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Diesel-Affäre Das sind die Tricks der Autohersteller

Volkswagen und mehrere Konzerntöchter haben Diesel-Autos verkauft, deren Abgaswerte manipuliert waren. Viele Hersteller trimmen ihre Autos auf Idealwerte, wenn diese zu offiziellen Messungen auf den Prüfstand kommen. Die meisten der Tricks sind legal, aber umstritten.

Von: Stephan Lina

Stand: 17.07.2017

Auspuff eines Volkswagen | Bild: picture-alliance/dpa/Julian Stratenschulte

Ein perfekter Reifendruck, die Klimaanlage und andere Stromfresser sind abgeschaltet, besondere Leichtlauföle eingefüllt. Bei den Prüfungen, bei denen der offizielle Verbrauch und die entsprechenden Abgaswerte ermittelt werden, zeigen neue Autos immer ihre beste Seite. Solche Optimierungen sind völlig legal.

Rechtsstreitigkeiten erwartet

Umstrittener und prinzipiell illegal sind dagegen Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung. Vor allem, wenn sie erkennen, dass ein Auto auf dem Teststand steht und dann und nur dann mit voller Kraft arbeiten, sich aber auf der normalen Straße abschalten. Es gibt aber bisher Ausnahmen, die zumindest formal legal sind, und auf die sich manche Hersteller berufen: Etwa, wenn die Abschalttechnologie offiziell dem sogenannten Bauteilschutz dient.

Dann werden zum Beispiel bei niedrigen Temperaturen die Abgase nicht mehr oder nur bedingt gereinigt. Dies diene dem Motorschutz, heißt es zum Beispiel bei BMW. Solche Ausnahmen sind aber sehr umstritten. Experten erwarten, dass gerade die Grauzonen rund um das Thema Abschaltvorrichtungen noch zu zahlreichen Rechtsstreitigkeiten führen werden.


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Motzki, Montag, 17.Juli, 15:55 Uhr

4. Versäumnis der Politik

Die Tricks sind nur legal, weil es die Verantwortlichen in der Politik (aus welchen Gründen auch immer) unterlassen, die Umgebungsparameter der Tests ausreichend detailliert festzulegen.

  • Antwort von Blechmann13, Dienstag, 18.Juli, 10:59 Uhr

    Und warum werden diese nicht "detailiert"?
    Ganz einfach, weil von Regierung bewußt Schlupflöcher geschaffen werden, im Ausgleich wahrscheinlich gegen Arbeitsplatzgarantien und Investitionen.

    Ein Schelm, der dabei an "Eine Hand wäscht die Andere" denkt...
    Praktiken, die in kriminellen Kreisen gang und gäbe sind...

    mfg

Blechmann13, Montag, 17.Juli, 12:20 Uhr

3. Das sind keine Tricks

der Autoindustrie, sondern schon seit Jahrzehnten bewußt abgenickte Betrügereien der Politik.

Auch wenn ich kein Fan der DUH bin, kann ich verstehen, wenn diese von "eheähnlichen" Zuständen zwischen der Politik und den Autobauern spricht....also sollten gerade die Bayern vorsichtig sein mit der Verfassungsklage gegen eine "Ehe für alle"! ((-;

Dabei wäre es so einfach...Auto wird getestet wie es verkauft wird, ohne wenn und aber.
Allein daran sieht man, wie korrupt und hörig unsere Regierung gegenüber der (Auto-)Industrie ist, wo doch angeblich der Bürger und seine Gesundheit an erster Stelle stehen sollten.
In der Realität ist der Bürger dann halt doch nur alle 4 Jahre an der Wahlurne wichtig...

mfg

mfg

Many, Montag, 17.Juli, 12:17 Uhr

2. Ohne die

Ami, währe da garnix rausgekommen.Die wollen jedoch auch ihren Markt vor zuviel Konkurrenz schützen. Da unsere Hochverehrte
Frau Klimakanzlerin da die Schützende Hand über die Auto Hersteller und speziell VW hält ,wird ausser einigen Gesprächen ,nichts
dabei heraus kommen ,dank der Einschläferungsmöglichkeiten von Frau Merkel. Gääähn.

Erich H., Montag, 17.Juli, 11:16 Uhr

1. Eine Amerikanerin hat mal vor der Kamera über VW gesagt.

Eine Amerikanerin hat mal vor der Kamera über VW gesagt:
Wenn ich die Reklame über die Umweltfreundlichkeit von dem Clean Diesel höre, dann bekomme ich als Fußgängerin ein schlechtes Gewissen.