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Breitbandförderung EU erlaubt Technik für schnelles Internet in Bayern

Für rund 650.000 Haushalte in Bayern wird in den kommenden Monaten ein schnellerer Internetzugang möglich: Die Europäische Union hat für geförderte Breitbandnetze in Bayern die so genannte Vectoring-Technik genehmigt.

Von: Lorenz Storch

Stand: 13.10.2017

ARCHIV - Ein Hinweisschild der Stadt München mit der Aufschrift "W-Lan Hotspot", aufgenommen 07.03.2016 an einem Laternenmast auf dem Marienhof hinter dem Rathaus in München | Bild: dpa-Bildfunk/Andreas Gebert

Vectoring ist eine Art Turbo für Kupferkabel, die schon im Boden liegen, erklärt Finanz- und Heimatminister Markus Söder:

"Das ist eine Software, die aufgeschalten wird. Keine Genehmigung, kein Baulärm kein nichts. Nur ein Schalter der umgelegt wird, und schon hat man statt 30 50 oder statt 50 100 Megabit."

Markus Söder, bayerischer Finanzminister

Alle Firmen sollen Zugang zur neuen Technik haben

Die Europäische Union hatte vor der Genehmigung darauf bestanden, dass die Eigentümer des jeweiligen Netzes auch mit der neuen Technik Konkurrenten fairen Zugang gewähren müssen. Also: Auch wenn das Kabel der Telekom gehört, kann der Nutzer seinen Anschluss bei Vodafone, Mnet oder anderen bestellen.

Glasfaseranschluss für alle - bis Ende 2018

In den ländlichen Gegenden Bayerns verfügen inzwischen 67 Prozent der Haushalte über schnelles Internet, also haben mehr als 30 Megabit zur Verfügung. Bis Ende nächsten Jahres soll jede Gemeinde einen Glasfaseranschluss haben. Zu wenig, kritisiert die SPD, die lieber jedes Haus angeschlossen wüsste. Um dem näher zu kommen, vergibt das Heimatministerium bei seiner Internetförderung inzwischen auch einen so genannten "Höfebonus" für abgelegene Siedlungen. Glasfaser in jedem Haus will Söder bis spätestens 2025 erreichen.


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Nadine, Samstag, 14.Oktober, 04:16 Uhr

3. Breitbandförderung

so, so. Wenn man zu Hause ist, dann soll man per Kabel super schnelles Internet haben - doch auf dem Land - unterwegs, gibt es und das unmittelbar vor den Toren Münchens (Landkreis Landsberg am Lech) mehr (Funk)Löcher, als ein Schweizer Käse hat. Telefonieren? Fehlanzeige! So nett ja diese "Breitbandförderung" ist, der Gesetzgeber sollte eher dafür sorgen, dass zunächst der Mobilfunk flächendeckend existiert, denn was ist, wenn jemand einen Verkehrsunfall in solch einem Funkloch hat? Dann könnte der / die nicht einmal den Rettungsdienst verständigen. Nichts für ungut, doch dies zeigt mal wieder, dass die Politik völlig falsche Prioritäten setzt.

Optic , Samstag, 14.Oktober, 04:02 Uhr

2. Extorting ist Technik von Gestern

Schnelles Internet mit Vectoring ist Quatsch. Die für Unternehmen wichtige uploadraten liegen weit unter den eh nie erreichten Downloadraten. Das Kupferkabel ist sehr störungsanfälligen. Wer etwas weiter vom Kabelverzweiger weg liegt träumt von einer vernünftigen Verbindung.
Technisch bedingt, kann Vectoring Immer nur für einen Anschluss genutzt werden.
Söder hat schon viel geschwätzt, aber in der Realität umgesetzt. Wie er bis 2015 jedes Haus in Bayern ans Glasfasernetz direkt anschließen will muss er noch erklären. Ich wäre ja schon froh, wenn das Mobilfunknetz flächendeckend funktionieren würde und alle Mobilfunkmasten ans Glasfasernetz angeschlossen wären. Das wäre nämlich Grundvoraussetzung, dass 5G funktioniert.

Manfred, Freitag, 13.Oktober, 15:33 Uhr

1.

Vectoring ist eigentlich ein Krampf. Es dient nur dazu, das alte Kupfer-Netz noch ein paar Jahre (oder länger) zu retten. - Und es gibt Konkurrenz-Probleme weil nur EIN Anbieter die Vectoring-Technik nutzen kann.

Ansonsten kann ich die ganzen Absichts-Erklärungen nicht mehr hören. Letztlich liegt es an den Kommunen und an den Anbietern, ob ausgebaut wird, oder nicht oder wo. - Der Freistaat, die Bundesrepublik oder die EU können das nicht entscheiden, bestenfalls Anreize liefern.
Hier ist die Situation, dass letztes Jahr das Gemeindegebiet von der Telekom mit Vectoring-VDSL ausgebaut wurde, dabei wurden die Pläne der Gemeinde torpediert. Ergebnis ist, dass im Gemeindegebiet zwei oder drei Straßen NICHT angeschlossen wurden und wohl auch in absehbarer Zeit nicht werden. Danke Telekom!
Ohne staatliche Vorschriften wird das nie was werden mit flächendeckender Versorgung.