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Die Story Bayerische Ärzte helfen Ebola-Opfern

Wenn Fritjof Schmidt-Hoensdorf in den Urlaub fährt, hat er sein Operationsbesteck immer dabei. Der Orthopäde verreist nicht, um abzuschalten, sondern um zu helfen. Sein Ziel seit vielen Jahren: Eine Missionsklinik in Sierra Leone. Gerade nach der Ebolakatastrophe braucht man ihn und seine Kollegen dort dringender denn je.

Stand: 08.05.2017

Zwei Wochen lang behandelt und operiert die Gruppe mit Ärzten und Schwestern kostenlos Kranke. Bei der Ankunft von Fritjof Schmidt-Hoensdorf warten auf ihn schon Hunderte von Patienten mit schwersten Verletzungen, die seit Jahren keinen Arzt mehr gesehen haben.

Medizinische Versorgung fast vollständig zusammengebrochen

Der bayerische Arzt Fritjof Schmidt-Hoensdorf in einer Missionsklinik in Sierra Leone.

Für den bayerischen Arzt ist das Engagement in Sierra Leone zu einer Lebensaufgabe geworden. Immer wieder reist er dorthin, um ehrenamtlich zu helfen. Sein letzter Einsatz liegt aber schon drei Jahre zurück. Denn dann kam die Ebola-Epidemie, an der allein in dem westafrikanischen Land rund 10.000 Menschen starben, so vorsichtige Schätzungen. Diese Reise mit einer Gruppe von acht deutschen Medizinern war die erste nach der Katastrophe.

Gerade nach der Ebolakatastrophe brauchen die Menschen in Sierra Leone die bayerischen Ärzte dringender denn je.

Ebola hat das normale Leben in dem Land beinahe zum Erliegen gebracht, die medizinische Versorgung ist fast vollständig zusammengebrochen. Ohne ausländische Hilfe liefe nichts.
Unser SWR-Kollege Edgar Verheyen hat den Arzt der Gruppe "Orthopädie für die Dritte Welt" und seine Kollegen zehn Tage lang mit seiner Kamera begleitet.


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