Pestizide im Verdacht Rätselhaftes Bienensterben ruft EU auf den Plan
In Deutschland ist im vergangenen Winter jedes dritte Bienenvolk gestorben - und auch weltweit nimmt die Zahl der nützlichen Tiere rapide ab. Mehr denn je im Verdacht stehen bestimmte Pflanzenschutzmittel.
Die Landwirtschaftsminister der EU haben sich am Montag mit einer Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA, befasst. Demnach sind bestimmte Pflanzenschutz-Mittel ein Risiko für Bienen. Ein Sprecher von EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg sprach von "ziemlich beunruhigenden Schlussfolgerungen".
Bienen verlieren die Orientierung
Konkret geht es bei den untersuchten Mitteln um sogenannte Neo-Nikotinoide, mit denen Saatgut gebeizt wird. Diese würden zwar nicht unmittelbar tödlich auf die Tiere wirken. Aber die Bienen verlieren der Studie zufolge den Orientierungssinn und finden nicht zurück in den Bienenstock. Etliche Europa-Abgeordnete fordern deshalb, die Pestizide vom Markt zu nehmen. Die Hersteller erklärten dagegen, die Mittel seien unbedenklich.
Sind Parasiten und Pestizide Schuld?
In den vergangenen Jahren hatten Imker weltweit über Fälle von Bienensterben berichtet. Experten nennen eingeschleppte Parasiten, aber auch die flächendeckende Verwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft als mögliche Faktoren. Bienen spielen eine wichtige Rolle bei der Fortpflanzung vieler Pflanzen. Wenn sie als Bestäuber ausfallen, schadet dies nicht nur der Umwelt, sondern auch der Nahrungsmittelproduktion.

Wetter

Keine Kommentare mehr möglich.
Klaus Meyer, Dienstag, 29.Januar, 08:52 Uhr
7. Bienensterben
Nun da ist aber der EU Abgeordnete Tomio Borg gegen das Verbot von Pestiziden,vor allen Dingen gegen das Neo-Nikotinoide. Da sieht man wieder wnn Lobbyisten den Eu Abgeordneten etwas ins Täschchen stecken...wie sie dann alle einknicken. Nach uns die Synflut.
BioBauer, Dienstag, 29.Januar, 08:47 Uhr
6. Funkmasten
Nicht nur die Pestizide schaden den Bienen... es gibt neueste Untersuchungen aus England, bei denen festgestellt wurde, dass die Strahlung der Mobilfunkmasten die Bienen so stark iritieren, dass sie nicht zurück zu ihrem Stock finden und sterben. Bienen orientieren sich unter anderem am Erdmagnetfeld.
Ulrike, Dienstag, 29.Januar, 07:14 Uhr
5. Bienensterben
Immer noch haben Hersteller zuviel Gewicht bei der Entscheidung über Wohl und Wehe für Mensch und Umwelt. Es ist für die Zukunft dieses Planeten von größter Bedeutung, dass die Werte des Lebens bei allen Entscheidungen und Gesetzesentwürfen und -Umsetzungen oberste Priorität bekommen.
Die Giftigkeit von Neo-Nikotinoide für die Bienen ist den Imkern schon seit langem bekannt, und ihre Forderung eines Verbotes dieses Stoffes steht seit Jahren im Raum.
Nur hat sich bisher nichts getan.
Was ist das nur für eine Landwirtschaft, die bedenkenlos Gifte in die Umwelt und auf Nahrung kippt unter dem Vorwand, "Lebensmittel zu erzeugen"
Früher wurde Nahrung angebaut im Einklang mit der Natur - heute wird gegen die Natur gearbeitet. Mit welcher Ökobilanz????
mehr Kommentare