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"emove 360" in München Messe zur Elektromobilität ohne deutsche Autohersteller

In München beginnt heute die Mobilitätsmesse "emove 360". Aussteller aus zahlreichen Ländern zeigen auf dieser Technologiemesse alles rund um Elektromobilität sowie vernetztes und autonomes Fahren. Die deutsche Autoindustrie allerdings fehlt.

Von: Gabriel Wirth

Stand: 17.10.2017

Elektromobilität | Bild: picture-alliance/dpa

Die "emove 360" ist noch eine recht junge Messe. Die Themen rund um die Elektromobilität reichen über Material, Ladeinfrastruktur, Software bis hin zur Elektronik. Partnerland ist in diesem Jahr China.

E-Mobilität hört nicht beim Auto auf

Die Veranstaltung zeigt, dass das Thema Elektromobilität nicht beim Auto aufhört. Organisator Robert Metzger:

"Wir haben jedes Jahr ein paar besondere Highlights. In diesem Jahr haben wir eine Sonderschau eBoat. Wir haben dort ein wasserskitaugliches Elektroboot vom Starnberger See. Das zeigt, dass die Mobilität der Zukunft generell vom fossilen Brennstoffe weg muss. Das bezieht sich nicht nur auf die Autos, sondern auch auf dem Bootsbau und irgendwann vielleicht auch auf Flugzeuge. Der Nutzlastverkehr, der Lkw-Verkehr alles muss umgestellt werden, damit wir endlich wegkommen von diesen CO2 Schleudern."

Robert Metzger

Daneben gibt es unter anderem auf der emove ein Bergbaufahrzeug mit Elektroantrieb zu sehen. Die Firma "volabo" aus Ottobrunn präsentiert ihren Elektroantrieb, der vor allem ohne sogenannte seltene Erden auskommt - also Rohstoffe, die unter schwersten Bedingunge für Mensch und Umwelt abgabeut werden müssen. Das Konzept basiere stattdessen auf Aluminium und Eisen, so volabo-Geschäftsführer Adrian Patzak:

"Also auf Materialien, die hoch verfügbar sind. Das andere ist, dass wir unseren Antrieb mit sehr geringen Spannungen erstellen, das heißt unser System ist ungefährlich. Das ist der Unterschied zu anderen Antrieben, die man sonst im Elektroauto hat. Natürlich stoßen wir da auf viel Skepsis, aber mehr und mehr wird doch das Interesse deutlich größer. Noch in diesem Jahr bauen wird die ersten Demonstratorfahrzeuge auf, die bei 48 Volt funktionieren."

Adrian Patzak

Nur Tesla lässt sich blicken

Allerdings fehlen bei der emove große Autohersteller, Zulieferer und Anbieter von Mobilitätsdiensten. Immerhin Tesla ist vor Ort. Dabei hat der Elektroautopionier die diesjährige große Autoshow IAA in Frankfurt ausgelassen.

Und es ist auch noch viel Platz für weitere Aussteller auf der noch relativ jungen "emove 360". Bisher sind nur zwei Hallen der Messe in München belegt, so Organisator Robert Metzger:

"Natürlich gibt es das Thema auch auf großen Autoshows, aber da hat es immer so diesen Nischencharakter und bei uns steht alles im Zentrum."

Robert Metzger


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