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Flughafen Frankfurt Erneute Sammelabschiebung nach Afghanistan

Flüchtlingsverbände kritisieren eine für heute geplante Sammelabschiebung nach Afghanistan. Nach Medienberichten soll am Frankfurter Flughafen ein entsprechender Abschiebe-Flug starten. Auch in Bayern lebende Afghanen sind betroffen.

Von: Antje Dörfner

Stand: 06.12.2017

Mit diesem Charterflug wurden etwa 50 abgelehnten Asylbewerber im Dezember 2016 zurück nach Afghanistan gebracht. | Bild: picture-alliance/dpa

Vom Frankfurter Flughafen aus sollen erneut Menschen nach Afghanistan abgeschoben werden, auch Afghanen aus Bayern. Die Staatsregierung breche mit dieser Abschiebung Absprachen, kritisieren der Bayerische Flüchtlingsrat und der ökumenische Verein "matteo – Kirche und Asyl". Bayern schiebe nicht ausschließlich Gefährder oder Straftäter ab, sondern auch gut integrierte, unbescholtene Menschen.

Abschiebung trotz Ausbildung

Dem Bayerischen Flüchtlingsrat sind neun betroffene Afghanen bekannt. Auf mindestens zwei treffe auch die Kategorie "Identitätstäuscher" nicht zu. Amtsgerichte hätten es abgelehnt, die Männer in Abschiebegewahrsam zu nehmen, weil die Anträge nicht ausreichend begründet seien. Einer der beiden Afghanen mache in Lichtenfels eine Ausbildung und solle in sein Herkunftsland zurückkehren, obwohl Innenminister Joachim Herrmann zugesagt habe, Auszubildende nur in Extremfällen abzuschieben.

Protest in Bayreuth

Der Bayerische Elternverband forderte das Innenministerium auf, diese Abschiebung zu unterlassen. Der andere Afghane lebt seit sechs Jahren in Bayreuth und sei gut integriert, teilte der Flüchtlingsrat mit. Aus Protest gegen die Sammelabschiebung findet am Vormittag in Bayreuth eine Demonstration vor der zentralen Ausländerbehörde statt.


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Augustinus, Mittwoch, 06.Dezember, 09:36 Uhr

6. Natürlich kritisieren,protestieren und demonstrieren sie

Alle diese "Flüchtlingsverbände" sind doch entweder bezahlte Helfer oder nützliche Idioten der Flüchtlingsindustrie. Diese verdient sich doch dumm und dämlich an der derzeitigen Situation und jeder abgeschobene Asylbewerber bedeutet weniger Geld in deren Kassen. Aber wenn es nach der SPD, den Grünen und den Linken ginge, wäre ja für ausreichend Nachschub gesorgt. Im Gegenzug erhalten diese dafür wahrscheinlich erhebliche Schmiergelder (Verzeihung, das ist ein Tippfehler, ich wollte eigentlich Parteispenden schreiben).

Charvari, Mittwoch, 06.Dezember, 09:14 Uhr

5. Ein weiterer Skandal

von der antiChristlich aSozialen Union. Weiter so!

winfried, Mittwoch, 06.Dezember, 08:41 Uhr

4. Erneute Sammelabschiebung nach Afghanistan ... Klingt wie eine "Siegesmeldung"

... doch weiter im Bericht werden lediglich 9 Abzuschiebende genannt. ... Ob DER Menge stockt mir der Atem.
Und was die 2 "Strittigen" angeht, der Flüchtlingsrat kann doch "Ersatz" benennen ... und ... rechtzeitig "besorgen".

Übrigens, die Wortschöpfung "Sammelabschiebung" ist bereits bei 2 Personen nicht gelogen. Einfach genial !!!

Wolfgang, Mittwoch, 06.Dezember, 08:38 Uhr

3. In diesem dicht besiedelten Land brauchen wir keine Neubürger importieren.

Und Afghanistan mag Unruhe und Brgerkrieg im Land haben. Man mag auch streiten ob die NATO-Armeen dort friedensfördernd sind oder mit ihrem Geld für Dienstleistungen mehr oder weniger direkt Terrorgruppen finanzieren.

Wenn aber in dem Land ungefähr ähnlcih viele Personen durhc Verkehrsunfälle zu Schaden kommen wie durch Terror, dann kann man nicht sagen Abschiebung in den sicheren Tod.

Übrigens sind die Lebensverhältnisse dort so gut daß in den letzten 10 Jahren die Bevölkerung von 25,9 Mio auf 34,6 Mio zunahm.

Mehr als 1/3 in 10 Jahren ist kein Zeichen von Not, Elend und Lebensgefahr.

Politmuffel, Mittwoch, 06.Dezember, 08:23 Uhr

2.

Ein Armutszeugnis für fehlende Initiativen „etablierter“ Politiker. In Wahrheit treibt hier die AfD die Regierenden vor sich her. Eine Schande für die Repräsentanten unserer angeblichen Werte. Auch mit christlichen Werten lässt sich dieses Verfahren nicht vereinbaren. Die Angst vor der kommenden Wahlniederlage verhindert humanitäres Denken und Handeln. Und Angst ist kein guter Ratgeber. Wo soll das alles nur enden?

  • Antwort von wolfgang, Mittwoch, 06.Dezember, 09:39 Uhr

    Widerspruch:
    Sollen doch die jungen Männer dort die Bundeswehr ablösen und das Land befrieden.

  • Antwort von winfried, Mittwoch, 06.Dezember, 09:47 Uhr

    @Politmuffel ... Genau Ihr Prinzip, nämlich Rechtsstaatlichkeit nicht anzuerkennen, "befeuert" meine "Begeisterung" für die AfD.