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Preiskampf der Autohersteller Abwrackprämie für Alt-Diesel löst Rabattschlacht aus

Mit einer Abwrackprämie für Alt-Fahrzeuge wollte die Autoindustrie das angeschlagene Image der Dieselmotoren retten. Doch inzwischen ist eine Wechselprämie der Hersteller daraus geworden, bei der auch ausländische Anbieter kräftig mitmischen – mit ständig neuen Rabatten.

Von: Felix Lincke

Stand: 11.08.2017

Abwrackprämie der Autohersteller | Bild: picture-alliance/dpa

Der Wettbewerb um die Kunden mit älteren Dieselfahrzeugen, die nur die Euro-Normen eins bis vier erfüllen, wird immer härter. Fast täglich werden höhere Prämien für Neufahrzeuge genannt, immer mehr Hersteller bieten mit.

Preiskampf um die Kunden

So versuchen Opel und Renault die Angebote der deutschen Hersteller BMW, Daimler und der Marken im VW-Konzern teilweise zu überbieten – oder wenigstens mitzuhalten. Bei Neupreisen um die 20.000 Euro wie für einen Opel Astra oder Renault Megane sind 5.000 Euro Wechselprämie ein erheblicher Preisnachlass.

Die neue Opel-Mutter PSA mit den Marken Peugeot und Citroen zahlt noch keine Abwrack-Prämie. Ford zahlt nicht für Euro-4-Diesel und Toyota begnügt sich wie der BMW-Konzern mit 2.000 Euro bei zusätzlichen Bedingungen. Viele Importmarken haben sich noch nicht festgelegt. Altfahrzeuge sollten mindestens sechs Monate auf den Halter zugelassen sein und bis zum Jahresende gegen Neufahrzeuge eingetauscht werden. Die Kunden können auch einen Benziner kaufen.

Die stärkste Einschränkung gibt es bei Mercedes, dort können nur Fahrzeuge der eigenen Marke eingetauscht werden.


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Norbert Orlowski, Samstag, 12.August, 18:06 Uhr

4. Was heißt denn Abwrackprämie bzw. Rabattschlacht. . .

. . . wenn doch schon seit längerem für einen Fahrzeug der Golf-Klasse Nachlässe von 5.000 oder 6.000 Euro vom Listenpreis gang und gäbe waren? Dabei konnte man ggf. sein Altauto noch für ein paar Euro an einen Verwerter verkaufen; jetzt muss es abgegeben werden. So ganz schlecht können solche Geschäfte für die Autoindustrie nicht sein, denn es mehren sich tatsächlich die entsprechenden ganzseitigen Anzeigen in den Zeitungen. Denn dass die Verantwortlichen der Autokonzerne plötzlich vom schlechten Gewissen getrieben diese Angeboe machen, glaubt doch wohl niemand. - Und Frau Merkel, unser Regierungsoberhaupt, kritisiert die Autoindustrie ob des verloren gegangenen Vertrauens, wie der BR heute berichtet. Sie hat natürlich, wie immer, alles richtig gemacht und trägt auch in dieser Angelegenheit nicht mal ein kleines Stückchen Mitverantwortung. . .

Many, Freitag, 11.August, 13:45 Uhr

3. Man soll´s

nicht glauben, da wird aus einer Show-Veranstaltung für die bösen Trixer, eine Verkaufsförderung für, unter Umständen fast genauso schlechte Euro6 Fahrzeuge. Die dann nach ein paar Jahren ebenfalls wieder aus dem Verkehr gezogen werden. Guter
Trick um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Was passiert denn mit den angekauften Kfz ? Wahrscheinlich tauchen die dann in Osteuropa oder in Afrika auf.Da haben die Hersteller noch etwas für die Portokasse.

wiesner, Freitag, 11.August, 13:27 Uhr

2. Ladenhüter Diesel

Benziner, Gas, Elektro sind halt skandalfrei.
Wer kauft noch einen neuen Diesel wo dann wider etwas aufkommen könnte.

  • Antwort von Rainer, Freitag, 11.August, 22:51 Uhr

    Skandalfrei - solang es dauert.

  • Antwort von GerdaB, Samstag, 12.August, 18:59 Uhr

    Elektroautos, ja so eine gute Idee! Hohes Batteriegewicht, geringe Reichweite und lange Ladezeiten - alles so toll, dass man sich unbedingt darum reißen muss. und vor allem, unsere skandalgeschüttelte Autoindustrie (bravo, Frau Merkel und Herr Dobrindt, toll gemacht!) hat dann auch gleich wieder neue Abnehmer für das nächste Auslaufmodell hat. Nun ja, die Autoindustrie muss halt boomen, sonst gehts dahin mit dem deutschen Wirtschaftswunder. Das deutsche Wählervieh wird es dann schon richten!
    Und der Strom kommt aus der Steckdose, juhuuuuuuuuuuuuuu!

  • Antwort von Casper, Sonntag, 13.August, 01:22 Uhr

    @ GerdaB
    "Und der Strom kommt aus der Steckdose. juhuuuuu!"
    Aber wie die den da reinkriegen, ist mir ein Rätsel.

Uwe, Freitag, 11.August, 13:03 Uhr

1.

Das Problem dabei ist, wie schon bei der letzten Abwrackprämie, dass Leute, die wie ich einen älteren Diesel fahren (E4), sich meist keinen Neuwagen leisten können. Da ändert auch die Prämie nichts dran. Also kommen nur die Leute in den Genuss der Prämie, die sich auch ohne einen Neuwagen leisten können. Kompletter Unsinn also.