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Ansteckende Hautkrankheit Bonner Krankenhaus wegen Krätze teilweise gesperrt

In Bonn wurde im Johanniter Krankenhaus die Station 1 A präventiv gesperrt. Einige Patienten und Angestellte leiden an der Krätze, eine ansteckende Hauterkrankung. Die betroffenen Menschen leiden unter quälendem Juckreiz und Hautveränderungen.

Stand: 13.10.2017

Krätze-Patient | Bild: picture-alliance/dpa

"Scabies", wie die Krätze genannt wird, kommt vor allem an Orten vor, an denen sich viele Menschen auf engem Raum aufhalten, wie etwa in Kliniken, Kindergärten oder Altersheimen. Mit mangelnder Hygiene hat "Scabies" meistens nichts zu tun. Bei "Scabies" handelt es sich um eine inzwischen sehr seltene Hautkrankheit, die durch Milben ausgelöst wird.

Anfangs schwer zu erkennen

Die Krätzmilbe lebt beim Menschen in der obersten Hautschicht. Die Infektion ist schwer zu diagnostizieren und hat eine Inkubationszeit von fünf bis sechs Wochen. Sie wird oft erst bemerkt, wenn ein juckender, quälender Ausschlag auftritt, der besonders nachts bei Bettwärme unangenehm wird.

Ansteckung schon vor Ausbruch der Krankheit möglich

Häufig befallene Stellen sind Fingerzwischenräume, Handgelenke, Ellenbogen, die Brust und der Genitalbereich, prinzipiell kann aber auch jede andere Stelle befallen werden. Die Erkrankung ist zwar lästig, aber nicht gesundheitsbedrohlich und kann schnell und zuverlässig behandelt werden.


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