28

Landesamt für Statistik Energiewende: Stromerzeugung in Bayern sinkt

Bayern produziert immer weniger Strom. Der Anteil der erneuerbaren Energien steigt dabei allerdings. Das hat das Landesamt für Statistik errechnet.

Von: Lorenz Storch

Stand: 14.11.2017

Das ehemalige Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld  | Bild: Nicolas Armer/dpa

Bayern produziert inzwischen weniger Strom, als es selbst verbraucht und ist zunehmend auf Lieferungen aus anderen Bundesländern angewiesen. Dieser Trend hat sich im vergangenen Jahr weiter fortgesetzt: Weil das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld vom Netz ist, sank die bayerische Stromerzeugung 2016 im Jahresvergleich um mehr als 5 Prozent.

Strom aus erneuerbaren Quellen wurde in Bayern 3,5 Prozent mehr produziert – im Jahr 2016 kam vor allem noch merklich zusätzliche Windenergie ins Netz.

Die Alternativen: Mehr Importieren oder Stromsparen

Für die Zukunft prognostiziert der Verband der Bayerischen Energie und Wasserwirtschaft eine zunehmende Abhängigkeit Bayerns von außerhalb produziertem Strom, zumal der Stromverbrauch in Bayern wahrscheinlich steigen wird - unter anderem wegen der Elektroautos und zunehmender Heizung durch Wärmepumpen.

In den vergangenen Jahren allerdings haben die Stromsparbemühungen im Freistaat durchaus Erfolge gezeigt: In den Jahren 2012 bis 2014 ging der bayerische Stromverbrauch – wie seit gestern klar ist – moderat zurück. Vorher hatte der Freistaat wegen eines Statistikfehlers für diese Jahre einen steigenden Stromverbrauch ausgewiesen.


28

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Paul, Dienstag, 14.November, 18:46 Uhr

22. Genauere Zahlen

"Weil das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld vom Netz ist, sank die bayerische Stromerzeugung 2016 im Jahresvergleich um mehr als 5 Prozent."

Genauere Zahlen in GWh:
Erzeugung 2012 93720, 2013 90852, 2014 88289, 2015 86242, 2016 81527
Verbrauch 2012 86162, 2013 85267, 2014 83212

thorie, Dienstag, 14.November, 18:42 Uhr

21. "....Stromerzeugung in Bayern sinkt..."

bayern wird von den fähigsten und gebildesten köpfen in zusammenarbeit mit ihren ami.... sry--- beratern regiert!

bayern wird also bald weniger strom brauchen ! punkt!!

= das ende der amigo-csu !

Oliver M., Dienstag, 14.November, 18:34 Uhr

20. Blöde Frage...

Warum eigentlich erzeugen wir in den Ländern, in denen die Sonne zum Überfluss scheint, nicht Wasserstoff und Sauerstoff, karren das Zeug dann dorthin, wo daraus Turbinen angetrieben werden und wieder Strom erzeugt wird?
- nicht realisierbar?
- zu wenig Ertrag im Verhältnis zum Aufwand?
- nicht gewünscht, weil mit anderen Energieträgern deutlich mehr Geld verdient wird?
- ...
Wasser haben wir im Überfluss, Sonne in vielen dünn besiedelten Regionen auch.
Aber eines ist sicher: wenn wir Menschen - getrieben von Eigennutz, Kapital, Gewinn und Wachstum - so weiter machen, fallen wir sehr schmerzhaft auf die Schnauze ... Vielleicht ist das aber auch die Voraussetzung für einen Neustart - einem globalen Resettaster gleich, der uns alle auf NULL setzt ...

drexler, Dienstag, 14.November, 18:25 Uhr

19. Energeiwende

Wieso muss man aus der Energiewende eigentlich eine Energiewenden Ralley machen? Wieso müssen unsere Kernkraftwerke so knall auf fall von Netz?
Weder müssen wir Tsunamies noch grosse Erdbeben fürchten. Mit ein paar Jahren mehr Laufzeit könnte man sich an eine geplante Energiewende machen, ohne diesen Blindflug, der jetzt schon einige jahre anhält, Milliarden kostet undletztlich die Versorgungssicherheit gefährdet. Bezüglich der Alternativen stellt sich mir immer wieder die Frage, wieso Wasserstoff derart vernachlässigt wird. Durch sie Produktionsspitzen an Strom bei den Offshore Anlagen hätte man mehr als genügend Energie, um Wasserstoff herzustellen. Den kann man durch Leitungen, Tankwagen überall hin verbringen und absolut sauber verbrennen. Das ist der Energieträger der Zukunft! Hir wird alternativ erzeugter Strom sinnvoll verwendet, weil der Wasserstoff ein super Energiespeicher ist, und als Puffer die Schwankungen bei der Stromherstellung abfedert.

Egon, Dienstag, 14.November, 16:51 Uhr

18. Milchmädchen-Rechnungen ......

Wie damals, als man Baden-Württemberg mit Rheinland-Pfalz verglich, was den Windkraftanteil betraf. Da hatte Rheinland-Pfalz 10%, während es in Baden-Württemberg nur 1% war. Dabei war zu dem Zeitpunkt eine Erzeugungsleistung in BaWü von konv. Kraftwerken inklusive Wasserkraft von 10000 MW vorhanden. Mehrere Großanlagen von >500MW vorhanden. Schaut5 man nach RLP, ist dort das größte Kraftwerk eine GuD-Anlage bei 'nem chemischen Betrieb in Ludwigshafen. Wenn die installierte und benutzte konventionelle Erzeugung abnimmt, nimmt natürlich der Anteil der Erneuerbaren mit jeder Anlage deutlich zu. Ist doch ganz einfach. Übrigens dürfte die bayrische Erzeugung bereits mitte 2015 gesunken sein, denn schon damals war Grafenrheinfeld vom Netz ! 3weitere Großanlagen mit >1200 MW folgen in den nächsten 5 Jahren noch. Mal sehen was die Statistik daraus macht ........