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Bundesweiter Test in Grundschulen Bayerns Grundschüler sind die besten

Ein Ländervergleich mit 30.000 Schüler aus allen Bundesländern belegt: Die Leistungen der Grundschüler in Deutschland haben sich in den Fächern Deutsch und Mathe gegenüber 2011 verschlechtert. Die Grundschüler in Bayern schneiden in dem Test am besten ab.

Stand: 13.10.2017

Grundschüler | Bild: picture-alliance/dpa

30.000 Grundschüler aus 1.500 Schulen haben an dem Test teilgenommen, in dem untersucht wurde, ob die Schüler die bundesweiten Bildungsstandards in Deutsch und Mathematik erreichen können. Das Ergebnis: Deutschlands Viertklässler haben sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre im Schnitt in Mathematik, beim Zuhören und in Rechtschreibung verschlechtert. Die Lesekompetenz ist dagegen im vergangenen Jahr auf ähnlichem Niveau geblieben wie 2011. Das geht aus der Studie IQB-Bildungstrends hervor, die die Kultusministerkonferenz (KMK) am Freitag in Berlin veröffentlichte.

Heterogene Schülerschaft sorgt für Herausforderungen

Verändert hat sich seit der Vorgängererhebung 2011 auch die Zusammensetzung der Schülerschaft. Der Anteil der Viertklässler mit Migrationshintergrund hat sich durch den Flüchtlingszuzug um mehr als ein Drittel auf 34 Prozent erhöht. KMK-Präsidentin Susanne Eisenmann sagte, die heterogene Schülerschaft stelle die Länder vor große Herausforderungen: "Seit 2011 haben sich die Bedingungen in den Schulen gewandelt. Insbesondere die zunehmend heterogen zusammengesetzte Schülerschaft stellt alle Länder und die Ländergemeinschaft vor große Herausforderungen. Die Ergebnisse der Studie zeigen einen bundesweiten Handlungsbedarf bei der Förderung in den Kernfächern Deutsch und Mathematik. (...)"

Bayern in allen Bereichen "top"

Im Fach Deutsch erreichen bzw. übertreffen im Jahr 2016 bundesweit im Kompentenzbereich Lesen knapp 66 Prozent, im Bereich Zuhören gut 68 Prozent und im Bereich Orthografie rund 54 Prozent der Viertklässler den Regelstandard. Bayern gehört in allen drei Bereichen zu den Spitzenreitern. Auch im Fach Mathematik führt Bayern die Bundesländer an. Hier haben 73,3 Prozent der Kinder den Regelstandard erreicht - im Gegensatz dazu das Schlusslicht Bremen mit 41,4 Prozent. Die Berichte des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen finden Sie hier.


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