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Immobilienkonzern Deutsche Wohnen Neue Übernahmegerüchte

Obwohl die Deutsche Wohnen AG an der Börse der zweitgrößte Immobilienkonzern ist, muss sich das Management gegen Übernahmeversuche verteidigen. Der Dax-Konzern Vonovia würde das kleinere Mdax-Unternehmen gern kaufen. Die Deutsche Wohnen wehrt sich.

Von: Von Felix Lincke

Stand: 21.03.2017

Balkons an einem Mehrfamilienhaus | Bild: picture-alliance/dpa/Andrea Warnecke

Deutsche Wohnen-Chef Michael Zahn wird den Aktionären erneut erklären müssen, warum er das nächste Übernahme-Angebot vom deutschen Marktführer Vonovia ablehnen will. Vor gut einem Jahr scheiterte ein feindlicher Versuch mit einem Kaufpreis von 14 Milliarden Euro, den Zahn erfolgreich abwehrte.

Späte Einsicht

Vonovia verspricht diesmal die Zustimmung des Managements zu suchen. Der Monate lange Machtkampf hinderte die Deutsche Wohnen AG ihrerseits daran, sich selbst durch eine Fusion mit dem Düsseldorfer Immobilienkonzern LEG entscheidend zu vergrößern. So werden zehntausende von Mietwohnungen verschoben, von denen viele von Bund, Ländern und Kommunen aus heutiger Sicht viel zu billig abgegeben wurden. In Berlin, wo die Deutsche Wohnen stark vertreten ist, bedauert die Stadt bereits den Ausverkauf ihrer ehemaligen Sozialwohnungen zu einem Bruchteil ihres heutigen Werts. Gerade im unteren Preissegment sehen die Wohnungskonzerne Spielraum für Mieterhöhungen. Das Angebot in den alten Beständen wird immer knapper. Neue Wohnungen werden dagegen meist nur sehr teuer oder gar nicht vermietet.


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