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"Bankrotterklärung der Sozialdemokratie" Bayerische Jusos kritisieren Sondierungsergebnis

Die bayerischen Jusos kritisieren das Resultat der Berliner Sondierungsgespräche scharf. "Das Sondierungsergebnis kommt einer Bankrotterklärung der Sozialdemokratie gleich", erklärten die Jusos Bayern in einer Pressemitteilung.

Von: Gerhard Brack

Stand: 13.01.2018

Stofftaschen mit dem Aufdruck «Hört die Signale» liegen am 24.11.2017 vor Beginn des Bundeskongress der Jusos im E-Werk in Saarbrücken (Saarland) über den Stühlen. Am Nachmittag wählt die Versammlung einen neuen Bundesvorstand. Foto: Oliver Dietze/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Bild: dpa-Bildfunk/Oliver Dietze

Die bayerischen Jusos müssten ernüchtert feststellen, dass CDU und CSU systematisch "alle inhaltlichen Schwerpunkte der SPD ... vom Verhandlungstisch gefegt" hätten. Statt sich auf ein Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeit zu einigen, seien rechtspopulistische Forderungen wie die Flüchtlingsobergrenze und Einschränkungen beim Familiennachzug vereinbart worden.

Ziel: Diese GroKo verhindern

Martin Schulz hätte besser die Gespräche verlassen sollen, meinen die Jusos.

"Dass dieses desaströse Verhandlungsergebnis nun auch noch als Erfolg verkauft werden soll, stellt einen Selbstbetrug dar."

Juso-Landesvorsitzende Stefanie Krammer

Die Juso Landesvorsitzende Stefanie Krammer rief dazu auf, auf Parteitagsebene und an der Parteibasis eine große Koalition unter diesem Vorzeichen zu verhindern.

Die Vize-SPD-Vorsitzenden Dreyer und Scholz, Niedersachsens Ministerpräsident Weil und Bundestagsfraktionschefin Nahles werben dagegen dafür, dass der SPD-Parteitag am 21. Januar das Sondierungsergebnis akzeptiert und der Aufnahme förmlicher Koalitionsverhandlungen zustimmt.

#nogroko - Diskussion in sozialen Medien

Auf Twitter schrieben die Jusos Bayern: "YOU WERE THE CHOSEN ONE! YOU WERE SUPPOSED TO DESTROY THE SONDIERUNGSGESPRÄCHE! #NOGROKO". Damit ernteten sie nicht nur Zustimmung. Ein User antwortete etwa:

"Kommt endlich in der Realität an. Leben heißt Kompromisse zu finden. Es geht um mehr als euer infantiles Wichtigsein."

Christof Schulz @Kissi1975 auf Twitter


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Kommentare

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Politi, Samstag, 13.Januar, 19:41 Uhr

20. Neuwahlen? Weiter so geht nicht mehr!

- Keinen eigenen Leuchtturm!
- Wenn man eigene Positionen schleifen muß ist das eine Sache, aber gemeine Sache mit grundgesetzwidrigen und menschenverachtenden Positionen (Obergrenze), zu denen die eigene Meinung konträr ist, übernehmen, geht nicht.
- Grundgesetzwidrige Mütterrenten beschliessen (ab 3 Kinder? Warum nicht ab 2 oder 2.5?)
- vage absichtserklärungen als Hypothek auf die Zukunft - Thema Klimaschutz

Nein, SPD ihr sollt vorwärtsgehen, nicht überall ein bisschen kleckern!

Jetzt wird schon der nächste Fehler gemacht, nicht Steuererhöhungen als Selbstzweck fordern, sondern sagen, was man damit tun will dann gibt es Ziele die mitzutragen sicher mehr als 20% bereit sind.

Leider ist das offensichtlich nicht zu machen mit dieser Parteispitze!

Auf CDU/SPD/Grüne wäre zumindest ein neues Projekt aber mit der bayerischen AFD gehts halt nicht.
Rechteses Gedankengut einer konservativen Revolution geht nun mal nicht zusammen mit der SPD, die 1933 verboten wurde!

Frank von Bröckel, Samstag, 13.Januar, 18:20 Uhr

19. Die ehemalige Arbeiterpartei SPD ohne Arbeiter ist..

selbst zu einem politischen Anachronismus geworden!

Und die führenden Jusos kommen heutzutage zumeist aus den besserverdienenden Familien, sind zumeist Dauerstudenten und erwarten eine für sie selbst persönlich glänzende Karriere mittels des richtigen Parteibuches!

Diese führenden Jusos als zukünftige Nomenklatura in Wartestand zu bezeichnen, kommt der Wahrheit wohl am nächsten!

  • Antwort von Kats, Samstag, 13.Januar, 19:14 Uhr

    .......sind zumeist Dauerstudenten und erwarten eine für sie selbst persönlich ...

    Unterstellung !
    Belegen Sie Ihre Behauptungen.

Erich , Samstag, 13.Januar, 18:02 Uhr

18. Die Sondierung beginnt zu sterben!

SPD Sachsen-Anhalt stimmt dagegen!

konstanze, Samstag, 13.Januar, 17:59 Uhr

17. bei der spd geht nur der kommissar um

gemeint ist der kommissarische außenminister, der täglich nach aufmerksamkeit lechzt. ansonsten wurde, aus sicht der spd, nicht viel erreicht, denn: einen aufbruch in eine neue ära der krankenversicherung wird es nicht geben, eine wirkliche eindämmung von prekären beschäftigungsverhältnissen findet nicht statt und der spitzensteuersatz wurde ebenfalls nicht angefasst. mehr geld für die eu und ein währungsfonds sind nicht unbedingt populär. ein aufbruch sieht anders aus. merkel wird nun, bei gutem rückenwind aus der wirtschaft, so weitermachen und der wähler wird sich freuen, wenn er von seinem fleißig erarbeitenden geld einen kleinen teil zurückerhält. es wird ihm auch egal sein, dass merkel das portmonee für ihn erst geöffnet hat, als es um ihr politisches überleben ging.

Frank von Bröckel, Samstag, 13.Januar, 17:35 Uhr

16. Bei den Jusos also nichts Neues!

Als ich vor über 30 Jahren als 17jähriger Schüler selbst als Parteimitglied der SPD eintrat, haben mich bereits schon damals die bei den Jusos tonangebenden Dauerstudenten, mit ihren völlig irrealen klassenkämpferischen Lösungen, wirklich zutiefst irritiert!

Juso-Vorsitzender UND Realismus, war also bereits schon damals ein Oxymoron, also ein Widerspruch in sich selbst!

Und das hat sich anscheinend bis zum heutigen Tage auch nicht geändert, wie uns diese Aussagen der heutigen Jusos wieder einmal exemplarisch beweisen!

Was zu bedenken ist!