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Die Gefahr aus dem Netz Der digitale Krieg

Der Ausfall der Stromversorgung, Chaos bei Verkehr und Transport, Engpässe bei der Wasser- und Lebensmittelversorgung: Die Folgen eines digitalen Angriffes auf zentrale Infrastruktureinrichtungen eines Staates können katastrophal sein. Experten glauben, dass dies kein fernes Horrorszenario ist. Die Gefahr ist real und bringt Politik, Wirtschaft und IT-Technik dazu, sich gegen Cyberangriffe zu wappnen.

Von: Julio Segador

Stand: 24.10.2016

Beispiele für Hackerangriffe auf staatliche Versorgungseinrichtungen und militärische Komplexe sind bereits Realität. 2007 brachten US-Cyberkrieger durch den Computervirus Stuxnet das iranische Atomprogramm zu Fall, ohne Bombardierung, ohne Opfer. Im selben Jahr manipulierten vermutlich russische Angreifer ein Kraftwerk in der Ukraine. Fast eine Million Menschen waren stundenlang ohne Strom.

2015 konnte der französische Sender TV 5 Monde sein Auslandsprogramm über Stunden nicht ausstrahlen; auch hinter diesem Angriff werden russische Hacker vermutet. Dass sich Deutschland nicht auf einer sicheren Insel befindet, zeigte sich zuletzt. Zwei Mal war der Bundestag das Ziel von Hackern. Eine russische Software spähte die Daten der Parlamentarier aus.

Wie können Staaten der Gefahr aus dem Netz begegnen?

Der digitale Krieg mit immer subtileren Netz-Attacken ist bereits ein wichtiger Bestandteil der Politik. Dabei ist es kaum möglich, zwischen "guten" und "bösen" Staaten zu unterscheiden. Zu wichtig ist inzwischen für alle, Schwachstellen in Industrie, Politik und Versorgungseinrichtungen auszuspähen.

Die Sicherheitspolitiker ringen noch um Konzepte, wie man der Gefahr aus den Netz begegnen soll. Und es zeigt sich: Gerade gut vernetzte Staaten sind besonders anfällig für Cyberattacken.

Dossier Politik, 19.10.2016, 21:05 Uhr, Bayern2

Thema: Der digitale Krieg - die Gefahr aus dem Netz

Studiogast: Prof. Dr. Rainer Gerling

IT-Sicherheitsbeauftragter der Max-Planck-Gesellschaft und Prof. für IT-Sicherheit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München

Moderation: Ina Krauß
Redaktion: Nina Landhofer, Andrea Herrmann, Julio Segador

Themen der Beiträge:

  • Wirtschaft, Krankenhäuser, Energieversorgung – welche Folgen kann ein Cyberangriff haben? (Julio Segador)
  • Russland und der staatlich gelenkte Cyberkrieg (Markus Sambale)
  • Schutz vor Cyberattacken – wie soll das funktionieren? (Michael Götschenberg)
  • Wirtschaft und Cyberspionage – Beispiel China (Steffen Wurzel)
  • Julio Segador | Bild: BR/Julia Müller Julio Segador

    Autor und Moderator in der Redaktion Politik und Hintergrund

  • Ina Krauß | Bild: BR/Julia Müller Ina Krauß

    Autorin, Moderatorin und Redakteurin in der Politikredaktion.

  • Nina Landhofer | Bild: BR Nina Landhofer

    Autorin, Moderatorin im Ressort "Politik und Hintergrund" Spezialgebiete: Außenpolitik, Medien und Parteien.

  • Andrea Herrmann | Bild: BR/Theresa Högner Andrea Herrmann

    Redakteurin und Moderatorin der Redaktion Politik und Hintergrund


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