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Wieder Richtung 20 Prozent SPD im Sinkflug

Noch geht sie am Wähler vorbei, die neue Offensive von Martin Schulz. Seine SPD verliert weiter an Boden, wie der neue ARD-Deutschlandtrend im Auftrag des ARD-Morgenmagazins zeigt.

Von: Achim Wendler

Stand: 19.05.2017

Martin Schulz | Bild: picture-alliance/dpa

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, kämen die Sozialdemokraten nur noch auf 26 Prozent. Damit haben sie seit der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen einen weiteren Prozentpunkt verloren. Die Union legt derweil auf 38 Prozent zu (+1). Eine wachsende Kluft zeigt sich auch beim Personal: Im direkten Vergleich der Kandidaten liegt Kanzlerin Angela Merkel mit 49 Prozent (+0) immer weiter vor ihrem Herausforderer Schulz (32 Prozent; -4).

Wechselstimmung herrscht weniger denn je

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Nur noch 32 Prozent der Deutschen wünschen sich eine von der SPD geführte Regierung (-4). 48 Prozent setzen auf die Union. Obwohl die SPD inzwischen ihr Wahlprogramm lanciert hat, finden die meisten Deutschen nach wie vor, sie sei unkonkret: Für 68 Prozent sagt sie nicht genau, wie sie soziale Gerechtigkeit erreichen wolle.

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Von den kleinen Parteien kann sich nur die FDP verbessern. Sie liegt jetzt bei neun Prozent (+1). Die Grünen halten sich bei acht Prozent. Die AfD mit neun Prozent und die Linke mit sechs Prozent verlieren jeweils einen Punkt. Was Diesel-Fahrverbote in Innenstädten angeht, gibt es keine klare Mehrheit. 48 Prozent der Deutschen befürworten ein Fahrverbot für Diesel ohne Euro-6-Norm. 49 Prozent sind dagegen. Für den ARD-Deutschlandtrend befragte infratest dimap am Dienstag und Mittwoch insgesamt 1.017 Menschen.


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Dieter, Samstag, 20.Mai, 13:17 Uhr

8. SPD

Es mag sein und richtig ist, dass der Wähler sich von seinen Kandidaten abwendet. Schulz z.B. ist nicht zu gebrauchen für ein Amt, schon gar nicht als SPDler. Aber Fakt ist auch, mit einem ausgelutschten Eurokraten, der in der EU entsorgt wurde, in einer Art Spontan-Recycling plötzlich einen strahlenden Messias aus dem Hut zu zaubern, das ist einfach albern. So blöd sind die Deutschen nun doch nicht, dass sie auf so eine Schmierenkomödie, in Hinterzimmern ausbaldowert, hereinfallen. Das ist nur ein Indiz mehr, dass die politische Klasse abgehoben und psychopatisch ist. Der Wähler sollte noch radikalere Konsequenzen ziehen. Schulz sieht fertig aus und sollte aufs Altenteil. Er bekommt ja genug. Meiner Meinung nach war auch der Medienhype um Schulz dafür angelegt, A. Merkel nur umso strahlender erscheinen zu lassen. Denn wenn jemand fallen soll, so muss er erst mal steigen. Das haben die Medien-Königinnen F. Springer, L. Mohn und wer weiß noch für Merkel genau so geplant.
M.f.G.

oekoschwein, Freitag, 19.Mai, 09:44 Uhr

7. Bürgerversicherung

Die SPD hat das Projekt der Bürgerversicherung, dass also jeder, auch Beamte und Selbständige, und vor allem die besserverdienenden Angestellten, sich nicht mehr aus der Solidargemeinschaft verabschieden können. Das wäre ein echtes Projekt der sozialen Gerechtigkeit.
Als Gegenargumente werden oft angeführt: Die Arztpraxen sind angewiesen auf die Privatpatienten, weil sich mit den gesetzlich versicherten kein Geld verdienen ließe. Als Beweis wird angeführt, dass die Erlöse aus den Gesetzlichen gerade reichten, um die Fixkosten (Miete, Hilfspersonal, ...) zu bezahlen, der einzige Gewinn würde mit den Privatpatienten gemacht. Das ist natürlich eine Milchmädchenrechnung: In welchen Räumen, mit welchem Hilfspersonal sollten PPen behandelt werden, wenn das nicht von den Gesetzlichen bezahlt worden wäre? Eine echte betriebswirtschaftliche Rechnung müsste die Kosten anteilig auf alle Patienten umlegen, und da sind PPs nicht billiger als Gesetzliche.

Erich, Freitag, 19.Mai, 09:29 Uhr

6. Also bei Schwesig ist nix im Sinkflug,

die hat ganz schön zugelegt.

Helmuth, Freitag, 19.Mai, 08:37 Uhr

5.

Gab es nicht noch vor Wochen die Meldungen, das es Unmengen an Neueintritten in die SPD gab. Die Zahlen haben sich doch nur so überschlagen mit dem Schulz Effekt. Sind diese Mitglieder nun alle wieder ausgetreten oder waren es nur heiße Luft ?

Miranda, Freitag, 19.Mai, 08:29 Uhr

4.

Wer soll die SPD denn auch wählen? Konservative, Liberale, Betuchte eh nicht und der sog. kleine Mann wohl auch nicht. - Nach Kohl hatten die Wähler große Hoffnungen auf Schröder-Fischer gesetzt. Bekommen haben wir Hartz-IV und die erste Verwicklung in einen Krieg nach dem 2 Weltkrieg.

Da bräuchte es schon einen Kandidaten mit der Integrität und Weitsicht von Helmut Schmidt und keine Dampfplauderer und Opportunisten.