mal wieder alle für dumm verkaufen, von wegen "Blau stehe für konservative, aber auch freiheitliche Politik", oder sie ist es selber. Da ich mir sicher bin, dass sie sich mit entsprechenden Fachleuten beraten hat, trifft wohl ersteres zu. Leute für dumm verkaufen können die Rechten ja auch besonders gut.

Wolf, Freitag, 13.Oktober, 13:50 Uhr

10. Die Konterrevolution frisst ihre Kinder ;-)

Super,die NPD 2.0 (ehemals AfD) zerlegt sich selbst,weiter so!

Hans, Freitag, 13.Oktober, 13:29 Uhr

9. "Blaue Partei"

Vor vielen Jahren gab es doch schon mal eine "Blaue Partei".

Deren Redner trat in Köln regelmäßig zwischen November und Februar in den besten Veranstaltungshallen auf!

Erich, Freitag, 13.Oktober, 11:46 Uhr

8. Frau Petry hat grosse Verdienste für die AfD

Ihr jetziges Verhalten kann ich nicht nachvollziehen. Oftmals sind Frauen nach einer Geburt ein Rätsel.
Jeder Mann der schon mal Vater wurde, weiß was ich meine.
Und mit den Grünen und Murksel und in die Fresse Nahles wird sie schon nicht stimmen.

  • Antwort von Alexander K., Freitag, 13.Oktober, 12:09 Uhr

    Ja, Herr Erich, das ist halt der Nachteil der sozialen Linken - die kann Empathie ...