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Schluss mit teuren Provisionen! Hotels wehren sich gegen Buchungsportale

Hotelbuchungsportale sind mächtig und haben knallharte Verträge. Sie wollen verhindern, dass die Hotels woanders günstigere Preise anbieten. Gleichzeitig verlangen sie hohe Provisionen. Die Hotelbranche versucht sich zu wehren.

Von: Ralf Schmidberger

Stand: 17.08.2015

Hotels online buchen | Bild: picture-alliance/dpa

Buchungsportale wie HRS oder Booking sind für die Hotels Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite erreichen sie dadurch neue Kunden, auf der anderen Seite verlangen die Internetfirmen hohe Provisionen. Das sind 15 Prozent im Schnitt, erzählt Tobias Warnecke vom deutschen Hotelverband - und es kann deutlich mehr sein, in Einzelfällen gar bis zu 50 Prozent. Im Gegenzug "rückt das Hotel auf Listenplatz eins bei den Portalen".

Eingriff in die Preisgestaltung

Gleichzeitig verbieten etwa Expedia und Booking den Häusern, auf der hoteleigenen Webseite günstigere Zimmerpreise zu bieten. Dagegen läuft der Hotelverband Sturm. Tobias Wernicke etwa fordert, der Hotelier müsse "völlig frei in seiner Entscheidungsfreiheit" sein, etwa ob er nun "günstigere Preise auf seiner Webseite anbietet" oder nicht.

Reglementierung durch das Kartellamt

Dem Buchungsportal HRS hat das Kartellamt diese sogenannten Bestpreisklauseln bereits untersagt. Bei Booking steht die Entscheidung noch aus. Manche Hotels wehren sich: so haben sich in Regensburg knapp 40 Hotels zusammengetan und die Webseite Hotels-in-Regensburg.com gestartet - und damit schon tausende Euro Provisionen gespart.


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Hans Peter, Montag, 17.August, 12:05 Uhr

1. Buchungsportale

Das habe ich mit schon gedacht:

Die Buchungsportale zocken die Hotels ab und ich als Kunde habe gar nichts davon!

  • Antwort von hans, Montag, 17.August, 22:05 Uhr

    Buch direkt beim Hotel dann kriegst besseren Preis. Und erzähl es weiter. Ist so bin vom Fach