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Kontrovers Der politische Aschermittwoch in Bayern

Markus Söder kämpft lautstark um die Wähler rechts der Mitte, die SPD ringt nach dem Schulz-Desaster um Selbstbewusstsein und die kleinen Parteien bieten sich vollmundig als Alternative an – der politische Aschermittwoch heute Abend in Kontrovers und hier auf BR24 im Livestream

Stand: 14.02.2018

Moderator Andreas Bachmann | Bild: Bayerischer Rundfunk

Den politischen Aschermittwoch der CSU hat ein kämpferischer Auftritt des designierten Ministerpräsidenten Markus Söder geprägt. Söder sparte auch nicht an Angriffen auf die Schwesterpartei CDU und kritisierte einen - so wörtlich -  "einschläfernden Politik- und Wahlkampfstil". Die Union müsse zur alten Glaubwürdigkeit zurückkehren und wolle die Lufthoheit über die Stammtische wieder haben.

Söder und das christliche Abendland

Die AfD sei keine Ersatz-Union, weil sie nicht bürgerlich sei. Söder sprach sich gegen eine Ausweitung des Islamunterrichts an bayerischen Schulen aus und plädierte dafür, die bayerische Verfassung zu ändern: Darin müsse ein klares Bekenntnis zur christlich-abendländischen Prägung aufgenommen werden. Noch-Ministerpräsident Seehofer hatte seinen Auftritt wegen Krankheit absagen müssen.

SPD gegen Heimatbrei

Auch bei den anderen Parteien standen die Aschermittwochs-Reden im Zeichen der kommenden Landtagswahl. Auf die CSU gemünzt sagte SPD-Landtagsfraktionschef Rinderspacher in Vilshofen, Heimat sei keine Verordnung zur Einheitlichkeit.

Lindner will Freistaat "umgraben"

FDP-Chef Lindner kündigte an, die Liberalen würden den Freistaat umgraben, damit es eine starke Fraktion der Freien Demokraten gebe. Linken-Politiker Bartsch zeigte sich in Passau optimistisch, denn seine Partei habe bei der Bundestagswahl in Bayern bereits mehr als fünf Prozent geholt. Grünen-Chef Habeck rief in Landshut dazu auf, den Absolutismus der CSU zu brechen: Das Land gehöre keiner Partei.

Aiwanger: Bayern immer mehr 'verlidlt'

Freie-Wähler-Chef Aiwanger kritisierte in Deggendorf den zunehmenden Flächenverbrauch: Deutschland sei nicht erst dann ein starkes Land, wenn der letzte Quadratmeter Weizenboden unter einem Lidl-Parkplatz verschwunden sei. In Osterhofen sprach AfD-Chef Meuthen und kritisierte, das C im Namen von CDU und CSU stehe längst für die Halbmondsichel des Islam.

"Kontrovers" mit den Höhepunkten

Die Höhepunkte des politischen Aschermittwochs heute Abend in Kontrovers im BR-Fernsehen und hier im Livestream auf BR24. Die Moderation hat Andreas Bachmann.


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