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Jerusalem Jüdische Extremisten beschmieren deutsches Kloster

Die Dormitio-Abtei in Jerusalem ist erneut Ziel anti-christlicher Schmierereien geworden. Tatverdächtig seien jüdische Extremisten, berichtete die israelische Tageszeitung "Haaretz".

Von: Torsten Teichmann

Stand: 17.01.2016

Die Kirche ist ein Wahrzeichen von Jerusalem. Und es ist nicht die erste mutwillige Beschädigung. Hetze, Schmierereien, sogar Brandanschläge - die Benediktiner-Mönche wenden sich regelmäßig an die Behörden mit der Bitte um besseren Schutz. Pater Nikodemus Schnabel befürchtet, dass jüdische Rechtsradikale aus der Nachbarschaft des Klosters auch für diese Tat verantwortlich sind.

"Tod den ungläubigen Christen"

Die Graffiti auf Mauern, Steinen und Türen des Benediktiner-Klosters sind mit dicken Markern in schwarz und rot gezogen. Auf Hebräisch steht an einer Wand „Tod den ungläubigen Christen“. Auch: „Christen zum Teufel“. Und an einer anderen Stelle die Drohung: "Die Rache der Söhne Israels wird kommen".

Zugespitzt hat sich die Lage endgültig nach dem Brandanschlag auf die Brotvermehrungskirche in Tabgha, am See Genezareth im vergangenen Jahr. Die mutmaßlichen Täter sollen vor Gericht gestellt werden versprechen die Behörden.

Die Jerusalemer Polizei hat die Schmierereien heute Früh einfach überpinselt. Auf Fotos ist das zu sehen. Der Sachschaden am Gebäude der Dormitio sei dadurch aber noch größer geworden, beklagt Pater Nikodemus.


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