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Reaktion aus Kreuth auf Übergriffe "Schnellstens Abschiebungen einleiten"

Zum Auftakt der CSU-Klausur übt sich CSU-Generalsekretär Scheuer in Populismus - und spricht direkt eine mögliche Verbindung zwischen Flüchtlingen und den Angriffen auf Frauen in der Silvesternacht an.

Von: Nikolaus Neumaier

Stand: 06.01.2016

 CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer gibt am 06.01.2016 zu Beginn der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag in Wildbad Kreuth (Bayern) ein Interview. Die Klausurtagung findet vom 06. bis 08.01.2016 in der Bildungseinrichtung der Hanns-Seidel-Stiftung in Wildbad Kreuth statt. | Bild: dpa-Bildfunk/Matthias Balk

Nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht fordert die CSU eine harte Bestrafung der Täter und eine bessere Ausstattung der Polizei. Zum Auftakt der Kreuther Klausurtagung plädierte Generalsekretär Andreas Scheuer für ein Vorgehen mit aller Härte des Rechtsstaates.

"Es ist für uns völlig klar: Wenn sich herausstellt, dass diese Männergruppen einen Migrationshintergrund haben und Flüchtlinge oder Asylbewerber sind, dann müssen schnellstens die Abschiebungen eingeleitet werden."

 Andreas Scheuer, CSU-Generalsekretär

Scheuer kritisierte auch Vorschläge, Frauen sollten sich zu ihrer eigenen Sicherheit zurückhaltend in der Öffentlichkeit bewegen. Es se nicht der richtige Weg, "dass sich jetzt Frauen in ihrem Verhalten anpassen müssen und dass sich die heimische Bevölkerung anpassen muss. Da müssen wir ganz deutlich sagen, dass die, die zu uns kommen, sich anpassen und nicht umgekehrt.".

Die Vorsitzende der CSU Landesgruppe, Gerda Hasselfeldt, verlangte eine bessere Ausstattung der Polizei.

"Die erste Konsequenz ist, dass die Polizisten sachlich als auch personell so ausgestattet werden, dass sie für solche Fälle auch gewappnet sind."

Gerda Hasselfeldt

Außerdem, so Hasselfeldt, müssten auch die Polizisten selbst besser für entsprechende Vorfälle ausgebildet werden.


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