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Blitzermarathon vorbei Diesmal im Fokus: die Landstraßen

Wen es erwischt hat, wird sich ärgern. Alle anderen können aufatmen: Die 24-stündige Blitzeraktion der bayerischen Polizei endete heute um 6.00 Uhr. Im Fokus des fünften bayerischen Blitzermarathons standen heuer die Landstraßen.

Von: Johannes Reichart

Stand: 20.04.2017

Polizistin misst mit Lasergerät die Geschwindigkeit von Verkehrsteilnehmern  | Bild: pa/dpa/Julian Stratenschulte

Den Rasern mehr als nur einen Denkzettel verpassen, dafür hat die Polizei seit gestern auf über 1.900 Messstellen ihre Laserpistolen aufgebaut. Rund 1.900 Polizisten und 50 Messtechniker waren seit gestern, 6.00 Uhr morgens, im Einsatz.

Kritik gab es dafür vom Automobilclub "Mobil in Deutschland", der die Aktion für eine reine Show hält. Anders sieht das Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU): Der Blitzmarathon solle Autofahrer nicht in Radarfallen locken, sondern das Bewusstsein schärfen, so Herrmann.

Häufigste Todesursache: zu schnell unterwegs

Allein im vergangenen Jahr starben 215 Menschen in Bayern im Straßenverkehr aufgrund von unverantwortlichen Rasern. Damit ist zu hohe Geschwindigkeit nach wie häufigste Todesursache bei schweren Unfällen.

Im Sommer soll es die nächsten Schwerpunktaktionen gegen Raser geben. Heute Nachmittag zieht das Innenministerium eine erste Bilanz nach dem fünften Blitzermarathon.


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