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Umstrittenes Abkommen EU will Atomdeal mit Iran nicht neu verhandeln

US-Präsident Trump fordert Korrekturen am Atomdeal mit dem Iran - ihm schwebt eine Frist von 120 Tagen für Nachverhandlungen vor. Anderenfalls wollen die USA wieder Sanktionen in Kraft setzen. Die Europäische Union aber hält am ursprünglichen Abkommen fest.

Von: Ralph Sina

Stand: 13.01.2018

Auch das 120-Tage-Ultimatum von Donald Trump ändert nichts an der Haltung der EU: Die Außenbeauftragte Federica Mogherini sieht keinerlei Chance, den Atomvertrag mit dem Iran nachzuverhandeln. Das Abkommen stehe, werde umgesetzt und erfülle die vereinbarten Ziele, betont Mogherinis Chefdiplomatin und Iran-Expertin Helga Schmid, die das Atomabkommen mit Teheran über Jahre verhandelt und geschrieben hat. Die Chance, den Vertrag nach zu verhandeln oder gar komplett neu zu verhandeln ist nach ihrer Einschätzung gleich null.

Nukleares Wettrüsten bei Scheitern des Atomdeals?

Nur wenn der Atomdeal mit Teheran nicht durch neue US-Sanktionen ausgehöhlt wird, sieht die EU-Außenbeauftragte die Chance, in einem zweiten getrennten Abkommen auf die Beschränkung beziehungsweise Einstellung iranischer Rakententests hinzuarbeiten. Wenn Trump aber seine Drohung wahr macht und nach dem 120-Tage-Ultimatum durch Sanktionen zum Beispiel Ölverkäufe durch den Iran blockiert, sieht die EU das gesamte Atomabkommen gefährdet.

Ohne dieses Abkommen ist es nach Einschätzung von Federica Mogherini und ihrer Iran-Expertin Helga Schmid nur eine Frage kurzer Zeit, dass sich Teheran atomar bewaffnet und mit Saudi-Arabien ein nukleares Wettrüsten beginnt.


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Kommentare

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Peter, Sonntag, 14.Januar, 08:39 Uhr

3. A bisserl Fakenews zum Atomdeal?

Trump und den Iran bashen... da freut sich mancher, gell?

Lieber lassen wir mal weg , oder gar verschweigen wir, dass der Iran, noch vor Trump, annerkanntermasen alle Verpflichtungen zur Aufhebung der Sanktionen erfüllt hat!
Warum es weiterhin Sankionen gibt fragen sie sich?
Tja, das hat mit dem Friedensnobelpreisträger Obama zu tun...
Der hat die Sanktionen einfsch verlängert.

Der selbe Obama übrigens der die EU zu drastischen Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland gedrängt hat.

... und die nun auf dem russischen Markt fehlenden Produkte einfach durch amerikanische Waren ersetzt.
Oder in klaren Worten: Er liefert gerne an das böse russische Regime! Nutzt ja seiner Volkswirtschaft.

Cosi , Samstag, 13.Januar, 22:26 Uhr

2. Tumpeltier. ..

Er hat mal wieder verbal zugeschlagen.
Ist doch nichts neues und schreckt niemand mehr vom Hocker.
Jede Woche ein dummer Spruch aus USA Nordkorea und der Türkei.
Die Lachnummern der Saison.
Niemand kann dieses Kasperletheater mehr ernst nehmen.

Wilfried Polack, Samstag, 13.Januar, 19:15 Uhr

1. IRAN - usa

Jede Woche eine neue Drohung der USA. Braucht die usa einen Kreig? Ich hoffe, daß die Europäer auf fallen nicht darauf rein. auch nicht im Rahmen der Nato.