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Grenzregion zwischen Iran und Irak Erdbeben: Irans Präsident verspricht schnelle Hilfe

Über acht Tausend Verletzte und über 400 Tote. Die Bilanz des schweren Erdbebens ist verheerend. Die iranische Regierung wolle "schnellstmöglich" auf die Not der Opfer reagieren. Auch Hilfe aus Bayern ist unterwegs.

Von: Jonathan Schulenburg

Stand: 14.11.2017

Zerstörte Häuser in Sarpol-e Zahab. Bagger räumen den Schutt weg | Bild: picture-alliance/dpa/Fatemeh Bahrami

Zehntausende Menschen verbrachten in der iranischen Provinzhauptstadt Kermanschah bei Temperaturen um den Gefrierpunkt die zweite Nacht in Folge im Freien. Irans Präsident Ruhani sagte, er habe das Militär, alle Regierungsstellen und Hilfsorganisationen zur Zusammenarbeit aufgerufen. Nach offiziellen Schätzungen wurden 12.000 Wohnhäuser zerstört und 15.000 weitere beschädigt. Sieben Städte und knapp 2000 Dörfer sind von dem Beben am Sonntagabend betroffen.

Zahl der Toten gestiegen

Ein Sprecher der iranischen Rettungskräfte sagte, die Suche nach Überlebenden unter den Trümmern nähere sich dem Ende. Im Iran stieg die Zahl der Toten nach Angaben der Behörden bis Dienstag auf 430, mehr als 7400 Menschen wurden verletzt. Im Irak starben laut dem Roten Halbmond neun Menschen, rund 330 wurden verletzt.

Hilfe aus Bayern

Die internationale Hilfe läuft an. Auch "humedica" aus Kaufbeuren schickt Unterstützung. Ein Ärzteteam soll heute Abend Richtung Iran losfliegen. Das sechsköpfige Team wird sich nicht nur um die medizinische Akutversorgung der Verletzten kümmern, sondern versucht auch, die basismedizinische Versorgung zum Beispiel von Älteren oder Schwangeren zu gewährleisten.


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