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Kapitän der "Costa Concordia" Muss Schettino ins Gefängnis?

Der Ex-Kapitän des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia", Francesco Schettino, sitzt wieder auf der Anklagebank. Vor dem Kassationsgericht in Rom beginnt heute die vermutlich letzte juristische Schlacht um die Havarie des Schiffes vor fünf Jahren.

Von: Tilmann Kleinjung

Stand: 20.04.2017

Kapitän Schettino | Bild: dpa-Bildfunk

Sollten die Richter am Kassationsgericht das Urteil aus erster und zweiter Instanz bestätigen, muss Schettino ins Gefängnis. Der Kapitän der Costa Concordia ist wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, eines fahrlässigen Unfalls und der Tatsache, dass er Schutzbefohlene an Bord der "Costa Concordia" zurückgelassen hat, zu insgesamt 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden.

Schettinos Anwälte werden heute die Aufhebung des Urteils fordern. Dafür machen sie unter anderem Verfahrensfehler geltend. Außerdem wollen sie nachweisen, dass ihr Mandant nicht der Hauptverantwortliche für die Havarie der "Costa Concordia" und deren Folgen ist.

Schiffsunglück forderte 32 Tote

32 Menschen starben am 13. Januar 2012, als Schettino das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" gegen einen Felsen vor der Insel Giglio manövrierte und anschließend den Notfallplan zu spät einleitete. Das Verfahren vor dem Kassationsgericht ist die letzte Instanz in dem Verfahren. Sollten die Richter Rechtsfehler in dem Fall feststellen, müsste neu verhandelt werden. Dann könnte die Zeit für Schettino spielen: Ab dem 14. Juli 2019 ist der Fall verjährt.


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Renate Fiedler, Freitag, 21.April, 12:54 Uhr

2. keine vorsetzliche Tötungsabsicht

Als an maritimen Themen interessierte Küstenbewohnerin habe ich die Berichterstattung in den Medien und den mit Seefahrt assoziierten Foren lange verfolgt und
bin der Meinung, hier wurde jemand von einer mächtigen Industrie (Kreuzfahrt) als alleiniger Verursacher der Katastrophe ausgemacht: Das Verfahren wurde abgetrennt von der Costa Reederei, entsprechende Zeugen aus den Reihen der Besatzung abgefunden, der Steuermann, der sprachlich nicht zwischen backbord und steuerbord unterscheiden konnte, nie aufgespürt und befragt. Die Medien spielten dies Spiel weitestgehend mit, und es wurde jemand öffentlich vorverurteilt, bevor überhaupt ein Verfahren eröffnet war. Nie gab es in der Geschichte der Luftfahrt eine dermaßen hoch angesetzte Strafe für Pilotenfehler, es ist für mich also
die Frage, warum in dem Fall einer Verkettung unglücklicher Umstände zu solch einem Strafmaß führen soll und welche Interessen wirklich dahinterstehen.

wm, Donnerstag, 20.April, 10:11 Uhr

1. Unschuldslamm Schettino

Bella Schettino hatte die Verantwortung für SEIN Schiff,andere sind Schuld an der Katastrophe.
Dieser,von Ego geprägte Mann hat nicht das geringste Scham-Ehr-u.Verantwortungsgefühl.
Pfui Deibel!!!