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Elvis-Erbstreit Nachlassverwalter können Teilerfolg verbuchen

Der unumstrittene "King of Rock'n'Roll" soll seinerzeit von seiner Plattenfirma ausgebeutet worden sein. Die Rechtsnachfolger kämpfen seit Jahren um Nachzahlungen. Jetzt sind sie einen kleinen Schritt weiter.

Stand: 18.07.2013
Archivbild von Elviy Presley. Undatiert mit Doppelbelichtung. | Bild: picture-alliance/dpa

Im Münchner Prozess um das Millionenerbe von Elvis Presley hat die Firma Elvis Presley Enterprises, an der Elvis' Tochter Lisa Marie Presley beteiligt ist, einen Teilerfolg errungen. Das Oberlandesgericht München entschied, dass die Plattenfirma "Arista Music" Auskunft darüber geben muss, in welchem Umfang seit April 2008 in Deutschland Elvis-Titel veröffentlicht und verwertet wurden sowie über die damit erzielten Umsätze und Gewinne. Damit ist nicht ausgeschlossen, dass die Elvis Presley Enterprises doch noch Nachzahlungen von der Plattenfirma bekommt. Die Höhe ist völlig offen. Das Gericht hat den Streitwert aber immerhin auf 3,34 Millionen Euro festgesetzt.

Der Vorwurf: Elvis wurde über den Tisch gezogen

Elvis Presley Enterprises verwaltet den Nachlass des "King of Rock 'n' Roll". Sie hat die Plattenfirma Arista Music (ehemals RCA Records) verklagt, die heute zu Sony gehört. Es geht um die Vermarktungsrechte an Songs wie "Heartbreak Hotel", "Jailhouse Rock" oder "Hound Dog" in Deutschland. Der Vorwurf: Elvis sei 1973 von seiner Plattenfirma über den Tisch gezogen worden und habe viel zu wenig an seiner Musik verdient. Damals hatte Elvis die Rechte an mehr als 1000 bis dahin aufgenommenen Songs an seine Plattenfirma RCA Records übertragen - für eine Einmalzahlung von damals 5,4 Millionen Dollar. Fast die Hälfte davon musste der "King" anschließend an seinen Manager abgeben. Im November 2011 war Elvis Presley Enterprises mit den Forderungen vor dem Landgericht München gescheitert. Die Firma Elvis Presley Enterprises zog daraufhin in die nächste Instanz.


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KingElvis, Sonntag, 21.Juli, 19:46 Uhr

10. @hut

@hut: danke für deine antwort! ich habe es auch nicht so gesehen, dass du elvis presles in frage stellen wolltest. lasse mich aber etwas dazu sagen!
na ja, dass elvis presley 1973/1974 nicht mehr ganz den zeitgeist entsprach, dass kann man sicherlich nicht sagen. immerhin war elvis presley noch immer der bestbezahlteste entertainer der welt und spielte ununterbrochen vor ausverkauften tourneen (alles nachzulesen). selbst eine große deutsche jugendzeitung schreibe damals noch in einen großen bericht, dass elvis presley noch immer der einzige king ist, und und noch immer sehr erfolgreich. übrigens ist elvis presley noch immer sehr erfolgreich, was plattenverkaufe angeht. ich kann dir da gerne infos senden, wenn du möchtest.
zum vertrag: der verkauf war natürlich nicht ein gutes geschäft - weder für elvis preslesy noch für deren manager (außer er arbeitete heimlich mit elvis-plattenfirma zusammen). es ist nicht meine aussage, sondern die aussagen von verschiedene musike-, undfinanzxperten, dass elvis presley hier übervorteil wurde. (mal nebenbei: als elvis presley starb wurden in den ersten 24 stunden 20 millionen platten verkauft, im ersten jahr seines todes, waren es 200 millionen - von deren einnahmen seine tochter so gut wie nie etwas bekommen hat, wegen diesen vertrag von 1973). bis heute hat - rca-bmg und heute sony-musik -milliarden mit der musik von elvis presley verdient, während elvis (der damals gutes geld damit verdiente) nichts bekam und seine erbin (lisa marie presley) nach experten aussage milliarden erbverlust gemacht hat.
und noch einmal! es sind nicht die elvis-erben, die hier klagen (seine erben haben nie geklagt - also seine tochter), sondern irgendwelche großfirmen, die die elvisrechte (ausgenommen die musikrechte, da sie seit 1973 bei rca bzw. jetzt bei sony liegen)gekauft haben. alleine sie klagen. lisa marie presley (die elvis-erben) haben damit gar nichts zu tun, auch wenn es immer gesagt wird.

hut, Sonntag, 21.Juli, 14:16 Uhr

9. @ KingElvis

Es geht mir keinesfalls darum, die Person Elvis Presley in irgend einer Form in Frage zu stellen. Genauso wenig wie Groß- und Kleinschreibung.

Aber die Nachfolger wollen nach 40 Jahren den Vertrag anfechten, und behaupten, Elvis wäre über den Tisch gezogen worden. Warum fällt ihnen dass nach 40 Jahren erst ein? Und auch als Nicht-Elvis-Experte weiß ich, dass sein Musikstil 1973/1974 noch viele Fans hatte, aber nicht mehr dem Zeitgeist entsprach. Ein Verkauf der Musikrechte zu dieser äußerst attraktiven Summe scheint mir ein gutes Management zu sein.

KingElvis, Samstag, 20.Juli, 05:10 Uhr

8. hut, pistolpete, Elvis

@hut: ob sich damals zwei parteien einig waren, das kann man aus verschiedenen richtungen sehen. sicherlich war elvis presley geschäftsfähig und konnte selbst entscheiden. fakt ist aber (was in der künstlerwelt normal ist), dass elvis presley manager, mit elvis-plattenfirma, diesen vertrag ausgehandelt hat, wobei elvis presley schon übern tisch gezogen wurde. er verkaufte elvis seine musikrecht damals viel zu günstig (übrigens: elvis manager war damals im vorstand von elvis presley plattenfirma). elvis presley verdiente damals sehr gut an seine musiktitel. es gab überhaupt keinen grund sie zu verkaufen.

@pistolpete: welche drogensucht meinst du? auch wenn es gerne von einige so dargestellt wird, so ist es absolut falsch, dass elvis presley jemals eine drogensucht hatte (er nahm nur einmal in sein leben LSD, um die wirkung auszuprobieren). ansonsten nahm elvis NIE drogen. er war "nur" medikamenten abhängig! nicht mehr und nicht weniger (alles sehr gut nachzulesen). und dass es nur um elvis-lebensstil ging, das ist auch falsch. schon einmal in graceland gewesen (elvis anwesend, wo er wohnte)? da kannst du sehr gut nachlesen, dass elvis presley ein riesiges vermögen gespendet hat (ein großteil seines geldes hat elvis presley gespendet). im gegensatz zu michael jackson, hat elvis es aber so gut wie nie öffendlich gemacht (32 hilfsorganisationen hat elvis presles unterstützt). elvis presley war ein toller mensch, wenn es darum ging menschen zu helfen.

@Elvis: bedenke bitte, dass es nicht die damaligen parteien sind, die diesen vertrag heute anfechten. wer saich etwas mit elvis presley auskennt, der weiß, dass elvis soetwas gar nicht machen würde.

noch eine kurze info für dich - bitte beachten: elvis war weder in "sufft", noch war er "breit" - im gegenteil. es ging ihn zu dieser zeit sehr gut.

Quietschfidelius, Freitag, 19.Juli, 08:57 Uhr

7. Elvis

Die deutschen Gerichte sind hoffnungslos ueberlastet. Wenn jeder, der vor 40 Jahren im Suff einen Vertrag unterschrieben hat, diesen anfechten will, platzt das Justizsystem endgültig. Hier wird schon wieder mit zweierlei Mass gemessen. Hänschen Müller muss auch für sein Handeln geradestehen. Wenn er sich zudröhnt ist er selber schuld, solange er geschäftsfähig ist. Auch wenn das seinen Erben nicht passt.

Foxtrott, Donnerstag, 18.Juli, 21:09 Uhr

6.

" 5,4 Millionen Dollar - heute umgerechnet rund 4 Millionen Euro"

Tut mir leid, dass ist ja vollkommener Unsinn. 5,4 Millionen Dollar 1973 entsprechen heute 28,4 Millionen Dollar also 21,6 Millionen Euro.