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Vekehrschaos am Morgen Viele Unfälle wegen Glatteis und Schnee

In ganz Bayern waren die Straßen heute früh spiegelglatt. Es ereigneten sich zahlreiche Unfälle. Auf manchen Autobahnen ging viele Stunden nichts mehr. Es bildeten sich lange Staus, die Autofahrer brauchten viel Geduld.

Stand: 04.01.2016

Schneefälle, Eisregen und Blitzeis. Mit Einsetzen des morgendlichen Berufsverkehrs wurde die Liste der Verkehrsbehinderungen in Bayern immer länger. In den meisten Fällen liefen die Unfälle glimpflich ab. Die Polizei meldete einige Leichtverletzte und viele Blechschäden. Besonders schlimm hatte es am Morgen Franken getroffen. Dort musste erst die A3 für mehrere Stunden gesperrt werden, wenig später war der Frankenschnellweg bei Hirschaid dicht. Ähnlich verhielt es sich auf der A 8 in beide Richtungen.

Sattelzug kippt auf A3 Richtung Würzburg um

Schwerer Unfall im Landkreis Lichtenfels

In Oberfranken wurde ein junge Frau schwer verletzt. Zwischen Michelau und Schley war sie auf schneebedeckter Straße ins Schleudern geraten, von der Straße abgekommen und mit ihrem Fahrzeug dann gegen einen Baum geprallt. Nach Polizeiangaben erlitt sie schwerste Kopfverletzungen, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

Noch viele Staus und Unfälle

Auch Stunden nach Einsetzen des Berufsverkehrs kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Zwar hat sich die Lage inzwischen etwas beruhigt, vielerorts sind die Straßen aber noch recht glatt. Vor allem in Unterfranken und in Ostbayern kommt es nach wie vor zu Behinderungen und Unfällen wegen Schneeglätte.

Zahlreiche Glätteunfälle in der Oberpfalz

Über 150 Schneeunfälle in Ostbayern

Autofahrer mussten sich in Niederbayern und der Oberpfalz auf schwierige Straßenverhältnisse und Behinderungen einstellen. Laut Polizei haben sich in der Oberpfalz bis zum Montagnachmittag mehr als 50 Unfälle ereignet. 16 Personen wurden dabei leicht verletzt. Schwerpunkt des Unfallgeschehens war Stadt und Landkreis Regensburg.

Reisebus verunglückt

Kurz vor dem Grenzübergang Waidhaus (Neustadt an der Waldnaab) ist in Tschechien ein deutscher Reisebus mit einem Lastwagen zusammengestoßen und umgekippt. Zwei Personen mussten in ein Krankenhaus in die Oberpfalz gebracht werden, sagte eine Sprecherin der Rettungskräfte der Region Pilsen. Rund 30 weitere Insassen des Busses seien leichter verletzt worden und wurden vor Ort behandelt.

Tödlicher Unfall auf B20 bei Straubing

Bei einem schweren Unfall auf der schneeglatten B20 bei Straubing ist am Nachmittag eine Frau ums Leben gekommen, eine weitere Frau wurde schwer verletzt. Sie waren mit ihrem Wagen bei Aiterhofen (Lkr. Straubing Bogen) aus einer Fahrzeugkolonne in Richtung Cham ausgeschert, ins Schleudern geraten und in einen entgegen kommenden Lastwagen gekracht. Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass der Wagen zurück auf seine ursprüngliche Fahrspur geschleudert wurde. Hier kam es noch zu Folgeunfällen mit einem Auto und einem Laster. Die Beifahrerin des unfallverursachenden Wagens starb noch an der Unfallstelle, die Fahrerin kam schwer verletzt ins Krankenhaus. In dem anderen Auto wurden zwei der drei Insassen leichter verletzt.

In Niederbayern war vom Wetter vor allem die A3 und die A92 in den Großräumen Straubing und Landshut betroffen. Die Polizei zählte bis Nachmittag insgesamt 105 Unfälle. Bei 23 Unfällen wurden Menschen verletzt. Auf der B8 beim Straubinger Tiergarten kam es zu einem weiteren schweren Verkehrsunfall. In Fahrtrichtung Regensburg krachte ein Auto in einen Lastwagen. Eine Person wurde dabei laut Polizei schwerst verletzt. Wegen überhöhter Geschwindigkeit krachte in Hohenau (Lkr. Freyung-Grafenau) ein junger Mann in einen Linienbus. Fahrgäste befanden sich nicht im Bus, es entstand ein Schaden von rund 12.000 Euro. Bei den meisten Unfällen war laut Polizei nicht angepasste Geschwindigkeit bei winterlichen Straßenverhältnissen die Unfallursache.

Glätte auch im Norden Deutschlands

Blitzeis stoppte im ostfriesischen Norddeich einen IC. Hunderte Fahrgäste mussten wegen einer vereisten Oberleitung stundenlang auf die Weiterfahrt warten. Sie wurden von Helfern des Roten Kreuzes mit Getränken und mit warmen Mahlzeiten versorgt. Ein anderer IC von Köln nach Emden blieb ebenfalls auf vereister Strecke liegen. Er wurde geräumt. Die Passagiere gingen laut Polizei die kurze Strecke bis nach Emden zu Fuß. Auch in Niedersachsen und Bremen machten spiegelglatte Straßen den Autofahrern zu schaffen.


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Jürgen Ammon, Montag, 04.Januar, 18:09 Uhr

5. Reisebus verunglückt

Sehr geehrte Redaktion,

wieso sind Sie bei o.g. Thema so zaghaft und vermeiden es das Kind beim Namen zu nennen. Ein Fernverkehrsbus der bekannten grünen Firma "Mein Fernbus" auf der Fahrt von Prag nach Nürnberg war von dem Unfall betroffen.
Mit freundlichen Grüßen Jürgen Ammon Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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Oliver S., Montag, 04.Januar, 16:03 Uhr

4. Bäume weg vom Straßenrand

"... In Oberfranken wurde ein junge Frau schwer verletzt ... war sie auf schneebedeckter Straße ins Schleudern geraten, von der Straße abgekommen und mit ihrem Fahrzeug dann gegen einen Baum geprallt...".

Zu häufig ist diese Meldung zu hören. Und genau deshalb gehören Bäume am Straßenrand weg. Mir ist bewusst, dass man nicht ganze Wälder abholzen kann. Nahezu auf jeder Bundes- und Landstraße findet man jedoch einzeln stehende Bäume am Straßenrand - nicht selten auch in einer Kurve. Und in diesen Fällen ist eine Kollision bei Glatteis unvermeidbar. Und man muss kein Raser sein, um an einem Baum schwer zu verunglücken. Glatteis (Stichwort Blitzeis) kommt überraschend und - anders als bei Schnee - kann man hier seine Fahrweise häufig schlecht anpassen.

Und leider machen insbesondere unerfahrene junge Menschen Fehler und diese Fehler würden häufig glimpflichere Auswirkungen haben, wenn wir unsere Straßen entschärfen würden. Aber Bäume sind offenbar mehr wert ...

  • Antwort von derBÖSEwolf, Montag, 04.Januar, 16:58 Uhr

    weg mit den bäumen...straßengraben verrohren, selbst straßenlampen....alles weg....ist alles viel zu gefährlich...

    also ehrlich...was soll das??????

  • Antwort von Oliver S., Dienstag, 05.Januar, 00:50 Uhr

    @BÖSEr Wolf
    Schauen Sie sich mal all die Meldungen der Zeitungen an, in denen es heisst "und prallte gegen einen Baum". Wenn Sie die Unfallstellen sehen, werden Sie feststellen, dass es sich in vielen Fällen um einen einzelnen Baum gehandelt hat. Schauen Sie sich mal genau all die Bäume am Straßenrand an, denen Rinde fehlt. Bei uns steht auch so einer - natürlich in einer Kurve. Ohne diese Bäume wären die meisten Fahrten schlichtweg im Acker geendet statt im Sarg oder als Pflegefall.

    Natürlich sind viele selber Schuld an Unfällen wegen nicht angepasster Geschwindigkeit. Aber Menschen - und insbesondere junge Menschen - machen nun mal Fehler. Und - wie geschrieben - bei Glatteis kann selbst der erfahrenste Fahrer am Baum enden.

    Deutschland ist zugeschi... mit Sicherheitsvorschriften. Aber Bäume dürfen an Verkehrswegen stehen...

    Deutschland hat jährlich 3.300 Tote im Straßenverkehr und wir unternehmen so gut wie nichts, das zu reduzieren, obwohl es Möglichkeiten gäbe...

Ahnungsloser, Montag, 04.Januar, 13:36 Uhr

3. Glatteisregen

Kann mir jemand sagen was ein Glatteisregen ist. Ich kenne bisher nur Eisregen und Glatteis.

Robert H, Montag, 04.Januar, 13:02 Uhr

2. Kommentarfunktion

Leider erschließt sich mir nicht wieso hier eine Kommentarfunktion aufgemacht wurde. Es ist Winter und es schneit, bzw. es kommt auch stellenweise zu Glatteis auf den Straßen. Was gibt es daran anzumerken? Bei anderen Themen hingegen, welche einer Diskussion würdig wären, weigert man sich seitens des BR augenscheinlich Kommentare zuzulassen. Für eine GEZ finanzierte Institution sehr erstaunlich.

Anmerkung der Redaktion: Lieber Herr Hummer, die Kommentarfunktion dient in diesem Fall natürlich auch dazu, dass User unserer Site eigene Erfahrungen auf der Straße, evtl. auch Gefahrenhinweise ab- und weitergeben können. Diese Chance wollen wir ihnen hier nicht vorenthalten. Mit freundlichen Grüßen. Redaktion BR24 Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
Kommentar-Richtlinien bearbeitet.

  • Antwort von Zwiesel, Montag, 04.Januar, 23:43 Uhr

    @Redaktion BR24:
    Ihre Antwort auf Robert H. ist unbefriedigend.
    1. Warum sprechen Sie Robert H. mit seinem vollen Namen an?
    2. Welche eigene Erfahrungen und Gefahrenhinweise könnten relevant sein?
    3. Warum geben Sie keine Antwort auf die Kritik, dass bei anderen Themen keine Kommentare zugelassen werden?
    4. Nach welchen Kriterien wird entschieden, wann eine Kommentarfunktion aufgemacht wird und wann nicht?
    5. Warum ist z.B. die Weihnachtsansprache von Frau Stamm zu kommentieren gewesen, die Neujahrsansprache von H. Seehofer nicht? Vielleicht hätten User Ihrer Site entsprechend Ihrer obigen Erklärung gerne eigene Erfahrungen oder gar Gefahrenhinweise abgeben wollen.
    6. Warum ist z.B. der Bericht "Es taut uns alles weg" zum Schneemangel für die Skigebiete nicht zu kommentieren? Vielleicht würden User gerne ihre Meinung abgeben zur Frage der Notwendigkeit und dem Sinn von Schneekanonen und der Qualität der Tourismusplanungen verschiedener Kommunen, wohlgemerkt Pro und Contra.

    Anmerkung der Redaktion: Liebe User, Ihre Kritik am Umgang mit der Kommentarfunktion nehmen wir sehr ernst, ihre Meinung dazu ist uns wichtig! Grundsätzlich ist es alleinige Entscheidung der Redaktion, ob Artikel zum kommentieren freigegeben werden, oder nicht. Dieses Recht behalten wir uns auf unseren Webseiten vor und bitten, das zu respektieren. Leider hat es sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass zu bestimmten Themen die Diskussionen aus dem Ruder laufen und die Kommentarrichtlinien von der Mehrheit der User nicht beachtet werden. Da wir Beleidigungen, fremdenfeindliche Äußerungen, Verleumdungen oder volksverhetzende Inhalte auf unserer Website nicht dulden dürfen und wollen, bleibt bei diesen Artikeln die Kommentarfunktion geschlossen. Auch das bitten wir zu respektieren!

    Mit freundlichen Grüßen. Redaktion BR24 Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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  • Antwort von Hänni, Dienstag, 05.Januar, 09:02 Uhr

    @ "Anmerkung der Redaktion":
    Ein netter Zug von Ihnen! Das würde aber dann fairerweise auch für Überschriften wie "Massenhaft sexuelle Übergriffe in mehreren Städten" gelten. Vielleicht war da jemand dort oder gibts das immer noch irgendwo. Könnte manch reisende Frau interessieren!!!
    Wenn das so "ausgewählt" wird, kann ich Robert H´s Einwand schon verstehen.

Ebert, Montag, 04.Januar, 11:43 Uhr

1. Rndbemerkungen

Wahrscheinlich, liebe Leser, sind unsere Gehirne durch die ständige > Gehirnwäsche von allen Seiten < auf Klimaerwärmung programmiert, dass für Viele das mit dem Eis auf der Straße völlig überraschend kam.

Hallo Leute, es ist Winter und da kann es schon mal die eine oder andere Schneeflocke geben.

Ebert

  • Antwort von Schorsch, Montag, 04.Januar, 11:54 Uhr

    Sehen Sie, bei einer schönen Klimaerwärmung/-katastrophe gäbe es solche Unfälle nicht. Wo bleibt sie denn?

  • Antwort von joe58, Montag, 04.Januar, 13:30 Uhr

    Wetter/Witterung von ein paar Tagen ist nicht gleich Klima, das meist in Jahrzehnten (30 Jahre) bewertet wird.