59

Bertelsmann-Stiftung Milliardenplus bei Steuereinnahmen - Bayern an der Spitze

Die Steuereinnahmen sprudeln fast überall in Deutschland. Vor allem die Städte, Gemeinden und Landkreise in Bayern stehen weitgehend gut da. Das Berichtet der kommunale Finanzreport der Bertelsmann Stiftung. Von Karsten Böhne

Von: Karsten Böhne

Stand: 09.08.2017

Zahlreiche verschiedene Geldscheine (Symbolbild) | Bild: picture-alliance/dpa/Daniel Reinhardt

Die Steuereinnahmen sprudeln. Im vergangenen Jahr betrug der Haushaltsüberschuss in Bayern 1,9 Milliarden Euro. Damit steht der Freistaat bundesweit an der Spitze. Seit 2011 haben die Kreise und Gemeinden in Bayern Überschüsse von mehr als acht Milliarden Euro erwirtschaftet.

Allerdings gibt es laut Bertelsmann Stiftung auch große regionale Unterschiede bei den Steuereinnahmen. So habe Freyung-Grafenau eine eher geringe Steuerkraft - ein Fünftel des Landkreises München. Die Kreise München, Dingolfing-Landau und die Stadt Coburg gehören hingegen seit mehreren Jahren zu den Spitzenreitern.

Gute Investitionsquote - mäßiger Schuldenstand

Bei den Investitionen ist Bayern vorn. Vergleicht man die Pro-Kopf-Ausgaben mit dem Schlusslicht Saarland, so investiert Bayern mehr als dreimal so viel. Und noch ein weiterer Indikator zeigt, wie gut der Freistaat dasteht. Kassenkredite - das sind die Dispo-Kredite der Kommunen - gibt es hier nur selten. Landesweit sind es gerade mal 200 Millionen Euro - das sind 15 Euro pro Einwohner. Bei der kommunalen Gesamtverschuldung liegt der Freistaat allerdings hinter Baden-Württemberg, Brandenburg und Schleswig-Holstein auf Platz vier.

Wie es dem übrigen Deutschland geht

  • In der Summe erreichten die kommunalen Kernhaushalte im Jahr 2016 einen Überschuss von rund 4,5 Milliarden Euro. Dies ist das beste Ergebnis seit 2008 und der fünfte positive Abschluss in Folge.
  • In zehn der 13 Flächenländer waren die Kommunen 2016 im Plus. In drei Ländern schlossen die Kommunen hingegen mit einem kleinen Defizit ab - im Saarland, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz.
  • Ursache der überwiegend guten Haushaltslage ist das starke Einnahmewachstum in Höhe von sechs Prozent (Steuern und Zuweisungen), welches das mit fünf Prozent ähnlich starke Wachstum der Ausgaben überwiegt. Die Spanne der Steuermehreinnahmen bewegt sich zwischen +1 Prozent in Rheinland-Pfalz und +10 Prozent in Sachsen- Anhalt.
  • Es besteht weiterhin ein Ost-West-Gefälle. Bis auf wenige Ausnahmen, meist in unmittelbarer Nähe zu Berlin, sind die ostdeutschen Kommunen flächendeckend steuerschwach. Die zehn steuerstärksten Kommunen liegen ausschließlich in Westdeutschland, die zehn schwächsten in Ostdeutschland.

59

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

KidRock, Donnerstag, 10.August, 00:19 Uhr

19. Bayern darf sich freuen

Jetzt kann Bayern noch mehr Geld an andere Bundesländer überweisen.

Steuerberater, Mittwoch, 09.August, 23:24 Uhr

18. In Deutschland wird den Menschen an Steuern, Abgaben und Gebühren mehr genommen

In Deutschland wird den Menschen an Steuern, Abgaben und Gebühren mehr weggenommen als sonst wo in der Welt. Es gibt fast keine Tätigkeit ohne steuerliche Belastung. Nichtmal Medikamente und Bestattungen sind von der MwSt befreit. Die kalte Progression und die Solidaritätsabgabe werden uns nie verlassen. Vielleicht kommt noch Solidaritätsabgabe Asyl & Integration hinzu. PKWmaut wird kommen. Wenn es nicht reicht, dann kommt noch Fahrrad-Vignette für die Benutzung und Ausbau der Radwege.

  • Antwort von Optic, Donnerstag, 10.August, 06:28 Uhr

    Und noch nicht mal dem "reichen" Bayern gelingt es den Schuldenstand nach Plan zu reduzieren. Ich frage mich, wie das dann in Zeiten einer konjunkturellen Delle aussieht.
    Ich war in vielen Ländern hauptsächlich außereuropäisch unterwegs. Ich hab da mehr Steuern als in Deutschland bezahlt.
    Für unsere Steuern bekommen wir hier ne ganze Menge. Ich will nicht klagen.
    Allerdings sollten die Reichen und Superreichen etwas mehr zum Allgemeinwohl beitragen.

  • Antwort von Oma, Donnerstag, 10.August, 08:18 Uhr

    Wer in Deutschland lebt und arbeitet, der wird ausgebeutet. Die Steuer-Melkmaschine melkt bis aus den Eutern Blut kommt. Sogar meine Versicherungen und Medikamente werden mit Mehrwertsteuer belastet. Auch meine Bestattung wird mit 19% MwSt belastet. Die Bestattungen sind unglaublich teuer. Die billigen Särge aus Polen werden uns sehr teuer verkauft.

CSU Fan, Mittwoch, 09.August, 23:04 Uhr

17. Milliardenplus bei Steuereinnahmen

Milliardenplus bei Steuereinnahmen. Man könnte die Diäten und Pensionen unserer sehr erfolgreichen Politiker erhöhen. Eine Frage der Gerechtigkeit.

jim, Mittwoch, 09.August, 19:29 Uhr

16.

super das jetzt auch kommunen gewinnorientiert arbeiten ! aber warum muss dann der bürger für jeden scheiss extra bezahlen ? die bürger schröpfen wo es geht ohne diese auch nur zu fragen , siehe strassen erneuerung , kanalausbau , asylimport und ähnlichen schwachsinn !

Barbara, Mittwoch, 09.August, 17:01 Uhr

15. Wenn die Steuer-Einnahmen so sprudeln, wie es immer verkündet wird,

dann könnte man doch die Armuts-Renten aufbessern!

  • Antwort von Opa Seppl, Mittwoch, 09.August, 18:26 Uhr

    Das geht nicht. Es würde sofort ein Aufschrei bei den Unternehmen geben. Arme Menschen sind viel leichter zu manipulieren. Die Angst vor Altersarmut ist Goldwert..