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Missbrauch bei den Domspatzen "Das Schlimmste war die Hilflosigkeit"

Mindestens 231 Fälle körperlicher Misshandlungen habe es bei den Regensburger Domspatzen gegeben, so der mit der Aufklärung betraute Rechtsanwalt Ulrich Weber. Erstmals äußert sich nun auch ein großer Name der Musikwelt als Betroffener: der Dirigent Lothar Zagrosek. Hier sein Bericht.

Stand: 19.01.2016

  Lothar Zagrosek | Bild: picture-alliance/dpa

"Mein Name ist Lothar Zagrosek. Ich war mit meinem Zwillingsbruder Eberhard und einem drei Jahre jüngeren Bruder Johannes in den Jahren 1952 bis 1959 in Etterzhausen und in Regensburg. Die Schilderung meiner Erlebnisse möchte ich auf einige wenige aber signifikante Erinnerungen beschränken. Mein kleinerer Bruder Johannes hatte einmal während einer Messe nicht sofort mitgesungen, weil er das Kirchenlied im Liederbuch nicht gleich gefunden hatte. Daraufhin wurde er noch während der "heiligen" Messe herausgerufen und in der Bibliothek so geschlagen, dass man eine Putzfrau rufen musste, um das Blut aufzuwischen. Sein Ohrläppchen war eingerissen."

"Es gab regelmäßig eine dünne Pilzsuppe zum Mittagessen. In den Pilzen waren immer Würmer. Eines Tages schlug ich heimlich vor, jeder der Knaben sollte sein Prachtexemplar an Wurm auf einen Teller legen, den wir heimlich herumgehen ließen. Diesen Teller mit 100 Würmern servierten wir dann den in der Küche tätigen Klosterfrauen als Anschauungsmaterial."

Ungeachtet aller Taten...

Papst-Bruder Georg Ratzinger sitzt am 11.02.2013 in seinem Haus in Regensburg (Bayern).  | Bild: dpa-Bildfunk/ Armin Weigel zum Artikel Ratzinger zu Domspatzen-Skandal "Ohrfeigen ja - Missbrauch nein"

Georg Ratzinger leitete die Regensburger Domspatzen von 1964 bis 1994. In jene Zeitspanne fielen die weitaus meisten Fälle von Misshandlung im Chor. Der Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI. sagte nun, er habe von "sexuellen Missbräuchen überhaupt nichts gehört". Prügel seien damals dagegen üblich gewesen. [mehr]

"Der Internatsdirektor war der Priester Zeitler. Er war schon einmal in einem anderen Knabeninternat sexuell tätig gewesen. Dennoch wurde er vom bischöflichen Ordinariat zu den Regensburger Domspatzen als Internatsleiter versetzt. Bei uns wurde er wieder straffällig, was ihm eine Verurteilung zu fünf Jahren Zuchthaus eintrug. Ein Dutzend seiner Opfer flog dann vom Gymnasium."

"Sie mußten nämlich plötzlich alle Schulprüfungen ohne die "Hilfe" des Herrn Zeitler bewältigen, der ihnen bis dato den Stoff immer vorher mitgeteilt und damit zu mühelos erworbenen guten Noten verholfen hatte. Ihr späteres Schulversagen führte zum Abbruch ihrer schulischen Ausbildung."

Hilflosigkeit und Selbstmorde

"Das Schlimmste aber war die Hilflosigkeit, das Ausgeliefertsein und die totale Schutzlosigkeit in einem Alter, in dem man eigentlich Zuwendung braucht. Die Eltern waren weit weg. Nach Hause kam man nur zu Weihnachten, Ostern und in den Sommerferien. Viele hat diese "Erziehung" gebrochen. In mir hat sie Rebellion gegen jede ungerechte Behandlung und den unbedingten Willen, ein niemals und von niemandem bestimmtes Leben zu führen, ausgelöst. Heute bin ich Dirigent und habe niemanden 'über' mir, der mich fremdbestimmen könnte, wenn ich es nicht möchte."

"Die von mir geschilderten Vorfälle fanden allesamt in der 'legendären' Ära des Domkapellmeisters Theobald Schrems statt. Zum Schluss möchte ich noch zwei merkwürdige Todesfälle erwähnen: Ein Knabe aus meiner Klasse - einziger Sohn einer Kriegerwitwe - wurde von Schrems immer wieder bei den Chorproben wegen absoluter Nichtigkeiten gestraft. Er wurde immer stiller, immer mehr in sich gekehrt. An seinem 18. Geburtstag ging er in die Berge und kam nicht mehr zurück. Schrems hatte einen Verwandten namens Hans Schrems. Der war Stimmbildner. Als er bei der Nachfolge von Theobald Schrems übergangen wurde, stürzte er sich eines Tages in die Donau. Das nur zum Thema Klima im Internat."


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kaffler, Freitag, 22.Januar, 17:36 Uhr

6. Mysteriöse Todesfälle

Klavierlehrer Renatus Hedde sprang von der Sinzinger Brücke in die Donau, Chorleiter Hans-Stephan Martin und Dompräbendenleiter Albert Kleber starben "plötzlich und unerwartet" an Herzversagen.

  • Antwort von kaffler, Freitag, 22.Januar, 19:07 Uhr

    Verzeihung: Alfred Kleber (genannt Ali)

Ehemaliger Domspatz, Mittwoch, 20.Januar, 17:49 Uhr

5. Domspatzenvorschule Etterzhausen

Domspatzenvorschule Etterzhausen

Fúr mich war meine damalige Schulzeit dort in Etterzhausen sehr sehr schlimm, und die verfolgt mich schon mein ganzes Leben. Der damalige Heimleiter Direktor Monsignore Johann Meyer, ehemalliger Offizier und Panzerkomandant im 2. Weltkrieg, hat mir dort diese verdammte Geige aufgeschwatzt, und ich war ab dem ersten Tag dort sehr unglúcklich. Wir bekamen dort damals anscheinend auf das Gramm genau abgewogenes essen, aber verhungert bin ich dort nicht. Einmal habe ich im.Speisesaal den alten S/W Fernseher eingesvhaltet, und der Direx Meyer knallte mir im Waschraum dann seine rechte Hand auf meinen nackten Rúcken. Ich hatte dann Meyers Handabdruck fast eine Woche auf meiner blanken Haut zu sehen. Als ich wieder nach hause gehen musste war ich fúr meinen Vater dann nur immer ein Taugenichts.. 10.000 DM habe ich fúr dich ausgegeben du Taugenichts!

Suarez, Mittwoch, 20.Januar, 00:31 Uhr

4. Ein Lügner

Nach allen vorliegenden Opferberichten muss man wohl sagen: Georg Ratzinger hat gelogen, wenn er sagte, er wissen nur von ein paar Ohrfeigen,

Georg Ratzinger hat selbst kräftig zugeschlagen, er wird von Probst als Sadist bezeichnet.
Er relativiert das Leid der Opfer.
Es wäre Zeit, ihm alle Orden und Auszeichnungen abzuerkennen und vor allem, ihn zu relaisieren.
Leute, die ihn schützen, laden selbst Schuld auf sich: Sie decken einen Täter und Vertuscher.
Und wenn für gläubige Katholiken Jesus Christus wirklich die Wahrheit in Person ist, dann bringen diese Vertuscher und die Täterschützer noch einmal Jesus um, mögen sie Rudolf Voderholzer, Michael Fuchs oder gar Joseph Ratzinger heißen.
Auch die Mitwisserschaft von Joseph Ratzinger muss geklärt werden!

  • Antwort von Ulrike Graf, Montag, 01.Februar, 13:30 Uhr

    Sehr richtig. Ratzinger gehört vor Gericht gestellt und alles, was ihm je verliehen wurde, gehört ihm aberkannt. Lückenlose Aufklärung. Pfui Teufel, man sollte wirklich aus der Kirche austreten.

Klaus Fessmann, Dienstag, 19.Januar, 20:20 Uhr

3. Völlig unverständlich

Vieles ist mir unverständlich aber das Eine empört mich über alle Massen. Es ist die Tatsache, dass ich den Eindruck habe, dass dies niemanden interessiert. Dass alles unter den Tisch gekehrt wird. Dass Missbrauch und katholische Kirche so etwas wie ein Gottgegebenes ist und dass man dies gar nicht laut sagen und gar nicht denken darf. Warum, frage ich wird hier niemand sofort festgenommen und einer Justiz übergeben? Warum nicht? Warum löst man den Chor nicht sofort auf, tilgt den Namen und beginnt mit anderen Vorzeichen von Neuem. Warum empören sich die Oberen der Diözese nicht radikal und unmissverständlich ? Warum nicht? Weil der ehemalige Papst und sein Bruder dabei sind? Deshalb? Die Kirche schafft sich durch solch ein Verhalten offensichtlich selbst ab. Wie traurig ist dies. Missbrauch ist für mich ein Tötungsdelikt und durch nichts zu rechtfertigen. Das Leben von Kinder und junge Menschen wird zerstört durch irgendwelche perversen Typen. Wie grauenvoll.

  • Antwort von Angelika Oetken , Dienstag, 19.Januar, 21:57 Uhr


    Ja, die gezeigte Ignoranz kann zu Recht empören. Ich bin mittlerweile, nach Jahrzehnten der persönlichen Aufarbeitung und vielen anregenden Debatten, die ich mit anderen Betroffenen, Mitbetroffenen, ExpertInnen und Leuten geführt habe, die von sich sagen, dass sie das Thema nicht betrifft, zu folgendem Schluss gekommen: der Grund für das - scheinbare - Desinteresse ist, dass das Erleben von sexueller Gewalt, Ausbeutung, Misshandlung, Instrumentalisierung und Herabwürdigung gleichzeitig so weit verbreitet wie schambesetzt und verletzend und deshalb tabuisiert ist. Mittlerweile glaube ich, dass man nur mit Mühe Erwachsene finden wird, die als Kinder oder Jugendlichen keine schlechten Erfahrungen mit der Sexualität anderer Leute gemacht haben. Noch weniger gibt es, die überhaupt darüber sprechen. Aber wir sind auf einem guten Weg. Der Canisiusday, mit der die große Debatte begann jährt sich in ein paar Tagen erst zum sechsten Mal.

Barbara, Dienstag, 19.Januar, 20:02 Uhr

2. Das Schlimmste

Gibt es dafür auch Beweise? Man will doch nur der katholischen Kirche Schaden zufügen. Aber das wird nicht gelingen. Das stärkt nur den Zusammenhalt der Gläubigen.

  • Antwort von Leitkultur?, Dienstag, 19.Januar, 20:22 Uhr

    Sie beleidigen mit Ihren Sätzen jedes Opfer sexueller Übergriffe, egal wo diese und wie diese stattfinden. Bitte unterlassen Sie das, bitte!

  • Antwort von Truderinger, Dienstag, 19.Januar, 20:48 Uhr

    Nein, Barbara, das treibt nur noch mehr Menschen aus der Kirche!

  • Antwort von Barbara, Dienstag, 19.Januar, 21:14 Uhr

    Auch hier gilt die Unschuldsvermutung. Gab es Verurteilungen? Noch leben wir in einem Rechtsstaat. Das Kirchenrecht ist ein hohes Gut und wird bei einer Verurteilung auch gerecht urteilen.

  • Antwort von aucheinehemaliger, Dienstag, 19.Januar, 21:46 Uhr

    Absolute Unverschämtheit !!!

  • Antwort von Argus A., Dienstag, 19.Januar, 22:02 Uhr

    Barbara, ich finde das furchtbar, was Sie da schreiben. Genau diese Einstellung - Priester tun so was nicht, in kirchlichen Einrichtungen gibt es sowas nicht, wer sowas behauptet, will nur der Kirche schaden - macht den Missbrauch erst möglich und erzeugt bei den Opfern die Wehr- und Hilflosigkeit, die in dem Beitrag geschildert wird.
    Priester tun das aber sehr wohl und in kirchlichen Einrichtungen kam und kommt sowas auch vor: es werden wehrlose Kinder zum Sex gezwungen, missbraucht und vergewaltigt. Die Täter sind Priester, Religionspädagogen, Chorleiter usw. Natürlich machen es bei Weitem nicht alle aus dem genanntebn Personenkreis, aber Einzelfälle sind es, wie die Untersuchung bei den Domspatzen gezeigt hat, auch nicht.

    Man muss auch diesen Leuten sowas zutrauen, sonst schützt das nur die Täter und macht es den Opfern noch schwerer.

  • Antwort von Angelika Oetken, Dienstag, 19.Januar, 22:09 Uhr


    Ich finde es auch ziemlich schwer nachvollziehbar @Barbara, dass ausgerechnet jetzt nach so langer Zeit diese Debatte geführt wurde. Die Katholische Kirche hat in der Vergangenheit für viele der Jungen und jungen Männer, durch deren Missbrauch Priester Gelegenheit hatten, ihrer nächsten Umgebung zu demonstrieren, dass auch sie potent, also "richtige Männer" sind, großzügige Unterstützung gewährt. Das konnten Unterhaltsleistungen sein oder auch Posten. Unter der Voraussetzung natürlich, dass dem so Entschädigten klar ist, welche Rolle er zu spielen hat. Übrigens galt das mit einigen Einschränkungen für von Priestern missbrauchte Mädchen auch. Sie konnten natürlich in der Kirche Jobs bekommen, aber kein Amt. "An-die-katholische-Kirche-glauben" bedeutet doch schließlich auch, zu wissen und zu akzeptieren, wo sein Platz ist. Denen die das nicht möchten, mag das Evangelium reichen.

  • Antwort von Suarez, Mittwoch, 20.Januar, 00:18 Uhr

    Leute, die so etwas schreiben, wie Sie, @Barbara, sind die schlimmsten Feinde Christi. Sie haben sich aus Gott einen Götzen zurecht geschnitzt.

  • Antwort von MA, Mittwoch, 20.Januar, 05:35 Uhr

    "Man" will niemandem Schaden zufügen.
    Den Schaden fügt sich diese Kirche selbst zu.
    Und mit jedem Tag mehr, an dem sie diese Dinge nicht eingesteht, sich entschuldigt und das abstellt, einen noch höheren Schaden. Und irgendwie ist das gut so, obwohl ich katholisch bin.
    Daß das Umdenken noch immer nicht eingesetzt hat beweisen die Herren Ratzinger und Wachter täglich neu.
    Und sie hoffen und treffen damit auf ihre Klientel, wie Ihre Zuschrift beweist, Barbara.
    Heute noch und vermutlich von nun an bis in Ewigkeit.

  • Antwort von Beobachter, Mittwoch, 20.Januar, 06:32 Uhr

    Die katholische Kirche wird Jahr für Jahr mit Milliarden-Steuergeld unterstützt. Also kann das doch alles nicht so schlecht sein? Sonst würde man das doch nicht machen. Auch hört man nichts aus CDU und CSU Kreisen. Wird schon seine Gründe haben.

  • Antwort von Anne, Mittwoch, 20.Januar, 07:15 Uhr

    @ Barbara, entschuldigen Sie, aber Ihre Aussage ist nur entsetzlich.
    Meinen Sie, dass sich jemand das aus den Fingern saugt, um der Kirche zu schaden. Wissen Sie nicht, wie viel Mut zu solch einer Aussage gehört?
    Wie man als Opfer gern zum Täter abgestempelt wird (wie von Ihnen). Deswegen wurden diese Taten auch nicht eher öffentlich.
    Ich denke, die Kirche müsste viel offener mit dem Thema umgehen, aber dann müssten sie auch das Thema Zölibat mit auf die Tagesordnung setzen.
    Es ist einfach nur schlimm, was die Kirchen sich an Schuld aufgeladen haben! Das kann auch nicht relativiert werden.
    Deswegen eine bessere Trennung zwischen Staat und Kirche und keine Staatsgelder mehr!

  • Antwort von MA, Mittwoch, 20.Januar, 12:14 Uhr

    @Suarez
    Hier schreibt eine uns unbekannte Barbara. Sie bleibt anonym und es gilt ja Meinungsfreiheit.
    Das kann man irgendwo vernachlässigen.
    Aber daß diese Barbara die Meinung hoher und höchster Würdenträger in der RKK nachplappert, das ist eine Tatsache, die man nicht unter den Teppich kehren darf, weil es eben so aus der Kirche kommt. Man lese einfach nur die Vorgänge der Vergangenheit: Bischof Müller, Anwalt Paprotta, (von der Kirche bezahlt), Pressesprecher Neck, Generalvikar Fuchs: Alle waren sich bis zum ARD-Film einig, daß da gar nichts war, und diese Wahrheit versuchen sie ihren Schäfchen bis heute zu verkaufen. Man sehen nicht nur das Interview mit Herrn Wachter an: Schon darüber zu sprechen ist unnötig (da unerwünscht).
    Bischof Müller hat Prozesse gegen Journalisten geführt und verloren. Zweck war, sie mundtot zu machen.

    Wenn man erst einmal angefangen hat, einen Misthaufen abzutragen, stinkt es um so schlimmer, je tiefer man darin vordringt.

  • Antwort von bernhard Fischer, Mittwoch, 20.Januar, 15:39 Uhr

    Kognitive Dissonanz ist schwer zu ertragen, oder?

    Aber es passt insgesamt auch wiederum zu dem counterstroke der RKK heute, ausgelöst durch einen Artikel in der NOZ, in der plötzlich die Opferzahlen kleingeredet werden (nur noch 1000 Betroffene, die eine Leidanerkennungsprämie bekommen haben) - nebst 860 RKK-Beschuldigten.

    Vergleicht man das mit den Zahlen von gottes-suche „In Bistümern und Orden wird in der Presse von mindestens 1392 Priestern und Ordenspriestern (in geringer Zahl auch Ordensschwestern) berichtet, die Kinder und Jugendliche sexuell missbrauchten. Wenn jeder Täter im Durchschnitt 4 Opfer hat, wäre von 5564 Opfern in Deutschland auszugehen. Diese Zahl dürfte realistisch sein. In der Presse und in den Bistümern wurden mindestens 2786 Opfer bekannt" ....Schweigen

    Merkt die Amtskirche eigentlich nicht die Lächerlichkeit von 6,4 MIO € (Die kleinen Niederlande mit 4,5 Millionen Katholiken ,zahlten an 1600 Opfer 13,7 MIO €)

  • Antwort von Angelika Oetken, Mittwoch, 20.Januar, 17:21 Uhr


    Die Forscherliga der Wikia unterscheidet drei verschiedene Arten von Forentrollen:

    - den Spam-Troll
    - den Hetz-Troll
    - den Schimpf- und Meckertroll

    Ich bin dafür, diese Aufzählung in der Rubrik: "Weitere Unterarten" um den "Kleritroll" zu erweitern. Seine Spezialität: Provozieren und sich als Angehöriger des anderen Geschlechts (also als Frau) ausgeben. Ziel: vom Eigentlichen ablenken. Die Bekämpfung des Kleritrolls ist vermutlich nur etwas für SpezialistInnen. Dass es die gibt, weiß ich aus Foren wie dem SPON und Zeit-online. Denn auch da hat sich diese Spezies irgendwann getrollt. Insofern: mutig voran!

  • Antwort von MA, Mittwoch, 20.Januar, 17:55 Uhr

    Das alles ist schlimm, trotzdem werden kaum Leute austreten.
    Trotz aller Ausgetretenen, steigen die Einnahmen wohl weiterhin, sonst würde da aktiver dagegen gehalten. Solange die Steuereinnahmen steigen, steigt auch die Kirchensteuer. Und letztlich kann die Kirche ihr Geld an immer weniger Priester verteilen, trotz stetig wachsendem Wasserkopf in den Ordinariaten weil die Priesterzahlen rückläufig sind. (Die wenigen die nicht direkt vom Staat bezahlt sind)
    Insbesondere stört mich auch, daß in Deutschland allein durch Wechsel des Bundeslandes die Kirchensteuer um 1% steigen kann, was relativ aber 12,5 % Geld sind.
    Denn der Betrag, der abgezogen wird, steigt um 1/8 wenn ich von Baden-Württemberg z.B. nach NRW ziehe. Für nichts an Gegenleistung.
    Bei einer EK-Steuerlast von € 20000 sind das € 1600 oder € 1800.

  • Antwort von Suarez, Mittwoch, 20.Januar, 20:10 Uhr

    Unter uns: Wer zahlt 20000 € Einkommensteuer? Ich nicht. Es wird Zeit, Beschwerdebriefe gegen Voderholzer aufzusetzen und entschieden die Relaisierung von Ratzinger zu fordern.

  • Antwort von Missbrauchsopfer, Sonntag, 24.Januar, 10:42 Uhr

    Barbara, ich finde das ebenfalls furchtbar, was Sie da schreiben. Leider vermisste ich auch bei Priestern eben diese eine christliche Haltung, die man eigentlich erwartet von diesen, von Beurfswege. Wegen Nichtigkeiten oder wegen schlechter Laue wurden KInder und Jugendliche durch kirchliche Mitarbeiter massiv geschlagen. Das geht so einfach nicht!