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Browser Chrome knipst Nerv-Werbung aus

Aufdringliche Pop-Ups und lästige Blinki-Blinki-Banner: Der Chrome-Browser blendet solche Werbung nun aus - und macht so auch Adblocker irgendwann überflüssig.

Von: Christian Schiffer

Stand: 17.02.2018

Google Chrome | Bild: picture-alliance/dpa

Am 27. Oktober 1994 wurde das allererste Werbe-Banner auf einer Internetseite angezeigt, Auftraggeber war damals der Telekommunikationsanbieter AT&T. Viel ist seitdem passiert, Internetwerbung ist heute ein Milliardengeschäft, kostenlose Angebote finanzieren sich ausschließlich über Werbung. Auf vielfältige Art wird mittlerweile um die Aufmerksamkeit der User gebuhlt und manches Banner ist überaus lästig.

Nerv-Banner müssen draußen bleiben

Um nervige Werbung auszusperren, setzten viele Nutzer auf Adblocker. Diese wiederum sind den Medienverlagen ein Dorn im Auge, zudem sorgt das dahinterstehende Geschäftsmodell immer wieder für Diskussionen. Google möchte jetzt einen dritten Weg gehen: Seit 15. Februar filtert der Chrome Browser nervige Werbung heraus und zeigt stattdessen nur noch Werbung an, die den Standartregeln der "Coalition for Better Ads" entsprechend, einer Branchenvereinigung, zu der nicht nur Google selbst gehört, sondern auch Facebook, Axel Springer oder Microsoft.

Auf großen Seiten wird sich wenig ändern

Auf großen Seiten wird sich aber vermutlich nicht viel ändern, denn diese orientieren sich ohnehin an den Vorgaben der "Coalition for Better Ads"  und haben nervige Werbung längst rausgeworfen. Auf vielen kleineren Seiten allerdings könnte es in Zukunft etwas weniger nervig zugeht.


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