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Internetkriminalität Bayerische Unternehmen häufig Opfer von Cyberangriffen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zeigt in einer aktuellen Studie, dass in den Jahren 2016 und 2017 rund 70 Prozent aller Unternehmen in Deutschland Opfer von Cyberangriffen wurden. Bayern ist dabei besonders betroffen. Die Zahlen sind alarmierend, aber nicht überraschend.

Von: Christian Sachsinger

Stand: 13.02.2018

schreiben auf Tastatur | Bild: picture-alliance/dpa

Der Chef des Cyberallianz-Zentrums Bayern, Michael George, beobachtet seit Jahren den Anstieg der Internetkriminalität. Oft werden auf Unternehmen sogenannte "Denial-of-Service"-Attacken gefahren, das heißt, die Rechner einer Firma werden mit Anfragen überschüttet und so lahmgelegt. Ihre Armada an Angriffscomputern können sich die Hacker mittlerweile besonders leicht zusammenstellen, weil alle möglichen Geräte Chips eingebaut haben und am Internet hängen.

"Kühlschränke, Toaster, Waschmaschinen – all diese Geräte werden in einem Bot-Netz vereint und greifen dann mit einer unglaublichen Bandbreite an." Michael George, Cyberallianz-Zentrum Bayern

Bayern besonders im Fokus

Anstatt mit brachialer Gewalt wird aber oft auch mit viel Geduld vorgegangen. Um an Baupläne oder andere Geheimnisse heranzukommen, spähen Kriminelle die Firmen manchmal wochen- oder monatelang aus, bis sie zuschlagen. Die Attacken kommen von überall, besonders häufig aber aus China, Russland und dem Iran. Bayern steht besonders im Fokus der Angreifer.

"Das liegt daran, weil Bayern ein lukrativer Standort für die Unternehmen ist und sich hier viel Hochtechnologie versammelt." Michael George, Cyberallianz-Zentrum Bayern

Angegriffen werden schon lange nicht mehr nur Großkonzerne, sondern auch mittelständische Unternehmen, die das oft gar nicht für möglich halten.


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Kommentare

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Lacher, Dienstag, 13.Februar, 10:28 Uhr

1. Sorry, die Angriffsvektoren sind zum Schmunzeln

Und wieviele internetfähige Toaster sind heutzutage in Betrieb? Welche Funktion haben noch gleich diese Toaster für das praktische Leben?
Schon bei den Kühlschränken hege ich gewisse Zweifel. Aber davon mag es schon mehr geben.
DoS-Attacken in kleinerem Rahmen können von jedem Nachwuchshacker ab 10 - 12 Jahren alter ausgeführt werden. Sind das ernstzunehmende Angriffe?

Ok, die Botnetze sind eine andere Hausnummer. Wieviel Angriffe gibt es von denen? Greifen die Abwehrstrategien nicht? Die Honeypots?