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Weltseniorentag DGB Bayern fordert Maßnahmen gegen Altersarmut

Zum heutigen Internationalen Tag der älteren Menschen appelliert der Deutsche Gewerkschaftsbund Bayern an die Politik, die Lebenssituation von Senioren zu verbessern. Immer mehr Ältere seien von Armut bedroht.

Von: Antje Dörfner

Stand: 01.10.2017

Altersarmut | Bild: picture-alliance/dpa

Ältere Menschen, die Mülleimer nach Pfandflaschen durchsuchen: Auch in München sind sie keine Seltenheit mehr. Altersarmut wird zunehmend zu einem Problem. Ein Grund, warum der Deutsche Gewerkschaftsbund Bayern (DGB Bayern) an die Politik appelliert.  Immer mehr Ältere seien von Armut bedroht,  kritisiert Verena Di Pasquale, die stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern. Um den sozialen Abstieg im Alter zu verhindern, sei ein Kurswechsel in der Rentenpolitik notwendig.

Jeder fünfte Mann von Armut bedroht 

Flaschensammler sind auch in München keine Seltenheit mehr.

Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sei die Zahl der armutsgefährdeten Menschen in Bayern erneut gestiegen. Im Jahr 2016 waren demnach etwa jede vierte Frau und jeder fünfte Mann über 65 Jahren von Armut bedroht.

Bei einem Großteil älterer Menschen sei der Übergang zwischen dem Austritt aus dem Erwerbsleben und dem Eintritt in die Rente problematisch. 2015 seien nur noch deutlich weniger als die Hälfte der älteren Menschen unmittelbar vor der Rente sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen. Bei den Männern sei das nur etwa 40 Prozent gelungen, bei den Frauen lediglich knapp 35 Prozent.

DGB setzt sich für Teilrente ein

Ältere Menschen müssten im Arbeitsleben gehalten werden, fordert Verena Di Pasquale. Ihnen müssten darüber hinaus flexible und sozial abgesicherte Übergänge in die Rente ermöglicht werden.  Hier sei die Bayerische Staatsregierung gefragt, sich für einen Rechtsanspruch auf sozialversicherungspflichtige Teilzeit im Alter sowie für einen Zugang in eine Teilrente ab 60 Jahren einzusetzen, so die Vertreterin des DGB Bayern.


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Rentner, Sonntag, 01.Oktober, 20:26 Uhr

22. Meine Rente reicht nicht zum Leben

Ich hab einen PC und einen Internetzugang,
Dafür kann ich mir kein Frühstück leisten, meine Kleidung hat Löcher und mein Bett besteht aus leeren Wasserkästen.
Man muss halt Prioritäten setzen, dann passt das auch.

  • Antwort von Klartext, Montag, 02.Oktober, 07:12 Uhr

    Sie kommen mir mit ihrem Kommentar eher wie ein vom Wohlstand verwöhnter Politiker vor. Der Hochmut kommt vor dem Fall.

  • Antwort von Rentner, Dienstag, 03.Oktober, 07:38 Uhr

    Es ist eine Sauerei, dass man hier ohne Namen diffamieren kann.

Josef, Sonntag, 01.Oktober, 19:27 Uhr

21. Grenze nach oben ist noch offen

im Vergleich zu den USA. Bei uns heißt es im Bericht immer noch von Armut bedroht, wieviel aktuell in Armut leben wird nicht erwähnt. Ein Blick in die USA zeigt das wir noch relativ gut da stehen und Luft nach oben ist.
Wir brauchen uns nicht wundern wenn es andersfarbig wird in Deutschland ein Armer hat nichts zu verlieren. Man sollte auch die Asylanten mit einrechen die Arm kommen und in Deutschland auch Arm bleiben mit Niedrigjobs.
Also werden wir bald ca eine Armutsquote von 35% haben da sollte mal die Regierung im sozialen Wohnungsbau gleich Suppenküchen mit einplanen!

Sebastian Günther, Sonntag, 01.Oktober, 16:09 Uhr

20. Formel: Umso schneller EZB Kursmanipulatoren verhaftet werden desto mehr bleibt!

Formel: Umso schneller EZB Kursmanipulatoren verhaftet werden desto mehr bleibt!

  • Antwort von Jörg F., Sonntag, 01.Oktober, 18:02 Uhr

    Genau! Mit einfachen Parolen, die Stimmung anheizen, das ist toll! Stimmt die Geldpolitik der EZB wird kritisiert, aber ist sie kriminell? Wenn ja stichhaltige Beweise bitte! Ansonsten keine solchen Parolen mehr, das hilft nicht!

  • Antwort von Hallo, Sonntag, 01.Oktober, 20:14 Uhr

    @Jörg F.
    Kleines Zitat von Martin Luther King junior:
    "Never forget that everything Hitler did in Germany was legal."

  • Antwort von Barbara, Sonntag, 01.Oktober, 20:27 Uhr

    Hallo, was wollen Sie mit diesem "Zitat" von Martin Luther King junior sagen? Sollte er das so gesagt haben, wie Sie das zitieren, so weiß doch jeder, daß Hitler sich seine eigenen Gesetze gemacht hat. Aber jeder, der sich seine eigenen Gesetze macht, handelt zwar gemäß seinen eigenen Gesetzen konform, aber deswegen ist sein Handeln noch lange nicht legal. Insofern ist dieses Zitat nicht richtig.

A.Weiss, Sonntag, 01.Oktober, 14:17 Uhr

19. Altersarmut

Unzufriedenheit, berechtigte, fördert Rechtsruck. Jemand, der sein Leben lang gearbeitet hat und im Alter zur Tafel muss, oder arbeiten bis zur Kiste. sollte sein gutes Recht einfordern. Doch hierfür findet sich kein "Organisator" zuständig. Ebenso ist es immernoch ein Unding, dass so viele Berufsgruppen oder Beamte in die Rentenkasse NICHT einzahlen müssen, später aber, wie letztere, hohe Pensionen beziehen. WARUM EIGENTLICH? Das ist die grösste Ungleichbehandlung überhaupt und wird viel zu wenig angeprangert. In einer Gemeinschaft sollten ALLE gleichermassen belastet werden und nicht nur ein Teil der Bevölkerung. Dazu gehört aber Mut, diese Richtung einzuschlagen. Und Mut sucht man bei Politikern vergeblich. Es geht ja schliesslich auch um eigene Belange. Der kleine ,dumme Steuerzahler finanzier das ja alles. Also, weiter so. Traurig !

  • Antwort von Gretchen, Sonntag, 01.Oktober, 15:21 Uhr

    Denken Sie nicht, dass es ein Nullsummenspiel ist, wenn mehr Leute in die Rentenversicherung einzahlen und dann auch mehr eine Rente erhalten? Odwer stellen Sie sich vor, andere zahlen ein und Sie bekommen dann deren Geld?

  • Antwort von Jörg F., Sonntag, 01.Oktober, 16:20 Uhr

    Und schon sind wir bei einer Debatte, wir müssen und die nicht. Von Beamten wird besondere Loyalität verlangt, deshalb bekommen sie eine Pension. Viele Beamte sind trotzdem nicht reich und werden es von ihrer Pension auch nicht.

    Die Frage ist wie wollen wir die Existenz unserer Bürger und damit auch Rentner sichern und wie wird das finanziert? Umlageverfahren kommen derzeit aus diversen Gründen an ihre Grenzen. Es ist an der Zeit neues zu denken, wie z.B. Transaktionssteuern

  • Antwort von Elli, Sonntag, 01.Oktober, 18:59 Uhr

    Ich glaube nicht, liebes Gretchen, dass A.Weiss es so gemeint hat, wie Sie es interpretieren, nämlich von Einzahlenden ab zu sahnen. Ich vermute, gemeint war, Rentenbeiträge auf alle Schultern zu verteilen, was aber nicht der Fall ist. Auch gehe ich mit Jörg nicht einig bzgl Loyalität. Wem gegenüber? Und es ist auch nicht die Frage, ob ein Beamter reich wird oder nicht, denke ich mal. Ich meine auch, hier müsste ausgeglichen werden nach dem Motto: gleiches Recht für alle. Mal sehen, wie es mir mal diesbezüglich gehen wird. Bin gespannt. Wir wissen heute, dass vorzubeugen ist, die heutigen Rentner standen aber plötzlich vor vollendeten Tatsachen. Das ist die Krux.

  • Antwort von Gretchen, Sonntag, 01.Oktober, 19:36 Uhr

    @A. Weiss:

    Jeder kann Beamter werden. Wenn Sie so neidisch auf Beamte sind, dann bewerben Sie sich doch beim Staat. Die haben Personalsorgen, weil den Job keiner mehr machen will: schlechte Gehälter, schlechtes Image, schlechte Arbeitsbedingungen (nicht immer, aber immer öfter, denken Sie mal an die Polizei). Ein Vermögen können die wenigsten Beamten bilden. Da reicht einfach das Gehalt meist nicht. Als Ausgleich werden sie wenigstens einigermaßen versorgt.
    Im Übrigen wurden alle Rentenkürzungen der Agenda 2010 wirkungsgleich auf die Beamten übertragen.

  • Antwort von A.Weiss, Sonntag, 01.Oktober, 22:43 Uhr

    Gehe ich richtig wenn ich vermute, Gretchen, Sie haben Beamtenstatus, so wie Sie sich ereifern. Es sei Ihnen gegönnt und allen anderen auch. Es ändert aber nichts ander Tatsache der UNGLEICHBEHANDLUNG. Und um nichts anderes geht es und hat mit Neid absolut nichts, aber auch garnichts zu tun. Doch ich denke, Sie wollen oder können nicht den springenden Punkt erkennen. Daher ist es müssig, zu debattieren.

Markus, Sonntag, 01.Oktober, 14:09 Uhr

18. Die Gewerkschaftsbosse verstehen nicht viel von der Materie!

Diese sind selbst schuld an der Misere.

Denn für eine vernünftige Rente wird im Erwerbsleben ein vernünftiges Einkommen benötigt. Durch die seit Jahrzenten lediglich prozentual angehobenen Einkommen (gleich einem Skalar) wird die Einkommensschere immer größer (driftet auseinander), und somit wird auch die Durchlässigkeit in höhere Gehaltsklassen immer schwieriger, was aber von Nöten wäre, um auch Chancengleichheit zu gewährleisten.
In allen tariflich organisierten Gehaltsgruppen sind mittlerweile "von unten nach oben" große Sprünge zu sehen, so dass letztendlich ein Paar sehr gut verdienen, aber viele ohne Aussicht auf den beruflichen, und damit finanziellen Aufstieg feststecken.

Zukünftig müssten die Gehaltsanpassungen als sog. Inflationsausgleich als fester Betrag orientiert am mittleren Einkommen (Median, nicht Durchschnitt) festgesetzt werden. Nur dann würde das Problem zumindest nicht noch erheblicher werden.

Aber ob die das verstehen, ich wage es zu bezweifeln.

  • Antwort von Jörg F., Sonntag, 01.Oktober, 15:12 Uhr

    Ja die Gewerkschaftsbosse und ihre Unfähigkeit.
    hmm ehrlich, sind sie Mitglied einer Gewerkschaft? Wissen Sie wie Tarife entstehen und Löhne gestaltet werden ? Da sitzen auch die Arbeitgeber mehr als maßgeblich mit am Tisch! Die wollen eher geringe Löhne und wenn sie schon Geld für Löhne ausgeben müssen, dann doch bitte für die gefragten Facharbeitskräfte und nicht für die Hilfskräfte.
    Tarifverhandlungen sind schwierig, besonders wenn sich immer weniger gewerkschaftlich organisieren und auch in der Gewerkschaft sich engagieren. Die Gewerkschaftsbosse sind ohne Sie nichts! Und Sie werden ohne die "unfähigen" Gewerkschaften noch mehr ihren Arbeitgeber und dem sich verändernden Arbeitsmarkt ausgesetzt sein.