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Ökostrom EEG-Umlage sinkt leicht

2018 betrage sie 6,792 Cent je Kilowattstunde nach zuletzt 6,88 Cent, teilten die Übertragungsnetzbetreiber Amprion, Tennet, 50Hertz und TransnetBW mit. Der Rückgang ist so gering, dass sich Haushaltskunden kaum Hoffnungen auf fallende Strompreise machen können.

Von: Dirk Vilsmeier

Stand: 16.10.2017

Windräder auf einem Feld in Franken | Bild: picture-alliance/dpa/R. Linke

Altlasten und der äußerst erfolgreiche weitere Ausbau der Energiewende: Das sind die wesentlichen Faktoren dafür, dass die Unterstützung für den Ökostrom nach wie vor relativ teuer bleibt. Anlagen, die in den vergangenen rund 15 Jahren gebaut wurden, haben für 20 Jahre einen bestimmten Fördersatz zugesagt bekommen.

Zahl der geförderten Anlagen gestiegen

Diesre Fördersatz muss weitergezahlt werden, auch wenn der Bau neuer Anlagen heute wesentlich günstiger ist. Außerdem ist die schiere Zahl der geförderten Anlagen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. All das muss auch jetzt noch über die EEG-Umlage bezahlt werden. Es ist der Preis dafür, dass mittlerweile fast ein Drittel des in Deutschland erzeugten Stroms aus Wind-, Wasser-, Solar- und Biomassekraftwerken kommt.

Kohle- und Atomstrom teurer

Für neue Anlagen ist die Förderung mittlerweile vergleichsweise niedrig. Sie müssen sich bei größeren Projekten in Wettbewerben um die niedrigste Förderung durchsetzen. Insgesamt ist das Preisniveau damit, aus mancher Perspektive heraus, schon niedriger als für herkömmlichen Strom.

Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft hat berechnet, dass Kohle- und Atomstrom heute eineinhalb Mal teurer ist als Ökostrom – wenn man Umweltschäden und staatliche Subventionen einberechnet.


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Barbara, Montag, 16.Oktober, 20:04 Uhr

2. Mich würde mal interessieren, warum die Haushalte immer mehr für Strom zahlen

müssen, obwohl man immer mehr spart und weniger verbraucht.

gerhard anton, Montag, 16.Oktober, 11:26 Uhr

1. Im Wahlkampf ...

... zur Landtagswahl 2018 werde ich genau darauf achten, welche Partei ein schlüssiges Konzept zur Vereinigung von Ökonomie und Ökologie zu Gunsten der Energiewende und zur Entlastung des Geldbeutels in der Mittelschicht anbietet. Im Klartext die CSU kann es nicht sein, weil diese am überteuerten Südlink so sehr Gefallen findet. Die BündnisGrünen können es nicht sein, weil diese von Ökonomie noch nie etwas verstanden. Die SPD kann es ebenfalls nicht sein, die Genossen*innen verfügen derzeit über kein qualifiziertes Personal. Dann bleibt nicht mehr viel wählbares übrig. Ach ja, die Freien Wähler zeigten 2014 gute Ansätze, leider machen sich diese derzeit mehr Kopfzerbrechen über "Elektrosmok auf Rinderweiden".