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Das EU-Energie-Paket Zwischen Verbraucher-Interesse und Klimazielen

Das Energie-Paket der EU-Kommission soll ganz viel auf einmal leisten: Zum einen soll es sicherstellen, dass die Europäer ihre Klimaziele erreichen, zum anderen sollen aber auch die Verbraucher zufrieden gestellt und nicht durch zu hohe Kosten überfordert werden.

Von: Kai Küstner

Stand: 30.11.2016

Duschkopf | Bild: colourbox.com

Unter anderem will die Kommission den Europäern ein Energie-Einsparziel verschreiben: Erreicht werden soll dies unter anderem durch mehr Wärmedämmung bei Gebäuden. Dass sie sich an bestimmte Stromfresser aus dem Alltag - wie Duschköpfe, Kaffeemaschinen und Toaster – vorerst nicht heranwagen würde, hatte die Kommission bereits versprochen. Sie will sich nicht dem Verdacht aussetzen, alles regeln zu wollen.

Vorteile für Verbraucher

Während aus Brüsseler Sicht die Europäer mit den neuen Vorschlägen Weltmeister beim Ausbau der Erneuerbaren Energien bleiben, ziehen Umweltschützer genau dies ein Zweifel: Die Pläne würden den Siegeszug der Öko-Energie-Träger in Frage stellen – deren Ausbau werde jäh gebremst, so die Kritik. Verbraucherschützer sehen im Brüsseler Energie-Paket hingegen durchaus eine Chance: Kunden könnten in Zukunft verständlichere Stromrechnungen erwarten. Auch werde es einfacher, den Anbieter zu wechseln, lobt die Europäische Verbraucher-Organisation BEUC.

Viel Energie wird die EU-Kommission nun in den kommenden Monaten, vielleicht auch Jahren, darauf verwenden, in Verhandlungen mit Einzelstaaten und Parlament die Pläne auch wirklich in die Tat umzusetzen. Umweltschützer, Verbraucher, Hauptstädte – sie alle werden dabei mitreden wollen.

  • ARD-Korrespondent Kai Küstner | Bild: WDR/Markus Krüger Kai Küstner

    Seit 2013 ist Kai Küstner Korrespondent im ARD-Studio Brüssel.


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