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Earth Hour Licht aus für den Klimaschutz

Zum zehnten Mal sind am Samstagbend in vielen Städten für eine Stunde die Lichter ausgegangen. Die weltweite Umweltschutzaktion "Earth Hour" will mit der Aktion zu einem bewussteren Umgang mit Energie anregen.

Von: Sandra Demmelhuber

Stand: 20.03.2016

Earth Hour

Die erste "Earth Hour" entstand im Jahr 2007 aus einer WWF-Umweltschutzkampagne in Australien. Sie hatte das Ziel, die CO2-Emissionen in Sydney zu reduzieren. Mit dem symbolischen Ausschalten der Lichter sollte auf die Energieverschwendung durch unnötige Beleuchtung hingewiesen werden. Die Engländer griffen diese Aktion einige Monate später auf, im Oktober 2007 folgte San Francisco unter dem Motto "Lights out". Bereits 2008 nahmen 21 Metropolen wie New York, Rom oder Toronto an der Umweltschutzaktion teil, auch Google hatte zu diesem Ereignis erstmalig auf der Startseite einen dunklen Hintergrund. Seitdem findet die "Earth Hour" einmal jährlich statt.

Insgesamt blieben zehntausende Gebäude in etwa 7.000 Städten eine Stunde lang dunkel. Mehr als 170 Länder und Gebiete in allen sieben Kontinenten beteiligten sich an der "Earth Hour", der weltweit größten Klimaschutzaktion, und schalteten symbolisch jeweils um 20:30 Uhr Ortszeit die Lichter aus.

Zu den bekanntesten Bauwerken, die sich in Orte der Dunkelheit verwandeln, gehören der Buckingham-Palast in London, der Las-Vegas-Strip, die Christus-Statue in Rio de Janeiro und die Pyramiden von Gizeh in Ägypten. Organisiert wird die Aktion von der Umweltschutzorganisation WWF.

"Wir können uns nicht glücklicher schätzen, dass Millionen von Menschen für den Klimaschutz zusammenkommen."

Sudhanshu Sarronwala, Manager von Earth Hour

Dunkle Stunde in 240 deutschen Städten

In Deutschland beteiligten sich nach Angaben des WWF mehr als 240 Städte und Kommunen an der Aktion. Zahlreiche weltberühmte Gebäude wie das Brandenburger Tor in Berlin oder der Kölner Dom blieben eine Stunde lang unbeleuchtet. Aber auch viele Rathäuser, Türme oder Kirchen.

Die "Earth Hour" in Bayern

Oberbayern

In München gingen für eine Stunde die Lichter an der Frauenkirche, Theatinerkirche, Ruhmeshalle und an der Bavaria aus. Auch das Rathaus und die Allianz Arena blieben von 20:30 bis 21:30 Uhr vollständig im Dunkeln.

Franken

In Würzburg blieben Käppele, Dom, Festung und Rathaus dunkel, in Bad Neustadt Hohntor und Stadtpfarrkirche, in Aschaffenburg Schloss Johannisburg, Pompejanum und Stiftsbasilika. Auch die Städte Hof, Coburg, Bayreuth und Bamberg beteiligten sich wieder an der "Earth Hour".

Niederbayern

In Straubing blieb der Stadtturm dunkel und in Passau der Dom, das Rathaus, das Oberhaus und die Wallfahrtskirche Maria Hilf. Auch Vilsbiburg im Landkreis Landshut beteiligte sich an der Aktion: In der Stadt wurde die Beleuchtung des Rathauses, des Stadtturms und des Kirchturms ausgeschaltet.

Oberpfalz

Die Regensburger stellten für eine Stunde die Beleuchtung des Regensburger Rathausturms ab. Der Oberbürgermeister Joachim Wolbergs ermunterte alle Regensburger Haushalte dazu, sich anzuschließen und ebenfalls für eine Stunde alle verzichtbaren Lichter zu löschen.

Allgäu

Auch fünf Allgäuer Kommunen beteiligten sich an der Aktion: In Kempten ließ der Oberbürgermeister Thomas Kiechle vor dem Forum Allgäu die Lichter ausschalten, die Stadt Kaufbeuren schaltete die Beleuchtungen der Stadtmauer sowie die Effektbeleuchtung am Rathaus aus. Außer den beiden Städten beteiligten sich noch Marktoberdorf, Mindelheim und Ottobeuren.

Schwaben

In Bayerisch-Schwaben gingen die Lichter in Illertissen, Neu-Ulm, Augsburg, Donauwörth, Nördlingen und Wemding aus.

Die "Earth Hour" bringt in Deutschland allerdings keine nennenswerte Energieeinsparung. Die Stunde im Dunkeln soll vielmehr zu dem Bewusstsein führen, dass Dunkelheit zur richtigen Zeit angenehm und natürlich ist.


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