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Justiz Eltern streiten vor Gericht um Urne ihres toten Sohnes

Soll der verstorbene Sohn in einem eigenen Grab seine letzte Ruhestätte finden oder im Grab seines Opas? Darum streiten seine Eltern seit heute vor dem Nürnberger Amtsgericht. Der Vater will, dass der 19-Jährige im Grab seines Großvaters beigesetzt wird. Das sei der letzter Wille des Sohnes gewesen. Die Mutter hat ihn schon in einem eigenen Grab beerdigen lassen.

Stand: 07.12.2017

Viele schwarze Pragraphenzeichen auf papier, eines ist rot. | Bild: picture-alliance/dpa

Die Eltern eines Ende 2016 gestorbenen Teenagers streiten seit Donnerstag vor dem Amtsgericht Nürnberg um die letzte Ruhestätte ihres Sohnes. Der Vater des 19-Jährigen verlangt von seiner Ex-Frau, dass die Urne in das Grab des Großvaters umgebettet wird - dies sei der letzte Wille seines Sohnes gewesen. Die Mutter hatte die Urne in einem eigenen Grab beisetzen lassen.

Zeugen stützen die Aussage des Vaters

Im Zeugenstand sagten am Donnerstag die Oma und ein Onkel des Toten sowie eine Bekannte aus. Sie schilderten den 19-Jährigen als psychisch labil - bestätigten aber, dass der junge Mann mehrfach erwähnt habe, im Grab des Opas beerdigt werden zu wollen. Dieser sei für ihn ein Idol gewesen, gab zudem sein Vater vor Gericht an.

Beziehung zum Großvater war wohl sehr eng

Der Großvater war Ende Januar 2016 gestorben. Der Enkel starb knapp elf Monate später an den Folgen einer Überdosis Schmerzmittel. Nach der Beerdigung seines Opas hatte sich der 19-Jährige ein Porträt des Großvaters samt dessen Geburts- und Sterbetag auf den Hals tätowieren lassen. Das Gericht will am 11. Januar sein Urteil verkünden.


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