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Immer mehr Billig-Märkte Deutschland wird zum Paradies für Schnäppchenjäger

Billig-Märkte haben seit Jahren Hochkonjunktur. Immer schneller steigt die Zahl der Non Food Discounter und ihrer Filialen. Mit ihrem Sortiment ohne Lebensmittel liegen sie preislich deutlich unter den Preisen bei Aldi und Lidl.

Von: Felix Lincke

Stand: 15.11.2017

Spielbälle mit einem Logo der deutschen Handelskette Tedi | Bild: pa/dpa/Ina Fassbender

Non Food Discounter sind eine erhebliche Konkurrenz für Aldi und Lidl. Ein wichtiger Grund: Kleinigkeiten kaufen viele Konsumenten gern spontan, wenn sie nur billig sind. Dieser Schnäppchen-Mentalität will der Non Food Discounter Tedi aus Dortmund, an dem die Supermarkt-Kette Tengelmann beteiligt ist, weiter entgegen kommen. In seinen Märkten findet man Haushalts- und Elektroartikel, Spielwaren und einige Drogerie- und Kosmetikprodukte.

Ausländische Discounter drängen nach Deutschland

Ein Großteil der 1.700 Tedi-Filialen liegt derzeit noch in Deutschland. Der Umsatz betrug im letzten Jahr 632 Millionen Euro, das Wachstum 13,5 Prozent. Zum Gewinn werden keine Angaben gemacht, außer dass es keinen Verlust gebe. Weitere Märkte werden im nächsten Jahr auch in Polen, Portugal und Italien eröffnet. Bis es europaweit 5.000 sind.

In Deutschland kommen in den nächsten Monaten noch die Märkte von Black.de dazu. Umgekehrt drängen ausländische Discounter auch hierher. Da gibt es Wettbewerber aus den Niederlanden wie Action und Hema oder Rusta aus Schweden, der sich als Möbelhaus im Stil von Ikea sieht. Allein Rusta plant 500 Filialen in Deutschland. Andere Namen verschwinden wieder. So gehen die Filialen von Vögele an Tedi und Kik. Unterm Strich wächst das Billig-Angebot aber immer schneller.


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