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Elektro-Autos Neuer Schub für technische Entwicklung

Das Bundes-Forschungsministerium hat gemeinsam mit der Industrie zwei Initiativen für Elektro-Autos auf den Weg gebracht. In den kommenden drei Jahren sollen Technologien rund um das schnelle Laden von Elektroautos entwickelt werden. Außerdem sollen Standards für Bauteile für Elektroautos festgelegt werden, so dass sich die Hersteller aus einem Baukasten bedienen können, statt - jeder für sich - an teuren Einzellösungen zu basteln.

Von: Stephan Lina

Stand: 28.06.2015

Elektroauto | Bild: picture-alliance/dpa

Die Führung der auf jeweils drei Jahre angelegten Projekte "Luftstrom" und "HV-Modal" hat Infineon. Der Münchner Halbleiterkonzern ist einer der weltweit führenden Hersteller von Bauteilen rund um Elektromobilität. So finden sich zum Beispiel im Antrieb des BMW i3 mehr als 70 Infineon-Chips.

Mit an Bord der Forschungsgruppe sind außerdem Autobauer wie Daimler und BMW, Konzerne wie Bosch und Siemens sowie Forschungseinrichtungen wie Fraunhofer und die Universität der Bundeswehr.

Auf dem Weg zum Kompetenz-Zentrum

Das Ziel: Deutschland soll zu einem Kompetenz-Zentrum für Elektro-Mobilität werden, auch wenn die Nachfrage hierzulande bisher noch mau ist. Unter anderem sollen die Partner erforschen, wie sich das Aufladen der Batterien verbessern lässt. Bisher geht dabei ein erheblicher Teil des Stroms verloren. Er fließt nicht in die Batterie, sondern heizt zum Beispiel das Ladegerät auf, das dann wieder aufwändig gekühlt werden muss.

Im zweiten Projekt sollen die Partner Elektronik-Komponenten für hohe Leistung und hohe Spannungen entwickeln, die wie in einem Baukasten zueinander passen. So würden einheitliche Standards entstehen.


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